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Zertifikatsfehler: macOS X Catalina stuft HP-Druckertreiber als schädlich ein

Apple ist möglicherweise ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Wie Bleeping Computer berichtet, hat das Unternehmen aus Cupertino ein Zertifikat widerrufen, mit dem Druckertreiber von HP signiert wurden. Als Folge stuft macOS X Catalina nun fälschlicherweise die Druckertreiber als Schadsoftware ein, was wiederum dazu führt, dass Nutzer von HP-Druckern nicht mehr drucken können.

Das Problem konnte Bleeping Computer auf einem MacBook mit macOS 10.15.7 nachstellen. Ein Druckauftrag verbleibt demnach in der Druckwarteschlange. Nutzer diskutieren den Fehler zudem in Foren von Apple und HP sowie auf Twitter.

Außer macOS X 10.15 Catalina ist auch macOS X 10.14 Mojave betroffen. Ein Testgerät von ZDNet.de mit der aktuellen Betaversion von macOS BigSur und einem per WLAN angeschlossenen HP-Drucker erledigte seine Arbeit indes ohne Auffälligkeiten.

Ein Hinweis auf die Ursache der Druckprobleme liefert dem Bericht zufolge tatsächlich die Druckwarteschlange. Sie meldet, dass die Verschlüsselungs-Zugangsdaten abgelaufen seien.

Warum das Zertifikat widerrufen wurde, ist nicht bekannt. The Register spekuliert, dass sich Apple selbst dazu entschieden haben könnte oder auf Bitten von HP gehandelt haben könnte. Zudem weist The Register darauf hin, dass es für jede OS-Version eine eigene Datenbank mit gültigen Zertifikaten gibt, weswegen nicht alle Versionen von macOS betroffen sind.

Derzeit lässt sich das Problem nur manuell beheben. Dafür muss zuerst der alte, als schädliche eingestufte Treiber im Pfad /Library/Printers/HP gelöscht und anschließend über das Web-Interface des Druckers ein neues selbst generiertes Zertifikat generiert und importiert werden. Eine Anleitung findet sich in einem Support-Artikel von HP.

Der Drucker selbst muss anschließend über das Druckermenü durch Zurücksetzen des Drucksystems (rechter Mausklick auf den Drucker) entfernt werden. Danach ist eine Neuinstallation des Druckers erforderlich.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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