Safari 14 unterstützt FIDO, HTTP/3 und WebP – beendet Support für Adobe Flash

Die Anmeldung ohne Passwort erlaubt Safari 14 per Touch ID und Face ID. Der Browser informiert außerdem über bereits kompromittierte Anmeldedaten, sobald diese lokal gespeichert werden. Safari liest aber auch Einmalpasswörter aus SMS aus.

Apple hat weitere Details zu Safari 14 veröffentlicht, der neuen Version seines Browsers, der in iOS 14 und macOS 11 Big Sur integriert ist. Unter anderem wird Safari künftig HTTP/3 und das Bildformat WebP unterstützen, jedoch auf den Support für Adobe Flash verzichten. Außerdem zeigt das neue Release die Früchte von Apples Zusammenarbeit mit der FIDO Alliance und ermöglicht die Anmeldung im Browser ohne Passwort.

Apple Safari (Bild: Apple)HTTP/3 ist die neueste Version des HTTP-Standards. Laut W3Techs werden die meisten Websites heute über HTTP/1.2 oder HTTP/2.0 geladen. Die neue Version drei wird erst von rund 6 Prozent aller Seiten im Internet unterstützt – und von Chrome, Firefox, Edge und weiteren Browsern, mit denen Safari nun gleichzieht.

Safari ist zudem der letzte Browser, der Support für das von Google entwickelte Bildformat WebP hinzufügt. WebP ist vor allem als leichtgewichtige Alternative zum JPG-Format gedacht.

Neu ist auch, dass Nutzer auf Internetseiten Face ID und Touch ID für eine Anmeldung mit FIDO benutzen können. Die biometrischen Merkmale ersetzen dabei die Eingabe eines Passworts. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung des Authentifizierungsstandards WebAuthn.

„Apple schließt sich mit Google und Microsoft zusammen, um diese Option für Web-Logins zu ermöglichen. Verbraucher können so die in ihren Geräten eingebauten Fingerabdruckleser oder die Gesichtserkennung verwenden, um sich einfach und unkompliziert auf Internetseiten anzumelden – und zwar mit einem viel höheren Sicherheitsniveau als bei Passwörtern“, kommentierte Andrew Shikiar, CMO der FIDO Alliance, der Apple seit Anfang des Jahres angehört.

Ein weiteres Feature, dass Nutzer bereits von Chrome und Firefox kennen, sind Benachrichtigungen über geknackte Passwörter. Safari ist künftig in der Lage, die lokal gespeicherten Kennwörter mit einer Liste von geknackten Passwörtern zu vergleichen und den Nutzer im Fall einer Übereinstimmung zu warnen. Zudem wird Safari betroffene Nutzer auffordern, ihr Kennwort zu ändern.

Die Anmeldung im Browser erleichtert Safari zudem durch das Auslesen von Einmalpasswörtern, die per SMS verschickt werden. Bisher mussten Safari-Nutzer solche Code manuell in eine Website eintragen – dies übernimmt Safari künftig für sie, was unter anderem das Aushebeln einer Zwei-Faktor-Authentifizierung per SMS erschwert.

Des Weiteren erhält die Toolbar von Safari einen neuen Button. Über ihn lässt sich ein Datenschutzbericht abrufen. Er zeigt unter anderem an, wie viele Tracker Apples Tracking-Schutz auf den besuchten Websites blockiert hat. Wahrscheinlich will Apple damit Nutzern nicht nur die Möglichkeit geben, besonders neugierige Websites zu meiden, sondern auch auf den eigenen Tracking-Schutz hinweisen –

Safari 14 ist aber auch die erste Version des Apple-Browsers, die nicht mehr in der Lage ist, Adobe-Flash-Inhalte anzuzeigen. Adobe selbst stellt den Support für den Flash Player zum 31. Dezember ein.

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