COVID-19 und Lockdown-Maßnahmen: Kritik unerwünscht

Die Kritik an den Lockdown-Maßnahmen im Land nimmt zu. Statt sich mit den Kritikern inhaltlich auseinanderzusetzen, werden diese von den Medien diffamiert. Im Sinne einer demokratischen Diskussionskultur sollten wir wieder lernen, die Meinung des Gegenübers zu respektieren und in einem Wettstreit der Ideen, die beste Lösung für die gegenwärtige Krise suchen.

Kommentar

„Einsicht in einen politischen Sachverhalt heißt nichts anderes, als die größtmögliche Übersicht über die möglichen Standorte und Standpunkte, aus denen der Sachverhalt gesehen und von denen her er beurteilt werden kann, zu gewinnen und präsent zu haben.“

— Hannah Arendt, Was ist Politik? Fragmente aus dem Nachlass [1950-1959]. Hg.: Ursula Ludz, Piper, München 1993, S. 97

Am Wochenende haben in zahlreichen deutschen Städten Tausende Menschen gegen die von der Regierung beschlossenen Lockdown-Maßnahmen demonstriert. Diese seien angesichts der gegenwärtigen Lage unverhältnismäßig. Bei derzeit noch knapp 20.000 aktiv mit dem Coronavirus infizierten Menschen stünden die Lockdown-Maßnahmen, die die Wirtschaft enorm schädigten und zum Verlust von Arbeitsplätzen und persönlicher Freiheitsrechte führten in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Protest gegen Lockdown-Maßnahmen: Rechtfertigen knapp 20.000 Infizierte die Lockdown-Maßnahmen und der damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden (Quelle: worldometers.com)Protest gegen Lockdown-Maßnahmen: Rechtfertigen knapp 20.000 Infizierte die Lockdown-Maßnahmen und der damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden? (Quelle: worldometers.info)

Schaut man auf die Berichterstattung in den gängigen Medien, stellt man schnell fest, dass die zahlreichen Artikel leider nicht im Sinne des obigen Zitats von Hannah Arendt geschrieben wurden. Statt sich mit den Positionen der Demonstranten auseinanderzusetzen, werden die Teilnehmer an den Protestveranstaltungen diffamiert. Die FAZ berichtet gleich in drei Artikeln über die Demos: „Covidioten sind unter uns“, „Demonstration der Unvernunft“ und „Brett vor dem Kopf gehört nicht zu den Grundrechten“. Die ZEIT titelt „Sie wollen sich anstecken dürfen“, die Süddeutsche mit „Protest in München: Ohne Masken, ohne Abstand“ und „Der Volksverpetzer“, der 2020 laut Wikipedia als „Blogger*in des Jahres 2019“ mit dem Goldenen Blogger ausgezeichnet wurde, meint „So sehr sind die Corona-Demos von Rechtsextremisten & Neonazis unterwandert“.

Oft werden die Demonstranten in diesen Artikeln als Aluhüte, Linke, Rechte, verirrte Liberale, Antifa, Faschisten, Esoteriker, Impfgegner oder Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Kritisiert wird außerdem, dass sich die Protestler ihre Informationen aus Chat-Gruppen oder Youtube-Kanälen beziehen.

Ein Blick auf die zahlreichen Videos von den Demos vermittelt hingegen ein ganz anderes Bild. In München kommen im Youtube-Kanal Kameratoms ganz gewöhnliche Menschen zu Wort, die eindrucksvoll über ihre Beweggründe zur Teilnahme an der Demonstration berichten.

Und in Stuttgart tritt als Hauptredner der Direktor des Instituts für öffentlichen Finanzen der Universität Hannover, Prof. Dr. Homburg, auf und spricht über „einen Wissenschafts-, Medien- und Politikskandal, wie ich ihn mir nie hätte träumen lassen“.

Lockdown-Maßnahmen „alternativlos“

Kritik an den Regierungsmaßnahmen findet sich in klassischen Medien derzeit so gut wie kaum. Diese betrachten die Maßnahmen im Sinne von Kanzlerin Merkel als „alternativlos“. Doch ist das so? Gibt es wirklich keine Alternative als die Wirtschaft wegen aktuell knapp 20.000 Infizierte und einer normal verlaufenden Gesamtsterblichkeit herunterzufahren und den Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen in Kauf zu nehmen? Basieren die Forderungen der Demonstranten auf Verschwörungstheorien?

Sterbefallzahlen: 2016 - 2020 bis KW31 Stand: <a href="https://bit.ly/3eRzBiK" rel="noopener noreferrer" target="_blank">28. August 2020</a>, am 3.7.2020 aktualisiert (Grafik: Statistisches Bundesamt, ZDNet.de)Sterbefallzahlen: 2016 – 2020 bis KW31 Stand: 28. August 2020, am 3.7.2020 aktualisiert (Grafik: Statistisches Bundesamt, ZDNet.de)

Aus „Was gesund ist, bestimmt Bill Gates“ wird „Das Dilemma der WHO“

Von den Demonstranten wird auch kritisiert, dass sich die Politik von Milliardären wie Bill Gates beeinflussen lasse. Der Microsoft Gründer würde mit seiner Stiftung Bill & Melinda Gates Aktien von Pharmafirmen halten und im Fall einer Corona-Impfpflicht erheblich profitieren.

Deutschlandfunk-Kultur: Der 2018 im Deutschlandfunk erschienene Beitrag „Was gesund ist, bestimmt Bill Gates“ heisst nun „Das Dilemma der WHO„ (Screenshot: ZDNet.de)Was gesund ist, bestimmt Bill Gates“ heißt nun „Das Dilemma der WHO“ (Screenshot: ZDNet.de)

Spiegel Online erhält 2,5 Millionen Dollar von Gates-Stiftung

Von den klassischen Medien wird die Stiftung häufig in Schutz genommen, was sich schon an der Anzahl der kürzlich erschienen Artikel ablesen lässt. Aber auch daran, dass Artikel bisweilen umgetitelt werden, um die Kritik an Bill Gates und seiner Stiftung abzumildern. Der 2017 im Deutschlandfunk erschienene Beitrag „Was gesund ist, bestimmt Bill Gates“ heißt nun „Das Dilemma der WHO“.

Die „neuartige“ Einstellung zu Bill Gates könnte auch durch Spenden an Medienhäuser beflügelt worden sein. So hat beispielsweise „Spiegel Online“ 2018 über 2,5 Millionen Dollar von der Gates-Stiftung erhalten. Die ZEIT durfte sich 2019 über knapp 300.000 Dollar freuen. Stärken diese Spenden die Unabhängigkeit der Berichterstattung?

Spenden der Gates-Stiftung in Deutschland (Quelle: Bill & Melinda Gates Foundation)Spenden der Gates-Stiftung in Deutschland (Quelle: Bill & Melinda Gates Foundation)

Gates spendet auch an Berliner Charité und Robert Koch Institut

Auch die Berliner Charité, an der Regierungsberater Christian Drosten beschäftigt ist, hat Spenden von Gates erhalten. Knapp 250.000 Dollar wurden im März 2020 für die Erforschung des Coronavirus überwiesen. Im Dezember erhielt das Klinikum 86.181 Dollar. Das Robert Koch Institut, das die Regierung maßgeblich in der Coronakrise berät, erhielt im November 2019 von Gates 253.000 Dollar.

Kritik am Lockdown von internationalen Experten

Auch anerkannte Mediziner wie der Epidemiologe Dr. John Ioannidis von der Stanford-Universität erklärt in einem Interview mit CNN, dass COVID-19 eine „verbreitete und milde Erkrankung“ sei, die für die Allgemeinbevölkerung gleich gefährlich oder sogar weniger gefährlich als die Influenza (Grippe) sei. Zu schützen seien insbesondere Patienten in Pflegeheimen und Krankenhäusern. John Ioannidis ist nicht irgendwer. Er zählt zu den weltweit meistzitierten Wissenschaftlern.

Kritik am Lockdown aus dem Innenministerium

Dr. Gunter Frank, niedergelassener Allgemeinarzt in Heidelberg und Dozent an der Business School St. Gallen, berichtet von einem Whistleblower aus dem deutschen Innenministerium, der in Zusammenarbeit mit zahlreichen Wissenschaftlern einen 200-seitigen Bericht zu den von der Regierung beschlossenen Lockdown-Maßnahmen verfasst hat. Frank fasst den Bericht wie folgt zusammen: „Der Schaden wird, rein medizinisch betrachtet, viel höher sein, als ihn Corona je hätte verursachen können. Damit zusammen hängen natürlich auch die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Schäden. Alles bedingt sich gegenseitig, aber in diesem Papier ging es vor allem um die medizinische Seite, wie beispielsweise die 2,5 Millionen in den Corona-Monaten nicht durchgeführten Operationen, Weiterbehandlungen, Früherkennungen oder Pflegeeinschränkungen.“

Der Mann beweise, „dass unser Regierungsapparat das Land kopflos in die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt hat. Das muss dringend aufgearbeitet werden. Wir müssen uns wieder in Erinnerung rufen, dass fachlich kompetente Kritik gegenüber Regierungspolitik eine elementar wichtige Rolle für das Funktionieren unseres demokratischen Rechtsstaats besitzt. Werden ehrenwerte und renommierte Kritiker mit überheblicher Geste aus der öffentlichen Debatte ausgegrenzt, und stellt man sie an den öffentlichen Pranger, um sie etwa als „Corona-Leugner“ zu diffamieren, dann schwächt man die Fähigkeit unserer Gesellschaft, für große Herausforderungen adäquate Lösungen zu finden“.

Laut Spiegel wurde der Mitarbeiter des Innenministeriums inzwischen von seinen Pflichten entbunden.

