Das Cyber Command des US-Militärs zog letzte Woche in sein neues Zuhause um, ein hochmodernes, 366 Millionen Dollar teures Gebäude in Fort Gordon im Bundesstaat Georgia. Der Chef des Kommandos, General Stephen Fogarty, sagte laut „Israel Defence“, der Umzug in das neue Hauptquartier werde es dem Kommando ermöglichen, sich voll an offensiven Operationen zu beteiligen. Bei einer Zeremonie anlässlich der Verlegung des Kommandos erklärte Fogarty: „Wir werden eine viel direktere Rolle bei einem Angriff oder einer Offensive übernehmen und einen Teil der Mission beeinflussen“.

Fogarty stellte fest, dass die amerikanische Regierung bisher eine defensive Cyber-Politik betrieben habe. „Wir sind jetzt an dem Punkt angelangt, an dem sie mehr vom Operieren und Verteidigen übernommen haben, und wir sind an einem Punkt, an dem wir das überwachen können. Sie halten uns auf dem Laufenden, wenn sich das Verhalten (des Netzwerks) wirklich (von Minute zu Minute) ändert“, sagte Fogarty. „Dadurch können wir uns stärker auf die Integration aller Elemente der Informationsoperationen, der elektronischen Kriegsführung und – was wirklich sehr wichtig ist – aller verfügbaren kommerziellen Daten und Informationen konzentrieren.

Im neuen Hauptquartier wurde laut Fogarty ein hochmodernes und fortschrittliches Operationszentrum eingerichtet, das die Fähigkeit bietet, „die globale Informationsumgebung zu erfassen und zu verstehen, und zwar mit Konnektivität zu allen Komponentenkommandos des Heeres“.

Die Frage stellt sich nun, was diese neue offensive Ausrichtung anlässlich der Sanktionsdrohung aus den Vereinigten Staaten gegen den deutschen Ostseehafen Sassnitz-Mukran wegen der Gaspipeline Nord Stream 2  für Deutschland und die hiesigen Unternehmen bedeutet.

Die Zeitschrift „Defence One“ malt jedenfalls schon ein Szenario an die Wand, nach dem das Cyber Command die Protestbewegung innerhalb der USA angreifen könnte.

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Jakob Jung

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