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HPE El Capitan mit AMD Epyc: „Zehn Mal schneller als der momentan schnellste Supercomputer der Welt“

HPE stattet das U.S. Department of Energy (DOE) mit dem bisher leistungsstärksten Supercomputer der Welt aus. Der von der HPE-Tochter Cray entwickelte Hochleistungsrechner El Capitan erreicht laut HPE zwei Exaflops und wird damit zehn Mal schneller als der momentan schnellste Supercomputer weltweit sein und leistungsfähiger als die heute 200 schnellsten Supercomputer zusammengenommen. Betrieben wird der Höchstleistungsrechner vom Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in Kalifornien. Der Supercomputer wird zukünftig das LLNL und zwei weitere US-amerikanische Forschungseinrichtungen der National Nuclear Security Administration (NNSA) bei komplexen 3D Simulationen unterstützen. El Capitan soll Anfang 2023 ausgeliefert werden.

HPE El Capitan mit AMD EPYC-Prozessoren: Zehn mal schneller als der schnellste Supercomputer (Bild: HPE)

„El Capitan wird beispiellose Fortschritte bei HPC und KI vorantreiben, die durch die AMD EPYC-CPUs der nächsten Generation und Radeon Instinct-GPUs unterstützt werden“, sagte Forrest Norrod, Senior Vice President und General Manager der Datacenter and Embedded Systems Group von AMD. „Aufbauend auf unserem starken Fundament im Bereich des Hochleistungsrechnens und dem Hinzufügen von Fähigkeiten zur transformativen Kohärenz ermöglicht AMD der NNSA Tri-Lab-Community-LLNL und den nationalen Laboratorien in Los Alamos und Sandia, ihre unternehmenskritischen Ziele zu erreichen und neue KI-Fortschritte für die Branche zu erzielen. Wir sind sehr stolz darauf, unsere Exascale-Arbeit mit dem HPE und der NNSA fortzusetzen und freuen uns auf die Lieferung des leistungsstärksten Supercomputers der Welt, die für Anfang 2023 erwartet wird.

AMD-Technologie treibt El Capitan an

El Capitan erreicht seine hohe Rechenleistung auf Basis von EPYC-Prozessoren der nächsten Generation mit dem Codenamen „Genua“ und dem Prozessorkern „Zen 4“. Diese Prozessoren unterstützen Speicher- und E/A-Subsysteme der nächsten Generation für AI- und HPC-Workloads.

Unterstützt werden die Prozessoren von Radeon Instinct-GPUs der nächsten Generation, die auf einer neuen, rechenoptimierten Architektur für Arbeitslasten einschließlich HPC und KI basieren. Diese GPUs verwenden die nächste Generation von Speicher mit hoher Bandbreite und sind für eine optimale Leistung beim Lernen in der Tiefe ausgelegt.

Für einen effizienten Datenaustausch zwischen CPU und GP sorgt die AMD Infinity-Architektur der 3. Generation, die eine Verbindung mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz zwischen den vier Radeon Instinct-GPUs und einer AMD EPYC-CPU in jedem Knoten von El Capitan bietet. Die AMD Infinity-Architektur der 3. Generation umfasst außerdem einen einheitlichen Speicher für CPU und Grafikprozessor, was den Programmierern den Zugang zu beschleunigten Berechnungen erleichtern soll. Zum Einsatz soll außerdem eine verbesserte Version der heterogenen Open-Source-Programmierumgebung ROCm kommen, um die kombinierte Leistung von AMD-CPUs und GPUs zu nutzen und so die maximale Leistung zu erschließen.

„Wir freuen uns über die Partnerschaft mit AMD, um die Cray Shasta-Architektur von HPE mit den neuesten AMD EPYC-CPUs und Radeon Instinct-GPUs zusammenzuführen und führende Technologie zur Unterstützung der missionskritischen HPC- und KI-Arbeitslasten für das Lawrence Livermore National Laboratory bereitzustellen“, sagte Peter Ungaro, Senior Vice President und General Manager, HPC und Mission Critical Solutions (MCS) bei HPE. „Bei unseren drei Exascale-Gewinnen des letzten Jahres, zu denen auch das US-Energieministerium am Oak Ridge National Laboratory gehört, sind die HPE-Systeme und -Technologien zusammen mit AMD-Prozessoren und GPUs zu einer einzigartigen Lösung für Hochleistungsrechner und Exascale-Computer geworden, und wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit zur weiteren Förderung der Innovation.

Erste Wahl bei Supercomputern: Epyc-Prozessoren von AMD

AMD konnte mit den EPYC-Server-Prozessoren bereits einige Erfolge im HPC-Umfeld verbuchen. So entschied sich das High Performance Computing Innovation Center des Lawrence Livermore National Laboratory bei seinem neuesten HPC-System Corona sowohl für EPYC als auch die Compute-GPUs AMD Radeon Instinct. Corona ist auf ein Cluster mit 383 Teraflops ausgelegt, das für maschinelles Lernen, Datenanalyse und Big Data zum Einsatz kommen soll. Das US-Energieministerium setzt die künftige EPYC-Generation in einem Cray-Shasta-System ein. Bei Microsoft Azure kommen AMD-Prozessoren für neue Cloud-Bereitstellungsmodelle zum Einsatz. Kürzlich hat das Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart (HLRS) den neuen Supercomputer Hawk in Betrieb genommen, der mit über 11.260 AMD-Rome-Prozessoren und mehr als 720.000 Prozessorkernen bestückt ist und eine Rechenleistung von rund 25,95 Petaflops (ca. 25.950.000.000.000.000 Gleitkommaoperationen pro Sekunde) bietet.

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Kai Schmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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