Fazit: Kritik am Lockdown

Wie man anhand dieser Zusammenstellung leicht erkennen kann, stützt sich die Kritik am Lockdown nicht auf in irgendwelchen Chatgruppen und Youtube-Kanälen veröffentlichten unseriösen Informationen. Wenn internationale Wissenschaftler, Professoren deutscher Unis und zahlreiche rechtschaffene Bürger gegen den von der Regierung beschlossenen Lockdown demonstrieren, sind das eben keine Verschwörungstheoretiker oder Leute mit einem Brett vor dem Kopf.

Aber es ist natürlich viel einfacher, unbequeme Meinungen mit Diffamierungskampagnen zu unterdrücken, anstatt sich mit der vorgebrachten Kritik inhaltlich auseinanderzusetzen.

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Update 4.8.

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61 Kommentare zu COVID-19 und Lockdown-Maßnahmen: Kritik unerwünscht

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  • Am 11. Mai 2020 um 21:27 von Ronald Arnold

    Die Faktenlage bzgl. Covid 19 ist nun mal leider anders als dargestellt:
    * das Corona-Virus ist per Tröpfchen-Infektion (Aerosol) extrem gut übertragbar (s.
    Ausbrüche in der diversen Wurstfabriken mit insuffizienten Hygienemassnahmen wie
    „social distancing“ mit Hunderten Infizierten innerhalb kurzer Zeit usw. ).
    * die Inkubationzeit beträgt ca. 7-8 Tage, so dass symptomlose Infizierte in dieser
    Phase das Virus unbeabsichtigt übertragen (können), Stichwort „Superspreader“
    * die durch Covid-19 verursachte virale Lungenentzündung wird begleitet durch eine
    eine Vielzahl anderer Schäden an inneren Organe und Blutgefäßen (Thrombosen)
    * Ohne „surveillance and containment“ droht eine Überlastung (evtl. Schliessung)
    der medizinischen Versorgungseinrichtungen, so dass dann eine zeitnahe Behandlung
    kritischer Notfälle erschwert würde (s. Frankreich, Italien, Spanien, New York usw.)
    mit signifikant überhöhter Sterblichkeit (Übersterblichkeit)

    In jedem Fall sollten und müssen diskursiv die ökonomischen, gesellschaftlichen und psychologischen Auswirkungen und Folgen dieser Pandemie inkl. der Eindämmungs massnahmen in der Öffentlichkeit behandelt werden.

    • Am 12. Mai 2020 um 10:10 von Fred Münster

      „Was ist Wahrheit?“ Zitat von Pontius Pilatus
      … und lässt sich die Wahrheit kaufen, wenn es Sie denn geben sollte? – Die Fakten des Artikels rütteln zumindest ein wenig an der Einfachkeit der neutralen Berichtserstattung.

      Welcher Faktenlage will ich glauben?
      Kann ich es glauben, das namhafte Wissenschaftler sich jetzt selbst disqualifizieren, indem Sie faktenlos ihre Meinung äußern? Mir persönlich fällt das schwer. Ziemlich sicher gründet die Meinung der im Bericht erwähnten Wissenschaftler auch auf Fakten.

      Noch was zum mitdenken:
      Ich zähle jetzt auch nicht mehr zu den Jüngsten und was ich bisher in der Politik beobachten konnte war, dass die Wirtschaft immer höchste Priorität hatte. Plötzlich wird die ganze Wirtschaft heruntergefahren, und das wegen etwas, was dem Problem der Überalteung (Rente, etc.) entgegenwirken würde.
      Ich finde das merkwürdig!

      Noch etwas bezüglich COVID 19:
      Infiziert ist nicht gleich krank. Die meißten Infizierten merken vermutlich nicht mal, dass Sie infiziert wurden. Manche bekommen vieleicht Grippe-Symptome, wenige werden ernsthaft krank und manche sterben sogar als COVID 19-Erkrankte (wenn auch bei vielen davon wegen Vorerkrankungen und geschwächter Abwehr das COVID 19 nur noch das fehlende i-Tüpfelchen war). Vermutlich wären viele der COVID 19 -Toten auch an einer normalen Grippe verstorben. Meine Frau arbeitet auf einer Intensivstation und man hat wegen COVID 19 andere Bereiche runtergefahren und auf der Intensivstation entsprechend Beatmungsplätze und Fachräften nachgerüstet. Der große COVID 19-Ansturm ist nie gekommen. Durchaus vorstellbar, dass die Corona-Schutzmaßnahmen dazu beigetragen haben. Aber selbst wenn es zu einem größeren Andrang gekommen wäre. Im der Vor-Corona-Zeit sind die zwei Intensivstationen, auf der meine Frau bisher gearbeitet hat, auch nicht mit großer Überkapazität gefahren. Wenn der Ansturm zu groß war, musste auch dann schon entschieden werden, für wen der freie Platz am sinnvollsten ist.

      Und zum Schluß noch ein Zitat von Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach:
      „Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es uns beliebt.“

    • Am 12. Mai 2020 um 13:38 von GaTho

      Also ich finde die Fakten im Artikel sehr plausibel und die beschriebenen Sanktionen gegen Kritiker entsprechen auch meiner Wahrnehmung in den Medien. Kritiker werden mundtot gemacht, indem man sie als Wirrköpfe, Aluhut-Träger oder Nazis difamiert, ohne sich mit den eigentlichen Argumenten zu beschäftigen. Kritische Artikel (auch von anerkanntn Ärzten und Journalisten) werden einfach aus den Medien gelöscht oder muss man hier nicht eigentlich schon sagen zensiert ? Ich finde so ein Vorgehen einer Demokratie unwürdig und beschämend !
      Ich vermisse eine sachliche und neutrale Diskussion und Berichterstattung. Insbedondere von den öffentlich-rechtlichen Medien hätte ich hier mehr erwartet.

      Zu der Faktenlage…
      Es wäre Dummheit einen Virus wie Corona zu leugnen oder die teilweise auch dramatisch verlaufenden Krankheitsbilder von Covid 19 zu verharmlosen. Aber die Frage, die im Artikel sehr richtig im Raum steht ist, ob die ergriffenen Maßnahmen wirklich gerechtfertigt sind.
      Hier bitte mal die Kurve Active Cases in Germany anschauen und daraus ablesen welchen Effekt die Einführung der Maskenpflicht am 27.04. gebracht hat… also ich kann da keinen Effekt sehen. Die Frage ist also legitim und muss auch gestellt werden dürfen, ob diese Maßnahme (zu diesem Zeitpunkt) noch gerechtfertigt war.

      Ob die oft prophezeite Überlastung in Deutschland stattfinden wird/würde ist und bleibt momentan eine Spekulation, weil uns hierfür sämtliche Fakten fehlen. Getestet werden momentan nur Menschen mit Symptomen. Wir wissen nicht wie groß die Dunkelziffer der Infizierten ohne Symptome ist und wir wissen schon gar nicht inwieweit eine Durchseuchung bereits stattgefunden hat, weil hierzu keine belastbaren Zahlen vorliegen.

      Aber wir wissen, dass wir hier die Wirtschaft eines blühenden Landes vor die Wand fahren, Millionen von Klein- und Mittelständischen Unternehmen in den finanziellen Ruin treiben und nicht zuletzt mit den Schutzmaßnahmen an anderer Stelle Kollateralschäden verursachen, die wir in ihrer vollen Tragweite jetzt noch nicht vollständig abschätzen können.

      Die Diskussion darüber muss zugelassen werden und sie muss dringend geführt werden. Und genau für diese Rechte demeonstriere ich Samstags mit den anderen Wirrköpfen und Aluhut-Trägern.

  • Am 12. Mai 2020 um 6:29 von Frank Furter

    Ein kleiner Beitrag zur Versachlichung.

    Was hier, wie auch an anderen Stellen gefährlich vermischt wird, sind Meinungen und wissenschaftliche Erkenntnisse, ergänzt durch das Unverständnis für wissenschaftlichen Fortschritt.

    Nur ein Beispiel von vielen ähnlichen:
    „Erst heißt es, die Masken schützen nicht, jetzt wird die Maske vorgeschrieben“
    Der schinbare Widerspruch liegt darin, dass die Maske einen selbst nicht vor der Infektion schützt, aber dass (noch) symptomfreie Infizierte, die Infektionsgefahr für andere verringern (nicht unmöglich machen), wenn sie eine Maske tragen.

    Auch wenn die Art des Virus schon bekannt ist, ist der Covid-19-Virus neu. Die Erkenntnisse über den Virus, Infektionswege, Symptome und Verlauf sind noch lange nicht geklärt und bis in alle Ewigkeit festgeschrieben.
    Die Ergebnisse von Forschungsarbeiten werden auch durch andere Wissenschaftlern überprüft und ergänzt, oder aber sogar als falsch bewiesen.
    Immer mehr Erkenntnisse führen aber dazu, dass sich die Aussagen zu und über die Pandemie und deren Verlauf ändern, bzw. das es Phasen gibt, in denen sogar sich widersprechende Ergebnisse existieren.

    Da es in der Natur des Menschen liegt, nach Sicherheit zu streben, und für viele „die Wissenschaft“ alles einfach und eindeutig erklären können muss, ist es für einige schwierig nachzuvollziehen, warum die die Wissenschaftler erst „hüh“ und dann „hott“ sagen, aber so läuft das mit wissenschaftlichem Fortschritt.

    In unserer Branche gibt es dafür ein aktuelles Beispiel: Der Quantencomputer.
    Wer von uns weiß wirklich, wie und auf welchen Grundlagen der funktioniert …
    Na, wer erklärt das in 5 Sätzen so, dass es die normalen Bürger auf der Straße verstehen?

