Bericht: Apple stellt Rechner mit ARM-Prozessor in den nächsten 18 Monaten vor

Das will Apple-Kenner Ming Chi Kuo von Informanten aus Apples Lieferkette erfahren haben. Der letzte Plattformwechsel fand 2006 von PowerPC auf Intel-Prozessoren statt.

2005 verkündete der damalige Apple-Chef Steve Jobs den Wechsel von der PowerPC-Plattform auf Intel-Prozessoren. Jetzt könnte ein erneuter Wechsel der grundlegenden Rechnerarchitekt anstehen. Der gewöhnlich sehr gut informierte Analyst und Apple-Kenner Ming Chi Kuo behauptet zumindest, dass Apple innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate einen Rechner auf Basis der ARM-Architektur vorstellen will.

„Wir gehen davon aus, dass Apples neue Produkte in 12-18 Monaten Prozessoren im 5nm-Verfahren übernehmen werden, darunter das neue 2H20 5G iPhone, das neue 2H20 iPad, das mit Mini-LEDs ausgestattet ist, und der neue 1H21 Mac, der mit einem eigenen Prozessor ausgestattet ist. Wir sind der Meinung, dass die Unterstützung des iPhone 5G, die Einführung der innovativen Mid-size-Panel-Technologie für das iPad und die erste Einführung des Mac mit einem Prozessor mit eigenem Design alles entscheidende Produkt- und Technologiestrategien von Apple sind. Da der Prozessor die Kernkomponente neuer Produkte ist, glauben wir, dass Apple nach dem Ausbruch der Epidemie die Investitionen im Zusammenhang mit 5 nm erhöht hat. Darüber hinaus wird Apple die Entwicklung von Konkurrenten durch die verstärkte Nutzung von Ressourcen verwandter Lieferanten behindern“, teilte Kuo in einer E-Mail an Investoren mit.

iPad Pro 2018: Geekbench-Gesamtergebnisse (Grafik: ZDNet.de)

Apple verwendet ARM-kompatible Prozessoren bereits in seinen Telefonen und Tablets. Durch die enormen Fortschritte in Sachen Performance ist ein Einsatz in einem Desktop-Rechner durchaus realistisch. Andererseits bedeutet ein Wechsel von Intel auf ARM auch, dass sämtliche Mac-Anwendungen auf dem neuen Rechner mit ARM-Prozessor nicht laufen werden. Ob es ein Kompatibiltäts-Modus für x86-Anwendungen geben wird, ist äußerst fraglich. Für den Wechsel der Prozessorarchitektur spricht hingegen, dass wegen der überlegenen ARM-Performance in Sachen Leistungsaufnahme Apple mit der Nutzung von ARM-Prozessoren deutlich längere Batterielaufleistungen für seine MacBooks erreichen könnte. Zudem erlangt Apple mit diesem Schritt die Unabhängigkeit von einem Prozessorhersteller, der in der Vergangenheit durch häufige Verzögerungen den MacBook-Hersteller bei der Einführung neuer Produkte behindert hat.

Sollte Kuo mit seiner Vorhersage richtig liegen, könnte Apple bereits zur diesjährigen World Wide Developers Conference, die vermutlich wieder im Juni stattfindet, einen Rechner mit ARM-Prozessor ankündigen. Damit würde der Konzern genauso vorgehen wie seinerzeit beim Wechsel von der PowerPC-Architektur auf die Intel-Plattform. Damals hatte Apple ein Jahr vor dem Erscheinen entsprechender x86-Produkte den Wechsel der Architektur auf seiner Entwicklerkonferenz angekündigt. Damit würde der Konzern Entwicklern genügend Zeit gegeben, um ihre Programme auf die neue Architektur portieren zu können. Fraglich ist außerdem, ob Apple nur einen einzigen mobilen Rechner mit ARM-Prozessor anbietet oder ob der Konzern sämtliche MacBooks und auch die High-End-Lösungen iMac Pro und Mac Pro mit ARM-Prozessoren ausstattet.

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