Forscher entdecken 813 schädliche Android-Apps im Play Store

Es handelt sich um sogenannte Creep wäre, die Nutzer ausspäht und belästigt. Creepware verfügt in der Regel über weniger Funktionen als Spyware. Die Forscher setzen auf einen selbst entwickelten Algorithmus, der die möglicherweise schädlichen Funktionen wie Datendiebstahl und Spoofing bewertet.

Forscher haben eine neue Technik entwickelt, um sogenannte Creepware-Apps im Google Play Store aufzuspüren. Allein im vergangenen Jahr fanden sie 813 dieser Apps, die auch umgehend aus dem Online-Marktplatz entfernt wurden.

Android-Malware (Bild: Fraunhofer SIT)Als Creepware werden Apps bezeichnet, die über weniger Funktionen als Spyware oder Stalkerware verfügen. Sie sind dennoch in der Lage, Nutzer direkt oder indirekt zu belästigen oder zu bedrohen.

Entwickelt wurde der sogenannte CreepRank Algorithmus von Forschern der New York University, von Cornell Tech und NortonLifeLock. Ihre Ergebnisse präsentierten sie in der vergangenen Woche in einer Studie mit dem Titel „The Many Kinds of Creepware used for Interpersonal Attacks“.

Der Algorithmus ist demnach in der Lage, Creepware-artiges Verhalten festzustellen und jede App mit einem Score zu versehen. Je nach Funktion erhalten die Apps unterschiedliche Bewertungen. So wird beispielsweise zwischen Apps unterschieden, die SMS auslesen können oder die die Identität anderer Nutzer in IM- und SMS-Chats annehmen. Creepware kann aber auch Denial-of-Service-Angriffe mit SMS-Bomben ausführen, andere Apps verstecken, den Zugang zu anderen Apps kontrollieren und den Standort eines Nutzers erfassen. Per Definition beschränken sich Creepware-Apps auf eine dieser Funktionen, was sie eben von Spyware oder Stalking-Apps unterscheidet.

Die Studie basiert auf der Analyse der Apps von mehr als 50 Millionen Android-Smartphones. Die Daten stammen von Smartphones, auf denen die Sicherheitslösung Norton Mobile Security installiert ist. Von den 1000 Apps mit dem höchsten Score stuften die Forscher 857 als Creepware ein, weil dort die schädlichen Funktionen einen zentrale Rolle spielen. Unter anderem fanden die Forscher 114 Spoofing-Apps, 80 Apps, die Nutzer belästigen (inklusive SMS-Bomben) und 63 Apps mit Hacking-Anleitungen.

In den Jahren 2017, 2018 und 2019 zusammen spürte der Algorithmus sogar 1095 Apps auf, die für mehr als eine Million Installationen verantwortlich waren. Von diesen 1095 Apps entfernte Google 813 wegen Verstößen gegen die Play-Store-Richtlinien aus dem Angebot.

Nutzer, die prüfen wollen, ob auf ihrem Android-Gerät eine Creepware installiert ist, können zu Norton Mobile Security greifen. Die App implantiert den CreepRank-Algorithmus und erkennt Überwachungs-Apps.

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