Intel erfüllt die Erwartungen im dritten Quartal

Intel hat die Bilanz für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht. In den Monaten Juli, August und September nahm das Unternehmen 18,3 Milliarden Dollar ein und generierte daraus einen Nettogewinn von 4,3 Milliarden Dollar. Beide Kategorien entsprechen zwar den Prognosen von Analysten, der Umsatz schrumpfte jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent, während der Profit sogar um 29 Prozent einbrach.

Anleger zeigten sich enttäuscht von den Kennzahlen und straften den Prozessorhersteller zumindest im nachbörslichen Handel mit einem deutlichen Kursverlust ab. Stieg der Kurs der Intel-Aktie im Verlauf des Handelstags noch um 0,75 Prozent auf 53,90 Dollar, sank der Preis für einen Anteilsschein nach Börsenschluss um fast 10 Prozent auf 48,85 Dollar. Damit näherte er sich dem aktuellen 52-Wochen-Tief von 43,63 Dollar.

Intels größter Geschäftsbereich, die Client Computing Group, meldete im dritten Quartal einen Umsatz von 9,8 Milliarden Dollar. Vor allem eine höhere Nachfrage aufgrund der stärkeren Nutzung des Home Office während der COVID-19-Pandemie bescherte dem Unternehmen in diesem Bereich ein Plus von einem Prozent.

Die Prozessorverkäufe im Enterprise-Segment litten indes in der Corona-Krise. Die Data Center Group verzeichnete ein Umsatzminus von 7 Prozent und erreichte lediglich 5,9 Milliarden Dollar. Noch schlechter schnitten die Sparte für Speicherlösungen und die Programmable Solutions Group ab. Ihre Einnahmen schrumpften um 11 beziehungsweise 19 Prozent.

Das Internet der Dinge steuerte 677 Millionen Dollar (minus 33 Prozent) zum Gesamtergebnis bei. Die Tochter Mobileye verbesserte ihr Ergebnis indes um 2 Prozent auf 234 Millionen Dollar.

Für den Gewinnrückgang waren alle Geschäftsbereiche gleichermaßen verantwortlich. Die Data Center Group generierte einen operativen Profit von 1,9 Milliarden Dollar, 1,2 Milliarden weniger als vor einem Jahr. Der Überschuss der Client Computing Group schrumpfte um rund 750 Millionen Dollar auf 3,6 Milliarden Dollar. Der einzige Geschäftsbereich mit einer positiven Entwicklung war die Speichersparte, von der sich Intel im kommenden Jahr trennen wird: ihre Bilanz wirft einen operativen Gewinn von 29 Millionen Dollar aus – vor einem Jahr lag der Verlust noch bei fast 500 Millionen Dollar.

Darüber hinaus kündigte Intel an, dass seine 10-Nanometer-Fertigung in Arizona nun voll einsatzfähig ist. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass 30 Prozent mehr 10-Nanometer-Chips in diesem Jahr ausliefern wird, als im Januar vorhergesagt.

Als Folge rechnet der Chiphersteller nun mit einem Umsatzwachstum von rund 5 Prozent im laufenden Geschäftsjahr. Die Einnahmen von 75,3 Milliarden Dollar sollen einen Jahresgewinn (Non-GAAP) von 4,55 Dollar je Anteilsschein ermöglichen. Die Wall Street geht von 75,2 Milliarden Dollar Umsatz und 4,85 Dollar Gewinn je Aktie aus.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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