iOS 13.5: Hacker kündigt Jailbreak an

In Apples Mobilbetriebssystem steckt angeblich eine Kernel-Zero-Day-Lücke. Der Jailbreak soll auf allen aktuellen iOS-Geräte funktionieren. Das Ende vergangener Woche veröffentlichte iOS 13.5 enthält die Exposure Notifications API, die Gesundheitsbehörden für ihre Corona-Apps benutzen sollen.

Das unc0ver-Team, Herausgeber des gleichnamigen Jailbreak-Tools für iOS, hat eine neue Version angekündigt, die „jede signierte iOS-Version auf jedem Gerät“ freischalten soll, wie MacRumors berichtet. Die Ankündigung bezieht sich auf das jüngste Update für Apples Mobilbetriebssystem (Version 13.5), das der iPhone-Hersteller seit 20. Mai verteilt.

iOS 13 (Bild: Apple)Der Jailbreak basiert angeblich auf einer Zero-Day-Lücke im Kernel, die der iOS-Hacker Pwn2Ownd entdeckt haben soll. Die Veröffentlichung eines Jailbreak bedeutet also immer auch, dass in iOS eine als kritische einzustufende Schwachstelle steckt, die es einem Angreifer erlauben würde, Schadcode einzuschleusen und mit erhöhten Rechten auszuführen, um die vollständige Kontrolle über ein iPhone oder iPad zu übernehmen.

Allerdings waren in den letzten Jahren nur sehr wenige Jailbreaks verfügbar, die zudem meist neuere Geräte ausschlossen. Eine Ausnahme war Checkm8, der eine Schwachstelle im Bootrom der Apple-Chipsätze A5 bis A11 ausnutzt. Außerdem gilt diese Sicherheitslücke als unpatchbar, da ein Austausch des Chipsatzes erforderlich ist, um sie zu beseitigen. Checkm8 war der erste öffentlich verfügbare Boot Rom Exploit für iOS-Geräte seit dem iPhone 4 im Jahr 2010.

Unklar ist, wann das neue unc0ver-Tool veröffentlicht wird. Auf der Website des Teams heißt es, es würden derzeit noch abschließende Stabilitätstests ausgeführt. Nutzer, die einen Jailbreak anwenden, riskieren, dass sie ihr Gerät dadurch nicht freischalten, sondern unbrauchbar machen. Schäden durch einen Jailbreak sind selbstverständlich weder durch eine Garantie, noch eine gesetzliche Gewährleistung abgedeckt.

iOS 13.5 bringt indes eine wichtige Neuerung. Das Betriebssystem enthält die gemeinsam mit Google entwickelte Exposure Notification API, die Gesundheitsbehörden in ihre Corona-Apps integrieren können. Auch die zweite wichtige Neuerung ist der COVID-19-Pandemie geschuldet: Face ID ist nun besser in der Lage, Gesichter zu erkennen, die teilweise durch einen Mund-Nasen-Schutz verdeckt sind. Neu ist aber auch eine Option zum Steuern der automatischen Hervorhebung von Videokacheln in FaceTime-Gruppenanrufen.

Darüber hinaus enthält iOS 13.5 nicht näher genannte Sicherheitspatches. Es sieht so aus, als sei darunter ein Fix für eine besonders schwerwiegende Anfälligkeit, denn für iOS 12 steht ein außerplanmäßiges Update auf die Version 12.4.7 zur Verfügung. Es bringt den Versionshinweisen zufolge „wichtige Sicherheitsupdates und ist empfohlen für alle Nutzer“. Mit Stand Ende Januar lief iOS 12 noch auf 23 Prozent aller iPhones und 27 Prozent aller iPads – in den vergangenen vier Monaten dürfte sich dieser Anteil jedoch verringert haben.

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