Windows 10 2004: Microsoft bietet Workaround für Bug in Speicherplätze-Funktion an

Microsoft hat einen offiziellen Workaround veröffentlicht, der die Datensicherheitsfunktion Speicherplätze (Storage Spaces) unter Windows 10 Version 2004 wieder nutzbar macht. Nach Installation des Updates arbeitete das Feature unter Umständen nicht ordnungsgemäß und führte bei einigen Nutzern sogar zu fehlerhaften Partitionen und beschädigten Dateien.

Das Problem betrifft nur bei Nutzer, die Paritätsspeicherplätze erstellt haben. Sie sollen „Dateien durch das Beibehalten mehrerer Kopien vor Laufwerksfehlern“ schützen. Gedacht sind diese Speicherplätze für Archivierungsdaten und das Streamen von Medien.

„Mein 20TByte-Paritätsspeicherplatz wird jetzt als RAW angezeigt, keine zugänglichen Dateien“, beschrieb ein Betroffener den Bug. „Das Speicherplatz-Tool und PowerShell zeigen ihn als gesund an, er enthält Daten. Sieht so aus, als wäre die ReFS-Partition beschädigt worden, und ich muss möglicherweise Geld für Wiederherstellungssoftware und einige externe Laufwerke ausgeben, auf die ich Dateien kopieren kann, damit ich sie wiederherstellen kann.“

Eine Woche vorher habe er erstmals beschädigte Bilddateien auf dem Paritätsspeicher festgestellt. Das Windows-Festplattentool Checkdisk (chkdsk) habe jedoch keine Fehler festgestellt.

Microsoft stellt nun zwei Werkzeuge zur Verfügung: Hardware and Devices Troubleshooter und Storage-Space Troubleshooter. Ersteres soll Probleme mit Daten auf Speicherplätzen verhindern. Allerdings versetzt es die Speicherplätze in einen Lesemodus beziehungsweise verhindert weitere Schreibvorgänger. Letzteres soll weitere Datenverluste auf einem Paritätsspeicherplatz verhindern und auch Schreibrechte wiederherstellen.

Für bereits verloren gegangene Dateien hält Microsoft ebenfalls einen Workaround bereit. Hier kommt die kürzlich im Microsoft Store veröffentlicht App zur Wiederherstellung von Dateien zum Einsatz. Eine Anleitung zur Nutzung der App findet sich ebenfalls in dem Support-Artikel von Microsoft.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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