    ;)

    • Am 13. Mai 2020 um 6:40 von Stefan Klemm

      Zur Maskenpflicht: Es schützt einen anderen, wenn der Träger der Maske krank ist. Bei deutschlandweit 14.000 aktuell Erkrankten sollten diese Masken tragen, nicht aber die 80 Mio. gesunden Menschen. Da stimmt das Verhältnis nicht.

      Ein gesunder Mensch steckt keinen anderen an, mit und ohne Maske!

      • Am 14. Mai 2020 um 14:40 von Tomber

        Und woher will der „Gesunde“ wissen das er wirklich gesund ist bei 7 Tagen Inkubationszeit und oft ausbleibenden Symptomen sowie der höchsten Viruslast am Tag vor den evtl. Symptomen? Man kann es nicht wissen ob man gesund ist..genau DAS erfordert den Schutz der anderen.. So ne Maske hilft übrigens auch super gegen Grippeviren Übertragung..

        • Am 17. Mai 2020 um 11:02 von Louis F. v. Wunsch-Rolshoven

          Auch beim Maskentragen muss man Aufwand und Erfolg miteinander vergleichen. Vielleicht etwa 60 Millionen Bundesbürgerinnen (ohne kleine Kinder, Bettlägerige…) müssen seit 27.4. Masken in Geschäften usw. tragen. Eine Verminderung der Zahl der Neu-Erkrankungen hätte ab etwa vier bis acht Tage später auftreten müssen, etwa 1. bis 5. Mai; auf experience.arcgis.com rechts unten (Reiter „Fälle/Tag (Erkrankung)“ ist aber kein solcher Effekt zu erkennen. Viel Lärm um Nichts, heißt ein Schauspiel von Shakespeare…

          Im übrigen: Bei nach Schätzungen vielleicht 14.000 aktuell Erkrankten und vielleicht zehn Mal so viel unbekannten Erkrankten können wir davon ausgehen, dass die Zahl der augenblicklich ansteckenden Personen, die das _nicht_ wissen und keine Befürchtung insofern haben (Fall im Bekanntenkreis), eher unter 100.000 liegt (tatsächlich gehe ich von deutlich weniger aus). 600 Mal so viele Personen müssen sich mit dem Maskenthema beschäftigen…

          Ergänzend schützen Masken die anderen Personen im Laden, bei denen davon auszugehen ist, dass es sich nur ganz selten um wirkliche Risikogruppen handelt (diese Leute haben das jetzt mitgekriegt und lassen jemand anders für sie einkaufen); falls also tatsächlich ohne Maske eine Infektion stattfinden sollte, trifft diese eher jemanden, der für die Kapazität der Intensivbetten praktisch unerheblich ist. Ich halte insgesamt die Maskenpflicht für nicht verhältnismäßig und daher grundgesetzwidrig.

          Zur Behauptung, eine Maske schütze die anderen: Das ist auch so ein Gerücht. Die Wahrheit lautet: Kommt drauf an. Ich nutze eine FFP3-Maske mit Ventil zum leichteren Ausatmen; die schützt vor allem mich; andere nur dadurch, dass der Strom des Ausatmens nach unten geleitet wird, nicht nach vorne. Sowas nutzen Ärzte. Es ist ja sinnvoll, dass Ärzte geschützt werden, die den ganzen Tag mit Patienten zu tun haben, oder? Man will doch weder, dass sie krank werden, noch, dass sie andere anstecken, oder?

          Natürlich gehe ich davon aus, dass sogar selbstgenähte Masken, wenn sie geschickt gemacht sind, auch den Träger schützen. Dazu gibt es ja auch Untersuchungen: „Testing the Efficacy of Homemade Masks: Would They Protect in an Influenza Pandemic?„, 2013, Oder auch „Aerosol Filtration Efficiency of Common Fabrics Used in Respiratory Cloth Masks„, April 2020, Auf die Verwendung von Kaffeefilterpapier und Staubsaugerfiltern sei hingewiesen.

  • Am 12. Mai 2020 um 7:51 von Stefan Klemm

    Ein sehr guter, objektiver Bericht. Weiter so.

  • Am 12. Mai 2020 um 8:32 von stefan

    Mir stellen sich hier ganz andere Fragen. Beispielsweise, warum wir bisher bei einer Grippewelle Tausende Tote in Deutschland einfach mit einem Schulterzucken in Kauf genommen haben. Oder, was wären wir bereit gewesen, auf uns zu nehmen, um eine Naturkatastrophe wie den Tsunami 2004 zu verhindern? Oder die Anschläge vom 11. September 2001? Wie hätten wir entschieden, wenn man uns vor die Wahl gestellt hätte: Entweder ihr bleibt für mehrere Wochen mit dem Arsch zuhause, hortet Klopapier und Nudeln und tragt beim Einkaufen Masken oder in Asien sterben Weihnachten über 200.000 Menschen?

    Beim Corona-Ausbruch wurde eine klare Entscheidung getroffen, zumindest hierzulande: Wir tun alles, um die Zahl der Toten so gering zu halten wie möglich. Ich stehe hinter dieser Entscheidung und hoffe, dass wir künftig öfter das Leben über wirtschaftliche Interessen und persönliche Freiheiten stellen. Und wenn dafür die Medien vielleicht nicht immer alle Fragen nach den rechtlichen Grundlagen für die verhängten Einschränkungen gestellt haben, damit die ewig unzufriedenen Egoisten etwas länger still halten, dann kann ich auch damit leben. Aufregen sollte man sich lieber über lügende und manipulierende Regierungen in den USA, Groß Britannien, Ungarn, Polen und Brasilien – uns hier in Deutschland scheint es weiterhin viel zu gut zu gehen, dass wir Zeit haben, uns mit Dingen wie einer möglichen Verantwortung von Bill Gates für die Corona-Pandemie zu beschäftigen.

    • Am 12. Mai 2020 um 11:20 von Frank Furter

      Sehr geehrter „stefan“,

      zu zwei der im ersten Absatz Ihres Beitrags gestellten Fragen:

      Der Unterschied zu einer „normalen“ Grippewelle und warum wir uns scheinbar daran gewöhnt haben, dass es mehrere Tausend Tote gibt liegt darin, dass es
      – in der Bevölkerung schon Immunisierte gibt
      – wirksame Impfungen gibt
      – wirksame Medikamente gibt
      – Infektionswege bekannt sind
      All dies ist bei der Covid-19 Pandemie nicht der Fall. Und was noch schlimmer ist, die Pandemie ist nicht vorbei, wir stehen erst am Anfang der Entwicklung.

      Die Tsunamis konnten wir Menschen nicht beeinflussen oder gar verhindern. Die Plattentektonik interessiert es nämlich einen feuchten Schmutz, wer oder was auf den Platten kreucht und fleucht. ;)

      • Am 12. Mai 2020 um 15:08 von Make Sense

        Lieber Frank
        Bisher bin ich davon ausgegangen, dass es für Virenerkrankungen KEINE wirksamen Medikamente gibt. Alle Behandlungen zielten darauf ab, die Begleiterscheinungen zu mildern – nicht etwa die Ursache zu bekämpfen. Sogar bei HIV – das mit Milliardenmitteln und über 30 Jahren Zeit „beforscht“ wurde – ist kein wirksames Mittel bekannt geworden, zumindest bis letzte Woche. Offensichtlich hat sich da was grundsätzliches geändert. Ich hätte gern gewusst wo Du die gesicherten Informationen über wirksame Medikamente gefunden hast.

  • Am 12. Mai 2020 um 9:10 von Frank Furter

    Der Trugschluss steht am Anfang des Artikels!

    Zitat:
    „Einsicht in einen politischen Sachverhalt heißt nichts anderes, als die größtmögliche Übersicht über die möglichen Standorte und Standpunkte, aus denen der Sachverhalt gesehen und von denen her er beurteilt werden kann, zu gewinnen und präsent zu haben.“
    Diesen Trugschluss, diese wichtigen und richtigen Worte auf die Maßnahmen anzuwenden, begehen leider viele Kritiker der Einschränkungen.
    Es handelt sich bei der Covid-19 Pandemie und den Maßnahmen, die Ausbreitung der Seuche zu verlangsamen, nämlich NICHT um „einen politischen Sachverhalt“.

    Wer für grenzenlose Offenheit ist, müsste mit der gleichen Logik sein Haus oder seine Wohnung immer offen lassen und fordern, das Schlösser verboten werden.

  • Am 12. Mai 2020 um 10:17 von Thomas Müller

    Zitat: Guten Morgen,

    Verschwörungstheorien haben in Zeiten der Corona-Pandemie Hochkonjunktur. Was hat es mit diesen Theorien über vermeintlich geheime Machenschaften auf sich und was kann dagegen unternommen werden?

    💡 Verschwörungstheorien (VT)…

    – zeichnen sich durch drei Eigenschaften aus:
    1. Nichts geschieht durch Zufall.
    2. Nichts ist so, wie es scheint.
    3. Alles ist miteinander verbunden.

    – sind monokausal: Historische Ereignisse oder soziale Phänomene werden vereinfacht dargestellt, Fakten, die nicht ins jeweilige Weltbild passen, unterschlagen. Verschwörungstheoretiker/-innen begründen komplexes Weltgeschehen oft mit dem „geheimen Plan“ einer spezifischen Gruppe oder Institution.

    ➡️ Dadurch werden pluralistische Denkweisen angezweifelt und bekämpft, was einen idealen Nährboden für radikale und extremistische Anschauungen bieten kann.

    🤔 Warum werden VT immer populärer?

