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Tragbarer Bildschirm M Memteq Z1 im Praxiseinsatz

Der M Memteq Z1 ist ein mobiler 15,6-Zoll-Bildschirm mit IPS-Display und einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Er ist über Amazon für etwas über 200 Euro erhältlich. Mit einem Mini-HDMI und einem USB-C-Port an der linken Seite verfügt der M Memteq Z1 gleich über zwei Videoeingänge. Darunter findet sich ein 3,5-mm-Audioausgang für den Anschluss von Kopfhörern. Zudem sind an der linken und rechten Seite noch Lautsprecher untergebracht.

Der USB-C-Port an der rechten Seite ist nur für die Stromversorgung vorgesehen. Darunter findet sich ein Drehrad zur Steurung des On-Screen-Menüs, sowie für Lautstärke und Helligkeit.

Der Lieferumfang umfasst ein USB-C-Netzteil und Ladekabel mit einer Ausgangsleistung von 10 Watt, sowie ein USB-C-auf-USB-C- und ein HDMI-auf-Mini-HDMI-Kabel für die Videoübertragung. Aufgestellt wird das Display über ein mitgeliefertes magnetisches Klapp-Cover.

Inbetriebnahme mit Notebook

Mit dem Klapp-Cover kann man das 771 Gramm schwere Display in zwei verschiedenen Winkeln aufstellen. Standardmäßig dürfte die etwas steilere Variante zum Einsatz kommen. Damit lässt sich der M Memteq Z1 ungefähr mit dem gleichen Neigungswinkel wie der Notebook-Bildschirm betrachten. Für einen robusteren Einsatz ist die für knapp 30 Euro optional erhältliche Bildschirmhalterung sinnvoll. Eine Aufstellung im Hochformat ist nicht vorgesehen und wegen der beidseitigen Kabelverbindungen auch kaum möglich.

Sofern das Notebook über einen USB-C-fähigen Videoausgang verfügt kann man das Display über das mitgelieferte USB-C-Kabel an das Notebook anschließen. In diesem Fall wird nicht nur das Videosignal übertragen, sondern auch Sound und Strom. In dieser Konfiguration lässt sich der M Memteq Z1 ohne das mitgelieferte Netzteil betreiben. Allerdings bezahlt man dies Konfiguration mit einer niedrigeren Akkulaufleistung des Notebooks.

Im Test mit einem Xiaomi Mi Notebook Air 13.3 steigt die Leistungsaufnahme von 4210 mW auf 8877 mW. Die Helligkeit des externen Bildschirms beträgt in dieser Betriebsart standardmäßig 30 Prozent. Regelt man sie über das Drehrad am rechten Rand auf 100 Prozent liegt der Energiebedarf bei 11035 mW.

Gegenüber dem Standardbetrieb erhöht sich der Energiebedarf im Test mit dem Xiaomi-Notebook also beträchtlich. Es ist also ratsam, den Memteq Z1 zusammen mit dem mitgelieferten Netzteil zu betreiben, sodass die Laufleistung des Notebooks nicht darunter leidet. Die Ansteuerung des zweiten Bildschirms, zusätzlich zum Notebook-Display, verursacht im Test eine nur minimal höhere Leistungsaufnahme, hervorgerufen durch die zusätzliche Belastung der Grafikeinheit für die Ansteuerung des externen Bildschirms.

Sind Notebook und Display über das mitgelieferte HDMI-Kabel verbunden, ist der Einsatz des externen Netzteils für den Betrieb des M Memteq Z1 erforderlich.

Inbetriebnahme mit Smartphone

Um es gleich vorwegzunehmen: Nur wenige Smartphones bieten eine USB-C-Schnittstelle mit Videoausgang. Dazu zählen beispielsweise Samsung-Smartphones der S- und Note-Serie ab Version 8 sowie neuere Huawei-Smartphones. In diesen Smartphones ist ein Desktop-Mode integriert, der die Android-Oberfläche optimal an größere Bildschirme anpasst.

Ob der Einsatz eines Smartphones als Basis für einen Desktop-Arbeitsplatz sinvoll ist, mag jeder selbst entscheiden. Schließlich werden zur Eingabe in der Regel noch Maus und Tastatur benötigt, sodass man womöglich mit einem Ultrabook und einem echten Betriebssystem wie Windows, macOS oder Linux besser bedient ist.

Neuere Samsung- und Huawei-Smartphones bieten einen Desktop-Modus, sodass man den M Memteq Z1 auch als externen Bildschirm nutzen kann (Bild: ZDNet.de).

Einstellmöglichkeiten

Das On-Screen-Display-Menü bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Um es zu aktivieren, drückt man auf das Drehrad an der rechten Seite. Das OSD ist unterteilt in Helligkeit, Bild, Color Temp, OSD Set, Reset und Sonstige. Die einzelnen Kategorien lassen sich mit dem Drehrad ansteuern und über ein Drücken aktivieren. Der Ein-Ausschalt-Knopf fungiert als Zurück-Schalter.

Sobald man den Eco-Mode von Standard auf eine andere Betriebsart einstellt, kann die Helligkeit im laufenden Betrieb über das Drehrad nicht mehr eingestellt werden. Das gleiche ist bei der Aktivierung des HDR-Modes und der Fall.

Darstellung

Obwohl der Memteq Z1 laut Hersteller eine Lichtstärke von 300 cd/m² bieten soll, liefert das Testmodell nur knapp 250 cd/m². Das ist für herkömmliche Büroräume locker ausreichend. Im Freien bei starker Sonneneinstrahlung leidet die Ablesbarkeit allerdings. Die Darstellung des Bildschirms geht insgesamt in Ordnung. Allerdings ist der M Memteq Z1 mit seinem begrenzten Farbraum (sRGB: 67 Prozent, NTSC: 47 Prozent und AdobeRGB: 50%) kaum für professionelle Video- und Bildbearbeitung geeignet. Für typische Office-Applikationen reicht die Darstellungsqualität aus. Vor allem die matte Oberfläche macht sich im Test durch wenig Spiegelungen positiv bemerkbar.

Fazit: M Memteq Z1

Die Leistungen des M Memteq Z1 gehen in Ordnung. Die Verarbeitung ist gut, die Darstellungsqualität insgesamt befriedigend. Nur sollte man die Helligkeit nicht unter 30 Prozent regeln, da ansonsten ein leichtes Fiepen zu hören ist. Wer das Gerät mit einem Smartphone betreiben möchte, sollte sich jedoch vorher informieren, ob das verwendete Telefon über einen USB-C-Anschluss verfügt, der auch einen Videoausgang bietet. Bei Notebooks mit einem HDMI-Ausgang ist der Betrieb unkritisch: Im Test mit Geräten von zahlreichen Herstellern (Acer, Dell, HP, Lenovo und Xiaomi) hat der M Memteq Z1 einwandrei funktioniert.

Kai Schmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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