Anmeldedaten von mehr als 500.000 Zoom-Konten im Dark Web aufgetaucht

Hacker setzen frei verfügbare Anmeldedaten aus verschiedenen Quellen erfolgreich gegen Zoom-Nutzer ein. Die Daten werden zu sehr geringen Preisen verschleudert oder gar verschenkt. Zoom fahndet inzwischen selbst nach auf diese Art kompromittierten Konten.

Im Dark Web sowie in Hacker-Foren werden derzeit offenbar massenhaft Anmeldedaten für Zoom-Konten verkauft – und teilweise sogar verschenkt, wie Bleeping Computer berichtet. Entdeckt wurden die Daten vom Sicherheitsanbieter Cyble, der zu Forschungszwecken rund 530.000 Zoom-Anmeldedaten erwarb, zum Preis von 0,002 Dollar je Konto.

Zoom (Bild: Zoom)Die Daten stammen aber offenbar nicht aus einem Hackerangriff, sondern wurden mithilfe des sogenannten Credential Stuffing zusammengesetzt. Dabei werden durchgesickerte oder gestohlene Anmeldedaten aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt, um Log-in-Daten für andere Dienste zu gewinnen. Die Methode ist immer wieder erfolgreich, weil Nutzer Passwörter entgegen aller Empfehlungen für mehrere Dienste wiederverwenden.

Die Kontoinformationen enthalten E-Mail-Adressen, Passwörter, persönliche Meeting-URLs und die zugehörigen HostKeys. Cyble zufolge sind in den 530.000 gekauften Daten auf Koten von bekannten Unternehmen und Bildungseinrichtungen enthalten, darunter die Finanzinstitute Morgan Chase und Citibank. Bleeping Computer wiederum identifizierte nach eigenen Angaben Konten von Nutzern der University of Vermont, der University of Colorado und der University of Florida.

Cyble nutzte die Daten auch, um betroffene eigene Kunden über Kompromittierung ihrer Zoom-Konten zu informieren. Dabei stellte sich offenbar heraus, dass die Anmeldedaten gültig waren. Ein von Bleeping Computer kontaktierter Nutzer wiederum gab an, dass es sich um ein nicht mehr gültiges Passwort handele.

Zoom ist der Handel mit den Anmeldedaten inzwischen ebenfalls bekannt. Das Unternehmen teilte mit, es habe bereits Sicherheitsfirmen beauftragt, solche Passwortlisten zu finden, um die Passwörter betroffenen Nutzer zurückzusetzen. Großkunden seien in der Regel nicht anfällig für derartige Angriffe, da sie eigene Anmeldesysteme einsetzten.

Nutzer können sich ebenfalls vor Credential Stuffing schützen, indem sie bei jedem Online-Dienst ein eigenes Kennwort hinterlegen. Darüber hinaus bieten Have I Been Pwned und Cybles AmIBreached die Möglichkeit, die eigenen Anmeldedaten mit öffentlich verfügbaren Datenbanken von kompromittierten Konten abzugleichen.

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