    – Der Wunsch nach klaren Antworten und Sinnstiftung ist gerade in Krisenzeiten groß. VT sind im Internet überall verfügbar. Auch durch selbst gemachte Bücher, Broschüren oder Videos bekommen sie mehr Sichtbarkeit.

    – Die Inhalte sind oft spannend und anschaulich erzählt und dadurch leichter zu konsumieren.

    – Es findet eine gegenseitige Bestärkung und Netzwerkbildung statt, wodurch der Verschwörungsglaube gefestigt wird.

    ✅Tipps zum Umgang

    – Erstmal misstrauisch werden, wenn es zu einfache Erklärungen für komplexe Ereignisse gibt.

    – Einordnen, ob Aussagen, Bilder oder Videos möglicherweise aus dem Zusammenhang gerissen wurden.

    – Informationen nicht nur auf sozialen Netzwerken sondern auch auf vertrauenswürdigen Webseiten gegenchecken.

    In der bpb #Politikstunde erklärt der Amerikanist Michael Butter, warum so viele Menschen an Verschwörungstheorien glauben: https://kurz.bpb.de/dtdp656

    Viele Grüße
    Deine bpb Online-Redaktion

    Quelle: https://www.bpb.de

    • Am 16. September 2020 um 0:11 von Hans-Hasso Stamer

      Nun, das ist ein Streit um Begriffe. Ob man das nun Verschwörung nennt oder das gemeinsame Interesse der herrschenden Schicht, ist letztendlich egal. So hat sich zum Beispiel unsere herrschende Schicht vorgenommen, aus einem monoethnischen Staat einen multiethnischen Staat zu machen. Der Verfassungsschutz hat den pol. Widerstand gegen diese Diversität als illegitimen Rechtsextremismus bezeichnet, der im Widerspruch zum Art. 1 GG (Menschenwürdig) stehe.

      Fakt ist: Die Risiken und Nebenwirkungen dieser gewollten und eben nicht zufälligen Transformation hat die Bevölkerung zu tragen. Dies kann man für undemokratisch halten. Selbstverständlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Grenzöffnung und Migration. Insofern ist Ihre Ausführung zwar gut strukturiert, trifft aber nicht auf alle Sachverhalte zu.

  • Am 12. Mai 2020 um 11:48 von Ronald Arnold

    Die Anzahl der Toten zu minimieren ist eines der Ziele, noch wesentlicher im Sinne von „public health“ ist der Schutz des (sehr effizienten) Gesundsheitssystem. Fallbeispiel: stellen sie sich vor sie haben Covid-19 infizierte Pflegekräfte und/oder Ärzte in einer Neonatologie- oder Kardiologieabteilung. Zur Unterbrechung der Infektionsketten müssten im worst-case Szenario diese Abteilungen komplett schliessen. Die Konsequenzen für die Bevölkerung ist da wohl ziemlich evident: die med. Versorgung verschlechtert sich dramatisch bis hin zum Totalausfall. „surveillance and containment“ ist derzeit die einzige wirksame Strategie um die Anzahl der Toten zu minimieren UND das Gesundheitssystem zu schützen.

    • Am 28. August 2020 um 14:01 von Willi

      Sterblichkeitrate: Haben wir nun, über alles, eine Übersterblichkeit? – oder eine Untersterblichkeit? Die Antwort iteressiert mich schon sehr. Gemessen am Aufwand und vorallem, gemessen am Schaden, wirtschaftlicher Art, aber auch des menschlichen Kollateralschadens, müßte da nicht eine Übersterblichkeit vorliegen?

  • Am 12. Mai 2020 um 12:29 von Armin Berndt

    Ich kann der Redaktion nur Mut zusprechen, in dieser schwierigen Situation, so ehrlich zur eigenen Meinung zu stehen. Die wahre Krise -und das kann ich nur bestätigen- ist nicht die Epidemie, sondern dieser Meinungstotalitarismus, der momentan geschieht. Genaugenommen ist diese Tendenz schon seit einigen Jahren zu beobachten. Und das unglaubliche ist, dass die Meinungsideologen komplett verblendet sind. Das erinnert stark, sehr stark an Nazi-Deutschland. Die Mehrheit stand voll hinter der Regierung. Kritik am fehlerlosen Führer kam natürlich nur von Idioten. Querulanten wie Geschwister Scholl mussten natürlich(!) getötet werden. Die Presse war natürlich(!) voll hinter dem so grossartigen Führer.
    Liebe Redaktion. So wie die Geschwister Scholl den Mut hatten, sich gegen die wahren Idioten damals aufzulehnen, so erfordert es jetzt Mut, sich gegen die wahren Idioten der momentanen Zeit aufzulehnen. Wie es aber damals schon war, so auch jetzt: die Früchte davon, erntet man in der Regel später, bzw. viel später. Deshalb: nicht entmutigen lassen von den Meinungstotalitaristen, Lügnern, Regierungs-Jüngern und Verblendeten. Und den lieben Kommentatoren, die ja wissenschaftlich so gebildet zu sein meinen: Einbildung ist auch eine Bildung. (Aber leider nur in der Phantasie.)
    Jeder gebildete Mensch kann sich leicht ausrechnen, dass die Massnahmen nicht verhältnismäßig sind. Aber wenn man so verblendet ist, der wird selbst 3 plus 3 als 10 daherleiern, weil es die Presse doch sagt….

    • Am 12. Mai 2020 um 15:21 von Uwe Czienskowski

      Boa, das ist frech. Meinungstotalitarismus? Nazi-Deutschland? Mit Verlaub, wer nichts von Wissenschaft und Statistik versteht, sollte das doch einfach zugeben (oder sich, verdammt, endlich mal in die Materie einlesen, beispielsweise in eines der vielen Lehrbücher der Epidemiologie, Statistik oder, wäre vielleicht noch ratsamer, in eine Einführung in wissenschaftliches und methodisches Denken), statt hier irgendeinen Strohmann hinzustellen und rumzuheulen, als würde man verfolgt wie ein Opfer der Nazifaschisten. Und was soll der mehrfache Hinweis auf Bildung? Klingt jetzt nach einem ernsthaften Minderwertigkeitskomplex. Und: meinen Sie etwas „Schwanitz“-Bildung? Oje, das hatte ich befürchtet. Aber dann sollten Sie sich tunlichst aus Diskussionen mit Wissenschaftlern raushalten…

    • Am 12. Mai 2020 um 15:45 von Frank Furter

      Na, darauf hatte ich nur gewartet, wurde auch langsam Zeit:

      Dass die, die sich rational argumentieren und nicht den Verschwörungstheoretikern anheim fallen, zu Nazis gemacht werden, oder mit den Nazis verglichen werden.

      Ist doch praktisch, so eine große Keule zu haben, oder?

      Das Tragische ist nur, dass die meisten, die diese Keule so schnell schwingen, nicht den leisesten Hauch einer Ahnung vom Grauen haben, das die Diktatur des Nationalsozialismus für Deutschland und die Deutschen bedeutet hat.

      Aber Unwissenheit macht einen ja glücklicherweise frei von Skrupeln.

    • Am 12. Mai 2020 um 16:01 von Ronald Arnold

      Lieber Herr Berndt,

      es wäre hilfreich wenn sie uns Fakten zur Untermauerung ihrer „Thesen“
      liefern könnten. Allein Schlagworte wie „Meinnungstotalitarismus“, „Idioten“,
      „Verblendete“ reichen da nicht. Apropos „Nazi-Deutschland“: Kennen Sie Goebbels?
      Der war ein herausragender Demagoge und Agitator in den dunklen Zeiten des
      deutschen Faschismus und hat mit Rhetorik-Kniffen wie Scheinlogik die
      Massen manipuliert. Könnte es sein, dass sie ihm nacheifern wollen?
      Verschonen sie uns mit solchen wirren Kommentaren und vor allem lassen Sie die Geschwister Scholl aus dem „Spiel“.

    • Am 12. Mai 2020 um 18:05 von C3PO

      Der Vergleich mit der Nazizeit ist absolut maßlos.
      Jeder darf hierzulande seine Meinung frei äußern; die Hygiene-Demos werden ja eben nicht verboten, örtlich (Stuttgart) wird extra eine größere Fläche zugewiesen, damit genug Platz da ist. Wo bitte ist da der Totalitarismus?

      Ich kann Ihnen sagen, wo Meinungstotalitarismus zu finden ist: Bei denjenigen, die Kritik an der eigenen Meinung als unzulässig darstellen –> also Leuten wie Ihnen, die mit Beleidigungen Andersdenkende herabwürdigen, weil sie sich anders nicht zu helfen wissen.

    • Am 16. September 2020 um 0:21 von Hans-Hasso Stamer

      Die Nazikeule ist sicher hier doch etwas groß. Aber ich will Ihnen zugute halten, dass Sie nur bestimmte Aspekte meinen, und damit haben Sie recht.

      Ich habe die DDR in voller Länge erlebt und kann das bestätigen, denn auch dies war ein totalitäres System und die Diffamierung politischer Abweichler („dem Klassenfeind auf den Leim gegangen) gehört ja sozusagen mit zur Grundausstattung. Insofern erkenne ich in der heutigen Bundesrepublik immer mehr Elemente und habe ein Dejavu nach dem anderen. Das besorgt mich aufs höchste. Wir haben keinen Rechtsruck, wir haben eine Linksdrift und die ist inzwischen zumindest in den Medien so stark, dass ich mich teilweise wieder wie in der DDR fühle. Die heutigen Linken bis weit in die CDU hinein bedienen sich derselben Methoden.

