US-Regierung verhandelt mit Intel und TSMC über neue Chipfabriken in den USA

Es geht um die Reduzierung der Abhängigkeit von der asiatischen Lieferkette. Neue Standorte in den USA bieten beiden Unternehmen aber auch neue Möglichkeiten. Dazu zählt eine Zusammenarbeit mit dem US-Militär.

Die US-Regierung verhandelt offenbar mit Intel und TSMC über Möglichkeiten, deren Chip-Produktion von Asien in die USA zu verlagern. Zu dem Zweck sollen neue Chip-Fabriken in den Vereinigten Staaten gebaut werden. Wie die Associated Press berichtet, hat Intel Gespräche mit dem Verteidigungsministerium bestätigt, bei denen es um einen möglichen neuen Fertigungsstandort in den USA geht.

Intel zehnte Core-Generation (Bild: Intel)Ausgelöst wurde die Initiative demnach durch die COVID-19-Pandemie. Sie zeigt, wie abhängig die Vereinigten Staaten von der weltweiten Lieferkette sind – insbesondere von asiatischen Unternehmen, wenn es um die für moderne elektronische Geräte benötigten Prozessortechnologien geht.

Intel unterhält in den USA bereits mehrere Standorte, unter anderem in Santa Clara und San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien sowie in New York. Dort werden allerdings nicht nur Chips hergestellt, sondern auch getestet und entwickelt. Andere Standorte von Intel finden sich in China, Malaysia und Vietnam.

Laut Wall Street Journal redet auch TSMC mit der US-Regierung über mögliche Fabriken in den USA. Das taiwanische Unternehmen fertigt ausschließlich für andere Hersteller, darunter Apple und Huawei. Angeblich soll Huawei jedoch zuletzt seine Aufträge reduziert haben. Die frei gewordenen Produktionskapazitäten gingen lokalen Medien zufolge an Apple, wahrscheinlich für die Produktion von Chips für die kommende iPhone-Generation.

Ein TSMC-Sprecher erklärte, das Unternehmen prüfe aktiv die Möglichkeiten für den Bau neuer Fabriken. Die Pläne seien allerdings noch nicht konkret.

Unternehmen wie Intel fertigen vor allem aus Kostengründen in Asien. Eine Verlagerung der Produktion von China oder auch Taiwan in die USA würde jedoch neue Optionen für eine Zusammenarbeit mit dem US-Militär schaffen, beispielsweise für die Entwicklung neuer Technologien für den militärischen Einsatz.

Andererseits schafft die Corona-Pandemie derzeit keine idealen Bedingungen für Großprojekte wie den Bau neuer Chipfabriken in den USA. Hinzu kommt das wirtschaftliche Risiko durch die derzeit noch nicht absehbaren Folgen der Pandemie für die Chip-Nachfrage. Hier könnte die US-Regierung jedoch mit Steueranreizen gegensteuern.

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