Windows 10: Microsoft behebt Fehler in Datei Explorer und Excel

Microsoft hat nach einer der COVID-19-Pandemie geschuldeten Pause die Bereitstellung von zusätzlichen kumulativen Updates für Windows 10 fortgesetzt. Sie stehen aktuell für Windows 10 Version 1809, 1903 und 1909 zur Verfügung. Die Entwickler beheben unter anderem Fehler im Datei Explorer und der Lupenfunktion im Zusammenhang mit der Tabellenkalkulation Excel.

Der Datei Explorer stürzte zuletzt unter Umständen ab, falls ein Ordner Bilder im RAW-Format oder andere Dateitypen enthält. Darüber hinaus ist es nach der Installation des Updates möglich, frühere Suchbegriffe aus dem Suchfeld zu löschen.

Die Lupenfunktion stellte zudem den Dienst ein, wenn sie in Excel aufgerufen wurde. Als Folge stürzte laut Microsoft auch Excel ab. Es wurden aber auch zwei Probleme mit dem IE-Modus von Edge beseitigt, die beim Öffnen von SharePoint-Dokumenten und bei der Verarbeitung von Anker-Links auftraten.

Außerdem sollen Probleme bei der Darstellung des Startmenüs in einer VDI-Umgebung der Vergangenheit angehören. Auch einige Apps im .msi-Format ließen sich zuletzt nicht installieren, allerdings nur, wenn per Gruppenrichtlinie der App-Ordner in einen Netzwerk-Ordner verschoben wurde.

Weitere Fehlerkorrekturen betreffen Microsoft Outlook, das Öffnen von neuen Fenstern auf Servern, die für eine hohe Kontrastdarstellung konfiguriert wurden und IoT-Geräte. Letztere wurden nach der Installation früherer kumulativer Updates nicht mehr aktiviert.

Darüber hinaus soll die Gesichtserkennung von Windows Hello zuverlässiger arbeiten und Microsoft Defender ATP bestimmte schädliche Code-Injection-Vorgänge besser erkennen. Ein weiterer Bug führte zuletzt dazu, dass der Familienfilter auf ARM64-Geräten nicht richtig funktionierte. Eine vollständige Liste aller Korrekturen findet sich wie immer auf der Microsoft-Website.

Den Neustart der monatlichen nicht sicherheitsrelevanten Updates für Windows 10 nutzte Microsoft auch, um generelle Änderungen einzuführen. Gab es vor der Corona-Krise bis zu zwei zusätzliche Updates mit Veröffentlichungsterminen in der dritten und vierten Kalenderwoche (C- und D-Update), beschränkt sich das Unternehmen nun auf ein C-Update in der dritten Kalenderwoche. Darüber hinaus wird dieses Update nun als „Preview“ bezeichnet. Es ist also optional – alle seine Korrekturen, Änderungen und Verbesserungen sind auch in dem Update enthalten, dass automatisch am darauffolgenden Patchday verteilt wird. Außerdem bietet Microsoft die Preview-Updates nicht über die Windows Server Update Services (WSUS) an.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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