      Und es sind die Methoden, die ein System definieren, nicht die Ziele. Man vergleiche den Aufschrei, als Petry von der AfD davon sprach, daß notfalls an der Grenze auch auf Flüchtlinge geschossen werden müsse. Es gab einen ungeheuren medialen Aufstand, obwohl das aus den Dienstanweisungen der Grenzbeamten hervorgeht. Neulich las ich verwundert, dass man gegen COVID-19 – Gegner im Extremfall von der Schusswaffe Gebrauch machen müsse. Das mediale Echo darauf war gleich null. Solcherlei Doppelstandards nerven mich in letzter Zeit immer mehr.

  • Am 12. Mai 2020 um 13:25 von Frank Lotzmann

    Verhältnisse wie in New York, Norditalien, oder Spanien (die Liste ließe sich mühelos erweitern) sind an uns durch den ziemlich harten Lockdown vorbeigeschlittert. Man sollte diesen Erfolg weder kleinreden noch kleindemonstrieren.
    Sein privates Vergnügen und wirtschaftliches Wohlergehen auch mal vorübergehend hinten anzustellen ist meiner Ansicht nach das kleinere Übel.
    Und jeder vergleich mit der Influenza hinkt, denn dagegen kann ich mich impfen lassen. Hier kam jeder ganz individuell das Risiko für sich festlegen.
    Bei Covid-19 geht das leider nicht so gut. Hier sind neben meinem Verhalten vor allem die Infizierten risikobestimmend.

  • Am 12. Mai 2020 um 14:24 von Frank Seelhoff

    Besser und sachlicher kann man den jetzigen Angriff auf die eigentlich in Deutschland (noch) grundgesetzlich geregelte Freiheit der Meinung durch die gleichgeschalteten Medien in der Covid-19-Debatte nicht kommentieren, bzw. beschreiben!

    • Am 12. Mai 2020 um 20:59 von Theodor Suchling

      Der Begriff „gleichgeschaltete Medien“ ist von Nazis geprägt und wird von Nazis genutzt.

      • Am 17. Mai 2020 um 11:14 von Louis F. v. Wunsch-Rolshoven

        Soll man tatsächlich derart darauf reagieren, was Nazis machen? Soll man wirklich bestimmte Begriffe nicht mehr benutzen, wenn Nazis sie auch oder recht häufig benutzen? Ich sehe noch nicht, warum mein Sprachgebrauch eine Reaktion auf den Sprachgebrauch von Nazis sein sollte. Der Dalai Lama meint in etwa: Erlaube nicht, dass das Handeln der anderen deinen inneren Frieden stört. Das ist für mich eine gute Maxime.

        Zum Inhalt deiner Behauptung rege ich die Lektüre des Wikipedia-Artikels zur „Gleichschaltung“ an, zuerst vielleicht und den Folgeabschnitt.

      • Am 16. September 2020 um 22:51 von Hans-Hasso Stamer

        Der Begriff mag von Nazis geprägt worden sein. Das ist aber irrelevant, dann nennen wir es eben nicht gleichgeschaltet, sondern gleichgerichtet. Der Fakt bleibt bestehen: 85 % der deutschen Journalisten sind links-grün. Es ist sogar schon soweit, dass sich die Chefredakteure, sofern sie nicht selbst dieser Meinung sind, sich gegen die Übermacht ihrer Mitarbeiter nicht mehr durchzusetzen wagen. Nachzulesen im Interview des Helmut Markwort durch Boris Reitschuster.

        Zu Corona gibt es ein PDF, dass geleakt wurde. Wahrscheinlich stellt es einen frühen Entwurf einer Vorlage aus dem Gesundheitsministerium dar. Es beschreibt verschiedene Szenarien, wie die Regierung mit der Krise umgehen sollte. Interessant dabei ist, dass an erster Stelle nicht etwa der Schutz der Bevölkerung steht, sondern die Akzeptanz des Regierungshandelns und das Ansehen der Koalition. Es geht also um die Macht, wie immer. Das ist keine Verschwörungstheorie.

  • Am 12. Mai 2020 um 14:45 von THB

    Endlich kann ich mich von ZDNet.de abmelden. Ich war lange hin und her gerissen, aber hier kommt der finale Artikel, der mich darin bestärkt, dass ich keiner Ihrer Leser sein möchte. Das war jetzt zu offensichtliche und schlecht kaschierte Propaganda – unter dem Deckmäntelchen des Appells an sachliche Berichterstattung und unvoreingenommene Medien. Nein Danke.

    • Am 14. Mai 2020 um 21:47 von Frank

      Bravo – endlich mal einer der bemerkt was dieser Artikel wirklich ist. Schlichtweg populistisch (mit leichtem Deckmäntelchen). Ich bin dann hier auch fertig. Diese Demos von videodokumentierten “Wir sind das Volk” schreienden Hooligans oder besorgten Damen die ernsthaft glauben das Italienische Virus könne ja nicht das gleiche sein wir das in Deutschland weil hier angeblich NIEMAND sterbe sagt alles. Liebe ZDNET Redaktion, das ist unter eurer Würde, bleibt mal lieber bei IT Themen…

    • Am 16. September 2020 um 23:10 von Hans-Hasso Stamer

      Nanu, fehlt Ihnen hier die Lufthoheit? Dann sind Sie tatssächlich fehl am Platz. Ich finde diesen Artikel mutig und sachlich. Ich stimme den Corona-Kritikern überhaupt nicht zu, sondern in diesem speziellen Fall der Regierung, Wie Sie aus meinen anderen Beiträgen ersehen können, dürfte dies der einzige Fall sein. Aber der Umgang mit diesen Leuten stinkt zum Himmel, sie werden beschimpft, diffamiert regelrecht. Dieser Artikel hier ist eine Ausnahme. Seit ein paar Jahren gibt es immer mehr Hexenjagden in den Medien, und sogar die großen meinungsbildungen Medien machen mit. Der Gipfel war dann die Hexenjagd gegen Kemmerich. Das war entwürdigend, eines Staates mit demokratischer Tradition wie der Bundesrepublik unwürdig.

      Solche mutigen Artikel fehlen mir in den traditionellen Medien. Die finde ich normalerweise nur in der alternativen Presse, dass sich ZDNet dieses Themas hier annimmt, kann ich nur begrüßen. auch die Zusammenstellung der verschiedenen Videos ist zu begrüßen, auch wenn der Konsum mühsam ist. Leider ist es ja so, dass solche kritischen Stimmen woanders nicht mehr zu finden sind. Aber auch hier zeigt sich die Spaltung der Gesellschaft, mit dem Unterschied, dass die normalerweise großen systemkonformen Schreihälse hier in der Minderheit sind.

  • Am 12. Mai 2020 um 18:13 von C3PO

    Irgendwie wurde der gestrige Kommentar nicht angenommen – neuer Versuch:

    Das Auftreten von Rechten und Gegnern unserer Gesellschaftsordnung bei sog. Hygiene-Demos ist dokumentiert und Fakt. Es ist unerheblich, ob es sich dabei um eine 10%-Minderheit handelt, wenn die restlichen 90% mit diesen gemeinsam unterwegs sind und nicht zur Distanzierung bereit sind. Letzteres hätte ich mir von Herrn Schmerer gewünscht.

    Es ist zynisch, die Jüdin Hannah Ahrendt heranzuziehen, um vorbehaltlos Demonstrationen zu rechtfertigen, bei denen z.B. ein Herr Brandner von der AfD teilnimmt – derjenige, der nach dem Anschlag von Halle sein Unverständnis kundtat darüber, dass Politiker Synagogen besuchen, indem er einen entsprechenden Tweet weiterverbreitete…

    Daneben darf erwartet werden, dass sich Teilnehmer dieser Demonstrationen nicht über den Staat stellen, sondern sich an staatliche Anordnungen halten. Das Abstandsgebot ist durchaus zumutbar, auch man es persönlich unsinnig finden mag. Niemand verbietet ja diese Demonstrationen, in Stuttgart wurde extra eine größere Fläche zugewiesen.

    Über die „eindrucksvollen Beweggründe“ im Video schweige ich mich mal lieber aus. Nur so viel, mehrfach sagt Herr Spahn in aller Deutlichkeit, wie wenig er von einer Impfpflicht hält, und im Video wird davon gesprochen, wie schrecklich der geplante Impfzwang ist. Oh Mann.

  • Am 12. Mai 2020 um 18:43 von Oliver Kurz

    Was für ein grotesker Artikel.
    Dazu kann ich nur sagen: Tech-Magazin, bleib bei deinen Leisten!
    Mit einer kurzen Analyse dieses komplexen Themas mal eben die erfolgreichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wegzubügeln, ist schon sehr vermessen.

  • Am 12. Mai 2020 um 19:13 von Chris Spiegel

    Der einzige Punkt, der für mich in diesem Beitrag und angehängten Videos nicht haarsträubend war und mich auch überrascht hat, ist die Tatsache, dass es sonst wo die Übersterblichkeit sprunghaft gestiegen ist, aber in Deutschland nicht.

    • Am 13. Mai 2020 um 14:52 von C3PO

      Der Autor verwendet nur Daten bis zum 12. April – zu dem Zeitpunkt hatte es weniger als ein Drittel der (derzeitigen) Covid-19-Todesfälle gegeben. Das geht im statistischen Rauschen unter.
      Ich meine, letzthin gelesen zu haben, dass für die zweite Aprilhälfte (mehr Tote in kürzerer Zeit) die Übersterblichkeit auch für Deutschland sichtbar wird, auf allerdings vorläufiger Datenbasis und vermutlich überschaubarem Niveau.

      Der Hauptgrund für die geringe Übersterblichkeit ist, dass die Krisenbekämpfung in Deutschland im Großen und Ganzen erfolgreich war und wir zusätzlich ein wenig Glück hatten.

