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Smartphonemarkt in EMEA: Apple rutscht auf Platz 4 ab

Der Smartphonemarkt in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika hat sich im dritten Quartal deutlich erholt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigerte die Branche ihre Absatzzahlen um 2,1 Prozent auf 93,1 Millionen Einheiten. Das entspricht einem Umsatz von 27,7 Milliarden Dollar. Allerdings profitierte nicht jeder Hersteller von den Lockerungen der Corona-Einschränkungen in den Sommermonaten.

Laut den aktuellen Zahlen von IDC zeigt erst der Vergleich mit den Vorquartalen, wie stark die Nachfrage durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst wurde. In den ersten beiden Quartalen schrumpfte der Markt gegenüber den Vorjahreszeiträumen jeweils um rund 8 Prozent.

Allein in Europa wurden im dritten Quartal 53,2 Millionen Geräte ausgeliefert. Der Durchschnittspreis (Ladenpreis ohne Steuern) erhöhte sich zudem um 17 Dollar auf 392 Dollar.

Samsung behauptete seine Position als Marktführer in der Region mit einem Anteil von 31,8 Prozent. Allerdings bei sinkenden Verkaufszahlen: Die Marktforscher ermittelten einen Rückgang von 6,3 Prozent. Den zweiten Platz hinter dem taiwanischen Elektronikkonzern sicherte sich Xiaomi, das seine Absatzzahlen um 121,9 Prozent auf 13,4 Millionen Einheiten steigerte.

Den dritten Platz eroberte der chinesische Anbieter Transsion, der vor allem mit günstigen Smartphones in Afrika erfolgreich war. 12,4 Millionen verkaufte Einheiten bescherten dem Unternehmen einen Marktanteil von 13,4 Prozent. Zudem überholte auch Transsion Apple und Huawei.

Der iPhone-Hersteller landete mit stagnierenden Verkaufszahlen und 11,8 Prozent Marktanteil auf dem vierten Platz. Huawei wurde indes auf den fünften Platz durchgereicht – im Vorjahresquartal hatte lediglich Samsung mehr Smartphones verkauft als das chinesische Unternehmen. In den Sommermonaten musste Huawei jedoch ein Minus bei den Smartphoneverkäufen von 37,8 Prozent hinnehmen.

Huawei verlor vor allem in Europa Kunden, wahrscheinlich aufgrund der Handelssanktionen der USA. Sie verhindern derzeit, dass das Unternehmen seine neuen Flaggschiff-Smartphones mit den Google-Diensten ausstatten kann, was sie in Europa nahezu unverkäuflich macht.

IDC wies zudem darauf hin, dass der neue Mobilfunkstandard 5G nur wenig Einfluss auf die Erholung des Markts hatte. Damit rechnen die Marktforscher erst im laufenden Quartal, und zwar vor allem durch die Einführung des iPhone 12.

Die zuletzt erlassenen Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus sollen jedoch ein erneutes Wachstum des Markts in der EMEA-Region verhindern. IDC geht davon aus, dass die Verkaufszahlen der Monate Oktober, November und Dezember nicht das Niveau des 4. Quartals 2019 überschreiten werden.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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