Bericht: Linux-Anbieter SUSE geht an die Börse

Der Börsengang ist angeblich für 2021 geplant. Ziel ist eine Marktkapitalisierung von 5 Milliarden Euro. Der derzeitige Eigentümer EQT zahlt 2019 2,5 Milliarden Dollar für Suse.

Der schwedische Investor EQT plant angeblich den Börsengang des deutschen Open-Source-Softwareentwicklers Suse. Das will der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg von nicht näher genannten Quellen erfahren haben. Angestrebt ist demnach eine Marktkapitalisierung von 5 Milliarden Euro für Suse.

Suse 2018 (Bild: Suse)Den mit den Plänen von EQT vertrauten Quellen zufolge sind die Gespräche mit möglichen Beratern noch in einem frühen Stadium. Der Eintritt in den Aktienmarkt ist demnach für das kommende Jahr geplant. Der Zeitpunkt selbst sei von den dann vorherrschenden Marktbedingungen abhängig. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass EQT länger an Suse festhalte oder andere Ausstiegsszenarien anstrebe.

Suse gilt als führender Linux-Distributor in der Europäischen Union. In den vergangenen Jahren wechselte der Eigentümer mehrfach. Zuerst wurde das Unternehmen 2004 von Novell übernommen. 2010 gingen Novell und Suse dann mit Hilfe von Microsoft an Attachmate, das wiederum 2014 von Micro Focus übernommen wurde. EQT stieg im März 2019 bei Suse ein. Der Kaufpreis betrug 2,5 Milliarden Dollar.

Unter der Führung von EQT war Suse zuletzt sehr erfolgreich. Im dritten Fiskalquartal meldete das Unternehmen ein Umsatzplus von 14 Prozent. Die Zahl der Kundenverträge mit einem Wert von mehr als einer Million Dollar erhöhte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs sogar um 35 Prozent. Im Juli verstärkte sich Suse zudem durch die Übernahme von Rancher Labs im Bereich Kubernetes.

In diesem Jahr nahmen europäische Technologiefirmen mit Börsengängen laut Bloomberg 7,9 Milliarden Dollar ein, 2,1 Milliarden Dollar mehr als vor einem Jahr. Für das kommende Jahr sollen bereits die deutsche Auto1 Group, Betreiber einer Gebrauchtwagenplattform, sowie der französische Cloud-Computing-Anbieter OVH Groupe ein Inital Public Offering (IPO) planen.

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