      • Am 13. Mai 2020 um 17:28 von Kai Schmerer

        Das ist so nicht richtig. Es gibt keine neueren Daten. Zur Kontrolle klicken Sie auf folgenden Link: https://bit.ly/3cpgOul

        • Am 16. Mai 2020 um 22:23 von C3PO

          Sie haben recht, ich habe mich getäuscht! Es gibt keine neueren Daten. Ich hatte unlängst gelesen, dass die Übersterblichkeit in Deutschland angestiegen sei, und war fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es um einen späteren Zeitraum ging.
          Die Datenbasis ist aber tatsächlich, wie auch die Ihre, auf den Zeitraum bis zum 12. April beschränkt.
          Einen entsprechenden Artikel finden Sie zum Beispiel hier:

          Ich gebe offen zu, dass ich vor dem Schreiben besser nachgeschlagen hätte. Die dort angegebenen 2000 Sterbefällen zusätzlich sollte man auch meiner Meinung nach nicht überbewerten. Die eher geringe Abweichung dann noch um unvermeidbare Bias-Effekte (weniger Tote im Straßenverkehr, weniger sonstige Infektionsfälle infolge Lockdown; andererseits Zögerlichkeit bei Arztbesuchen aus Angst vor Ansteckung) zu bereinigen, dürfte kaum möglich sein. Ich stimme Ihnen zu, dass man bis zum 12. April in D praktisch keine Übersterblichkeit sieht.
          Mein Fehler, besser hätte ich noch mal nachgelesen!

          Eine eindeutige Datenquelle sind europaweite Daten, die für alle von Covid-19 stark betroffenen Ländern eine statistisch signifikante Übersterblichkeit zeigen (https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/). Meine Interpretation ist, dass es schwierig wird, wenn man mit Erkennung und Maßnahmen zu spät dran ist (Beispiel England). Sie werden die Daten vermutlich anders lesen, was ja auch Ihr gutes Recht ist.

          Nichts für ungut und ein schönes Wochenende!

          • Am 23. Mai 2020 um 15:51 von Kai Schmerer

            Das Statistische Bundesamt aktualisiert die Sterbefall-Statistik nun wöchentlich. Dementsprechend aktualisiere ich diese Grafik in diesem Artikel.

  • Am 12. Mai 2020 um 20:34 von Theodor Suchling

    Hanebüchenen Unsinn von D-Promis glauben, die sich brüsten, im Internet auf eine „geheime“ (*lach*, merkwürdig, dass Geheimnisse immer im Internet von Menschen „aufgedeckt“ werden, die nach Aufmerksamkeit süchtig sind), ist KEINE Meinung. Das ist eine Beleidigung aller der Menschen, die wirklich das Gehirn einschalten. Und nein, wer keine Argumente bringt, sondern nur „Ich denke kritisch / ich hinterfrage“, der ist an KEINER Diskussion interessiert, sondern will nur Menschen anderer Meinung damit mundtot machen.

    Menschenfeindliche Ideologien unterstützen, die Ausgrenzung von und unterschwellig Mord- und Totschlag an Menschengruppen forderen, ist KEINE Meinung sondern eine menschenverachtende Haltung.

    Ganz gut ist bei den sogenannten „Hygiene“ Aufläufen zu sehen, dass der überwiegenden Mehrheit der Teilnehmenden das Leben und die Gesundheit ihrer Mitmenschen völlig egal ist. Es geht sowohl um zu vermeidende Todesfälle als auch den erbärmlichen gesundheitlichen Zustand für den Rest des Lebens, der von immer mehr auch jungen Menschen berichtet wird. Man erinnere an die Invalidität, die von Tauchern berichtet wird, deren Lunge nach nur leichten Infektionsverläufen für den Rest des Lebens erheblich zerstört ist. Von Erblindungen, weil der der Covid-19 Virus auch andere Organe bis zum Gehirn angreift. Man muss sich vorstellen: die Natur hat extra eine Barriere rund um das Gehirn aufgebaut und der Virus kommt trotzdem durch. Dieses Inkaufnehmen von Tötungen ist in Deutschland aber nichts Neues. Siehe die große Lobby an Autofahrern, die entweder selbst rücksichtslos fahren und tausende Tote und Schwerverletzte pro Jahr hinterlassen. Oder durch Verhinderung von sinnvollen Maßnahmen dafür sorgen, dass für das eigene Ego Menschen sterben müssen.

    Es zeigt sich nun in der Krise, dass erhebliche Teile der Bevölkerung weder sozial, noch (mit-) menschlich eingestellt sind. Entweder aus bösem Charakter heraus oder zu faul oder dumm, um sich mal richtig Gedanken zu machen. Leider wird man von diesem „Das ist alles nicht schlimm“ / „Corona ist eine Erfindung“ Mainstream öffentlich so angefeindet, dass eine faktenbasierte Diskussion nicht mehr möglich ist.

    • Am 13. Mai 2020 um 6:45 von Stefan Klemm

      Kranke Menschen stecken andere an, gesunde Menschen nicht. Daher gehören Kranke in Quarantäne, Gesunde aber nicht. Gefährdete Personengruppe gehören geschützt.
      Aber der Rest (99,99%) gehören nicht gegängelt.

      • Am 13. Mai 2020 um 11:54 von Risikopatient

        Und woher wollen sie wissen wer „gesund“ ist? Es muss getestet werden und genau das ist was die Epidemiologische Sicht ist, was die der Regierung ist. Nur haben weder wir noch sonst wer auf der Welt die Möglichkeit über 80 Millionen Menschen auf einen Schlag zu testen und das 8 Tage lang in Folge. Wäre dem so, hätte kein Epidemiologe, kein Politiker etwas dagegen so zu verfahren. Ist aber nicht so.
        Und um es klar zu machen… Ihre Freiheit endet da, wo sie mein Leben gefährden. NIEMAND hat ein Grundrecht auf Gefährdung Dritter. Wer dafür auf die Straße geht, muss sich nicht wundern wenn die die damit gefährdet werden sich zur Wehr setzen. Wer glaubt das Recht zu haben mein Leben zu gefährden, muss damit klar kommen, dass ich mein Leben verteidige… Mit allen gebotenen Mitteln. Wer glaubt sein Recht auf Party, auf machen was er will, steht über dem Schutz von Leben, hat das Grundgesetz nicht verstanden, es endet schon immer da wo Rechte Dritter verletzt werden. Kommt mir also nicht mit so einem Bullshit wie „Grundrechte werden unnötig beschnitten“.
        Es ist mir ein völliges Rätsel wie schräg bei einem die Hirnwindungen laufen müssen um aus dem grandiosen Erfolg -bisher- bei der Eindämmung der Ausbreitung des Virus zu folgern, dass da ja nix schlimmes passiert ist die Maßnahmen unnötig gewesen wären… Wir setzen uns einen Helm auf um den Kopf zu schützen, laufen gegen die Wand und weil der Helm verhindert, dass wir uns verletzen, ist die Schlussfolgerung, dass wir keinen Helm gebraucht hätten. Sorry, aber wer so denkt, dem kann man auch nicht mit Vernunft beikommen. Solche Gedanken sind keine Meinungen, es kann daher auch keine Be§chränkung der Meinungsfreiheit sein, so einen Unsinn nicht zu verbreiten. Die ganze Welt schaut neidisch auf Deutschland, wie wir es geschafft haben -bisher- im Vergleich zu denen, so glimpflich davon gekommen zu sein und unsere Gedankenakrobaten schreien „wir wollen auch so viele Tote, wir wollen auch dass es so schlecht wird, wir wollen auch, dass die Leichen in LKWs zwischengelagert werden müssen…. „
        Unfkn fassbar.

    • Am 16. September 2020 um 22:59 von Hans-Hasso Stamer

      Werter Herr Suchling, wenn Sie darauf abheben, dass den Teilnehmern der Hygiene-Demo die „Gesundheit ihrer Mitmenschen egal“ war, so muss ich das auch auf die Gegendemos und vor allem auf die große BLM – Demo im Juli beziehen. Dort wurde der Infektionsschutz genauso wenig eingehalten. Da aber der Berliner Politik diese Demo gut in den Kram passte, reagierte die Polizei völlig anders und ließ die Leute gewähren.

      Ich ziehe darauf folgenden Schluss: Der Infektionsschutz ist nur vorgeschoben. Die Hygiene-Demo passte politisch nicht, also wurden die Leute vorn von der Polizei aufgehalten, hinten rückten sie nach , so wurde Enge erzeugt und dann der Infektionsschutz als Vorwand genommen, die Demo aufzulösen. So macht man das. Die BLM-Demo dagegen war politisch genehm und wurde nicht behindert.

  • Am 13. Mai 2020 um 0:12 von Haffax

    Schön, dass es hier so viele vernünftige Menschen gibt, die der gleichen Meinung sind wie ich: der Beitrag war mal ein richtiger Griff ins Klo.

    Trotzdem: bei Verständnis und Unterstützung von Verschwörungstheorien hört bei mir der Spaß auf. Adieu, ZDnet!

  • Am 13. Mai 2020 um 9:56 von Helmut Adams

    Ein informativer Artikel, der viele der „Merkwürdigkeiten“ beleuchtet, die sich um das Corona herum entwickeln.

    Und ein Haufen (vermutlich bezahlter) Kommentatoren, die „Gesundheit“ schreien. Wenn es denen ernst wäre, hätten wir schon längst Tempolimit, MRSA eingedämmt, keine solch irren Konstrukte wie „Lebensmittelproduzenten“, die nachweislich krankmachendes Zeug produzieren und eine „Gesundheitsindustrie“, die da zufälliger Mittelchen gegen hat, keine Konstrukte wie Werkverträge in Fleischzerlegebetrieben, usw. Die Liste läßt sich beliebig verlängern.

    Also, ihr Gesundheitsapostel, kümmert euch auch mal um diese Themen! Corona ist demnächst (zwar wohl erst in 1 bis 1,5 Jahren) vorbei, plant schon mal für die Zukunft!

  • Am 13. Mai 2020 um 11:40 von Elisa

    „Statt sich mit den Kritikern inhaltlich auseinanderzusetzen, werden diese von den Medien diffamiert.“

    Diese Feststellung wird leider auch hier in den Kommentaren belegt.

  • Am 13. Mai 2020 um 15:11 von Tom

    Passend zum Thema. Prof. Dr. Rainer Mausfeld in der SWR-Akademie im Januar 2019 zur Einschränkung des öffentlichen Debattenraums: https://www.youtube.com/watch?v=ZNzvIY-BrVk

  • Am 13. Mai 2020 um 22:54 von C

    Chapeau – zdnet.de & Kai Schmerer! Ein sehr guter Artikel!

    Lassen Sie sich nicht beirren. In der Mathematik ist, auf Basis 10, 1+1=2 und nicht 11. Der Mainstream-Journalismus, der im Regierungs-Flieger mitfliegt, wird 11 als Ergebnis liefern, auf Basis der Regierungs-Empfehlung. zdnet.de liefert Fakten – und damit 2. Das ist einigen Kommentatoren hier zu viel Wahrheit, die sie nicht vertragen. Trotzdem ist es die Wahrheit. Nach aktuell allen uns bekannten Parametern.

    Nur im Wettstreit aller Argumente, gekoppelt mit nachvollziehbaren und nachprüfbaren Fakten wird im Streit-Tiegel die Wahrheit heraus gebrannt.
    Fakt ist: es gibt aktuell ca. 7,75 MRD Personen auf der Welt. Nach letzten Zahlen sind weltweit offiziell 294.000 Tote zu beklagen. Jeder, der einen guten Taschenrechner und Prozent-Rechnung beherrscht, kann daraus einen Faktor errechnen. So denn die Bildung hierzu noch langt.

    Fakt ist: anstatt nach Feststellung eines neuartigen Virus in Wuhan dort Alle zunächst einzusperren wurde das Virus erstmal weltweit verteilt.
    Fakt ist: anstatt alle Kräfte weltweit zu bündeln und konzentriert massive Ressourcen einzusetzen, wird „klein klein“ in der Forschung betrieben, um einen möglichen eigenen wirtschaftlichen Vorteil später vielleicht zu realisieren.
    Fakt ist: dass man gegen einen Virus – trotz 100 Jahre Forschung – nichts hat. Offiziell.
    Fakt ist, dass ein Deutscher Shutdown angeordnet wurde, der nicht erforderlich war. Andere Länder (Taiwan, Schweden, Süd-Korea, etc.) kamen mit anderen Maßnahmen aus.
    Fakt ist, dass es für viele „bequemer“ ist, sich belügen & bevormunden zu lassen – anstatt selbst und tatsächlich nach der Wahrheit zu suchen.
    Fakt ist, dass viele hier schon vorab kapitulieren ohne sich dem Gegner jemals gestellt zu haben. Wer die Hitze nicht verträgt, sollte nicht in die Küche gehen und den dort Arbeitenden deren Arbeit theoretisch erklären wollen!
    Auf Basis von Mainstream-Meinungen…statt Fach-Kompetenz.

    Darum: bitte zdnet.de weiter an der Wahrheit entlang berichten. Egal ob es um IT, Technik oder Allgemein-Themen geht. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Substanz entscheidet, nicht Marketing & Nachplapper-Blah-Blah.
    Jetzt ist die Zeit zu erkennen, wer & was wirklich wichtig & richtig ist.

    Gruß an die Redaktion

    • Am 15. Mai 2020 um 7:12 von Risikopatient

      Fakt ist, dass sie Unsinn erzählen.
      Es gibt gegen fast jedes Virus eine Gegenmaßnahme, ein Impfstoff, ein Heilmittel. Gegen Covid19 werden wir aller Voraussicht auch einen bekommen. Aber da wo ihr „ Fakt ist: dass man gegen einen Virus – trotz 100 Jahre Forschung – nichts hat. Offiziell.“ herkommt, auch der Rest ihres kruden Gedankenflusses herkommt.
      Wenn sie schon für die Suche nach der Wahrheit plädieren, folgen sie erstmal selbst diesem Ansinnen.

      • Am 16. Mai 2020 um 1:36 von C

        @Risikopatient:
        Danke für die freundlichen Worte und den Aufschluss, dass es für „fast jedes Virus“ ein Heilmittel gibt. Dann schlauen Sie doch mal die Welt-Gemeinschaft auf, denn das scheinen ja alles nur „Idioten“ zu sein im Vergleich zu Ihnen. Die suchen tatsächlich alle wie verrückt danach!

        Sie scheinen hier nicht öfters zu sein, sonst hätten Sie bemerkt, dass Ich immer mit Tatsachen & Fakten daherkomme, was einigen hier im Forum sehr zu schaffen macht.

        Gegen ein Virus gibt es nichts verfügbares. Haben mir mehrere Ärzte berichtet. Sind Sie Arzt und können das Gegenteil belegen? Wenn ja, her mit Ihren belastbaren & nachprüfbaren Fakten, wenn nein: „Schnauze halten“! Bislang ist nur Fieber das Mittel, dass der Körper einsetzt. Hemmstoffe, die die Virus-Replikation massiv senken, sind keine Heilmittel gegen das Virus!

        Gegen Ebola gib es nix, gegen die Spanische Grippe gab es nix. Bei HIV sind es Replikations-Hemmer, aber kein Heilmittel. Informieren Sie sich vorab, bevor Sie posten. Das ist ein typisches Verhalten von Usern, die Apfel-Geräte im Einsatz haben und glauben, damit was Besseres zu sein als andere…und sich auch so aufführen.

        Und hier noch Fakten, da Sie scheinbar keinen Taschen-Rechner besitzen:
        – Spanische Grippe: ca. 50 Mio. Tote bei 1,8 MRD Personen = 2,7777%
        – Covid-19: ca. 300.000 Tote bei 7,75 MRD Personen = 0,0038%

        Wegen 0,00% machen Sie sich in die Hose. OK, ist Ihre Meinung. Das muss aber nicht meine Meinung sein. Freiheit des Andersdenkenden kennen Sie wohl nicht. Hauptsache dumm & substanzlos daher gepostet.
        Haben Sie sich mal gefragt, wie viel Ressourcen 7,75 MRD Personen täglich benötigen? Und was das für die Umwelt, Tiere und Ressorcen des Planeten bedeutet? Und wie das weiter gehen soll, wenn ca. 2050 9,00 MRD Personen prognostiziert werden? Oder gehören Sie zur Gruppe der „Grünen“ an, bei denen der Strom aus der Steckdose kommt?

        Zur Klarstellung: das Virus ist gefährlich, es gibt kein Heilmittel aktuell. Nur muss Ich nicht 84 Mio. Personen einsperren, bei einer Sterblichkeitsrate von 0,00%. Es wird keiner gezwungen, vor das Haus zu gehen. Es wurden aber – nicht infizierte – Bürger gezwungen, im Haus zu bleiben. Die Frage um die es hier geht ist die VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT der Maßnahmen, und ob diese Maßnahmen die richtigen waren/sind.

        Zudem: ist ihnen der aktuelle Status aller Labore der Militärs bekannt? Ich kenne diesen nicht. Ich gehe aber davon aus, dass hochgerüstete Staaten im Rahmen von einer ABC Thematik hierzu schon etwas haben, es aber nicht bekannt machen, um eben den Überraschungs-Effekt zu sichern. Bei 0,00% erscheint das auch noch nicht notwendig.

        Von daher: NULL Fakten bei Ihnen, aber viel Verunsicherung und fehlende Informationen. Hauptsache dem Mainstream Nachplappern. Wird schon werden. So wie früher in den 70er/80er Jahren in der IT: der IT-Leiter wurde nicht gefeuert, weil er die überteuerte IBM Lösung entschieden hat. Diese Zeiten sind HEUTE VORBEI! Nur, dass haben Sie nicht bemerkt.

        Ich bin „Old-School“ – Sie sind aber schon über das Renten-Alter hinaus in dieser Betrachtungsweise. Erweitern Sie ihren Blickwinkel und Horizont. Der ist aktuell arg eingeschränkt. Angst ist kein guter Berater.

      • Am 25. Mai 2020 um 13:50 von C

        @Risikopatient – NACHTRAG

        Bei Covid-19 handelt es sich um einen Virus, bei dem Sie ein Heilmittel unterstellen, das aktuell nicht existiert.
        Die Menschheit verliert auf der Ebene von Bakterien jedoch den Kampf mit diesen, da diese schneller mutieren, als wirksame Antibiotika dagegen entwickelt werden. Von daher mehr Vorsicht bei derartigen Aussagen.

  • Am 13. Mai 2020 um 23:11 von C

    NACHTRAG:
    BMI, Referat KM4, Stephan Kohn – Informationen aus Artikel bei n-tv.de:

    Grob zusammengefasst, hält Kohn die Gefahreneinschätzung für übertrieben, die Maßnahmen für überzogen, die Entscheidungsgrundlage für unzureichend und irreführend. „Der Kollateralschaden ist inzwischen höher als der erkennbare Nutzen“

    Kohn befürchtet, dass es der Politik am Ende mehr um Selbsterhalt als um den Bevölkerungsschutz gehe und es ihr deshalb wichtiger sein könnte, die bisherige Politik zu rechtfertigen, als das Richtige zu tun.

  • Am 13. Mai 2020 um 23:29 von Otto Mayer

    Verschwörungstheoretiker?
     
    Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie,
    Professor em. der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, von 1991 bis 2012 Leiter des dortigen Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
    Dr. jur. Gerd Chudoba,  ehem. wissenschaftlicher Mitarbeiter der juristischen Fakultät Passau,
    Daniela Folkinger, Psychologische Beraterin, Lehrerin, Thurmansbang,
    Prof. Dr. Stefan Homburg, Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen der Leibniz Universität Hannover
    Prof. Dr. Christof Kuhbandner, Leiter des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie an der Universität Regensburg
    Cornelia Reichl, Heilpraktikerin, Passau,
    Prof. Dr. rer. nat. Karina Reiß, Biologin an der Universitäts-Hautklinik Kiel
    Simone Sammer, medizinische Fachangestellte, Passau
    Dr. med. Bodo Schiffmann, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Sinsheim
    Dr. med. Ronald Weikl, Frauenarzt, Passau
    Prof. Hendrik Streeck, Virologe Bonn
    Prof. John Ioannidis, Gesundheitswissenschaftler, Stanford University
    Prof. Dr. Scott Atlas, Standford University
    Dr. Knut Wittkowski, Rockefeller University
    Prof.Klaus Püschel ist Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).
    Prof. Dr. Karin Mölling, Virologin und emeritierte Professorin und Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Universität Zürich,
    Dr. med. Martin Hirte, Kinderarzt, München
    Dr. med. Dietrich Klinghardt, Arzt,Wissenschaftler, USA
    Dr. med. Simon Feldhaus, Facharzt für Allgemein- und Komplementärmedizin, Baar/CH
    Prof. Dr. med. Peter Schirmacher, Universitätsklinikum Heidelberg
    Prof. Dr. Carsten Scheller, Institut für Virologie und Immunbiologie, Würzburg
    Prof. Dr. med. Detlev H. Krüger, Charité – Universitätsmedizin Berlin
    Vorgänger von Drosten (ist 27 Jahre in diesem Beruf tätig gewesen)
    Diese Liste könnte man unendlich weiterführen (national/ international)!

    • Am 14. Mai 2020 um 13:29 von Ronald Arnold

      Hallo Herr Mayer,

      nur zur Info: bei der Pruefung ihrer Liste ist mir u.a. aufgefallen, dass
      z.B. Prof. Dr. Carsten Scheller, Institut für Virologie und Immunbiologie, Würzburg die Massnahmen zur Covid-19 Pandemie (surveillance and containment; MNS usw.) voll unterstützt. Könnte es sein, dass sie die Liste ohne Validierung per Copy & Paste hier in den Kommentarbereich eingestellt haben?

      Quelle

      Es werden hier einfach Behauptungen ohne sachliche Begruendung in die Welt gesetzt und im Namen von Wissenschaftlern Falschinformationen und Halbwahrheiten verbreitet, ohne Fachwissen und tieferes Verständnis der Krankheitsentstehung und des Krankheitsverlaufs.

      • Am 17. Mai 2020 um 11:29 von Louis F. v. Wunsch-Rolshoven

        Lieber Ronald Arnold, in dem von Ihnen angegebenen Artikel, „Fränkischer Virologe empfiehlt Mundschutz in der Öffentlichkeit: „Eine Impfung aus Stoff“, fand ich _keinen_ Satz, der Ihre Aussagen unterstützt.

        Scheller sagt u.a.: „Das Tragen von Masken kann immer nur ein Baustein in einem ganzen Bündel von Maßnahmen sein, allerdings möglicherweise ein wichtiger. Dazu kommt die 1,5-Meter-Abstandsregel und das regelmäßige Händewaschen mit Seife. Außerdem müssen wir natürlich weiterhin viele Testungen von Patienten mit Erkältungssymptomen durchführen, um Infektionen aufzuspüren.“ Shitdown ist da nicht zu finden. Davon, dass Scheller „die Massnahmen zur Covid-19 Pandemie (surveillance and containment; MNS usw.) voll unterstützt“, finde ich nichts – wo soll das stehen?

  • Am 18. Mai 2020 um 9:09 von DerEine

    Bravo!

    Ohne mich tiefergehend mit dem Covid-19 Thema beschäftigt zu haben, kam mir die Berichterstattung sehr einseitig vor. Irgendwie sind Diffamierungskampagnen in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen. Da werden einfach alle Kritiker in einen Topf geworfen und zu Spinnern geklärt. Witziger häufig von Menschen, welche unsere Demokratie gegen die bösen Rechten verteidigen ohne dabei zu merken, dass sie inzwischen genau so handeln, wie die, gegen sie die Demokratie verteidigen wollen.

  • Am 25. Mai 2020 um 22:31 von Hans Ocken

    Hallo liebes ZDNet.de-Team,

    vielen Dank für Ihren mutigen und wertvollen Beitrag.

    Ich lese das deutschsprachige ZDNet seit 10 Jahren und möchte ZDnet.de nicht mehr missen, auch beruflich.

    Weiter auch so investigativ, das macht wahre Journalisten aus.

  • Am 28. Juni 2020 um 16:40 von Franz

    „Die komplette Zerstörung des Corona Hypes“ vom Studenten Sebastian aus Ulm fand ich sehr informativ. ich würde gern auf sein Angebot zurückkommen und mit ihm Kontakt aufnehmen. Ich habe allerdings keine Möglichkeit dazu im Link gefunden. Kann mir jemand helfen?
    Gruß Franz

  • Am 3. August 2020 um 22:47 von Menschenrechtler

    Unsere Entscheidungsträger wollen uns vor dem Corona-Virus schützen, aber Gesundheitsschäden und Tod durch Industrieprodukte gelten als normal, siehe z.B. Videos „Unser täglich Gift“, Bericht zur Pharmaindustrie, „Bei der Zulassung, Sicherheit und Kontrolle von Medizinprodukten liegt ein Multiorganversagen vor. Politik und Kontrollbehörden unternehmen nichts, für Patienten ist diese Lethargie lebensgefährlich.“
    Eine Computertomographie entspricht der 100- bis 1000-fachen Strahlendosis des konventionellen Röntgens oder der Strahlung der Atombombe von 1945.

  • Am 8. August 2020 um 22:31 von Gast

    Interessant:
    Belegungszahl Intensivbetten – Seite des RKI – derzeit bundesweit 233 Intensivbetten von über 30.000 mit Covid19 Patienten belegt (https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=laendertabelle).
    Interessant2:
    Laut https://bing.com/covid haben die USA gerade (08.08.2020 22:25Uhr) eine Covid19 Sterberate von 3,2% und Deutschland 4,3%.
    ->Medial kommt das anders rüber.

  • Am 2. September 2020 um 12:22 von Gast

    Hier könnte man sich ein Bild machen mit offiziellen Zahlen des Bundes, immer aktuell bis zur jeweiligen Woche 2020 und mit den Jahren davor im Vergleich:

    Sterbefälle – Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen und Bundesländern für Deutschland 2016 – 2020

  • Am 15. September 2020 um 15:06 von Hans-Hasso Stamer

    Diffamierung statt Auseinandersetzung: das hat Tradition.

    Ich kann mich noch gut an die 90er erinnern. Damals warte ich immer darauf, dass man sich mit der NPD inhaltlich auseinandersetzt. Auch wenn das vielfach Neonazis waren, so hatten sie doch Einfluss innerhalb der Jugend, ich hielt das für wichtig. Ich hielt das damals noch für ein Zufall (damals war ich etwas über 40), dass das nicht passiert. Dann wollte man sich mit der PDS inhaltlich auseinandersetzen. Passierte auch nicht.

    Dann passierte Pegida. Auch mit Pegida setzte man sich nicht auseinander, die wurden einfach diffamiert aufgrund einer dubiosen Organisators (das, was man heute Kontaktschuld nennt). Der einzige, der das versuchte, Werner Patzelt, wurde ebenfalls diffamiert. Dann kam die AfD. Mit der kam es erst recht zu keiner Auseinandersetzung. Zwar wurde diese immer wieder behauptet, aber sie wurden nur diffamiert: als Rechtspopulisten, Rechte, schließlich Rechtsextreme. es war ein regelrechter Tsunami in den Medien, der letztendlich auch Erfolg hatte. Das hält bis heute an. Dann plopped die Bewegung der Corona-Skeptiker auf.Und wieder gab es nur Diffamierung, keine sachliche Auseinandersetzung, nirgendwo. Einseitiges Framing von Anfang an. Ich stimme denenÜberhaupt nicht zu, finde aber deren mediale Behandlung höchst ungerecht.

    Das ist ein Prinzip, das sich durch die gesamte Politik und die Medien der Bundesrepublik zieht. Es geht nur darum, jemanden irgendeinem Lager zuzuordnen. damit kann man ihn als ernsthaften Diskussionspartner ausschalten, und genau darum geht es. Auseinandersetzungen gibt es nicht, und die Talkshows fallen in dieser Hinsicht auch aus.

    Inzwischen ist der Meinungskorridor soweit verengt, dass Kritiker wie Ketzer behandelt werden. AfD – Nähe gilt gar als gesellschaftliches Aus. Man muss dieser Partei nicht zustimmen, aber gesellschaftlich ist sie bitter nötig. Ich bin der Meinung, die Regierenden, oder sollte ich besser sagen Manipulierenden, werden noch bereuen, sie nicht integriert zu haben. Im Moment haben sie noch mit einem gewaltigen Propagandaaufwand die Lufthoheit. Aber das wird nicht ewig dauern.

    Ich finde diesen Beitrag hier höchst bemerkenswert und hätte ihn schon nicht mehr für möglich gehalten.

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