Samsung meldet Gewinneinbruch von 53 Prozent

Die Bilanz bestätigt die Prognose von Anfang Januar. Auch das Geschäftsjahr schließt Samsung mit einem Gewinnrückgang von 31 Prozent ab. Vor allem die Halbleitersparte belastet die Umsatz und Profit.

Samsung hat im vierten Quartal 2019 einen operativen Gewinn von 7,16 Billionen Won (5,52 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum brach der Profit um 53 Prozent ein. Der koreanische Elektronikkonzern macht dafür vor allem den Preisverfall bei Speicherchips und eine geringe Nachfrage nach Display-Panels verantwortlich. Solide Verkaufszahlen der Flaggschiff-Smartphones sollen indes schlimmeres verhindert haben.

Samsung (Bild: Samsung)Der Umsatz erhöhte sich indes nur leicht um ein Prozent auf 59,88 Billionen Won (46,14 Milliarden Euro). Während die Mobilsparte ein Plus von sieben Prozent erreichte, verlor die Halbleitersparte mehr als 10 Prozent ihres Umsatzes. Der Verkauf von Display-Panels spülte sogar 12 Prozent weniger Umsatz in Samsungs Kasse als vor einem Jahr.

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch beim operativen Profit. Während die Mobilsparte mit einem Plus von fast 67 Prozent glänzte, büßten Halbleiter und Displays 56 beziehungsweise 80 Prozent ihres Ertrags ein. Zur Entlastung trug auch die Sparte für Consumer-Elektronik bei, die bei Umsatz und operativen Gewinn leicht zulegte.

Auch beim Jahresergebnis musste Samsung deutliche Einbußen hinnehmen. Der Umsatz schrumpfte um 5 Prozent auf 230 Billionen Won, der operative Gewinn um 31 Prozent auf 27,77 Billionen Won. Die Halbleitersparte war mit einem Minus von 25 Prozent beim Umsatz und 31 Prozent beim Ertrag der Hauptgrund für die schwachen Zahlen.

In diesem Jahr rechnet Samsung nun mit einer Zunahme der Nachfrage nach 5G-Smartphones – und einem stärkeren Wettbewerb. Das Unternehmen setzt hier vor allem auf Flaggschiff-Modelle und faltbare Geräte. Zudem soll vor allem bei Speicherchips für Rechenzentren die Nachfrage stabil bleiben. Samsung setzt aber auch auf mobile Speicherprodukte wie LPDDR5-RAM.

Der Umstieg auf den Mobilfunkstandard 5G wird laut Samsung nicht nur den Smartphone-Absatz beflügeln, sondern auch den Bedarf an OLED-Displays. Technische Weiterentwicklungen in diesem Bereich sollen außerdem helfen, die Konkurrenz auf Abstand zu halten.

Einen wichtigen Anteil an Samsungs Geschäftsjahr 2020 werden die kommenden Flaggschiff-Smartphones haben, die das Unternehmen am 11. Februar vorstellen wird. Traut man den aktuellen Gerüchten, wird die neue Galaxy-S-Generation drei Modelle umfassen. Außerdem soll Samsung mit dem Galaxy Flip Z ein zweites Smartphone mit faltbarem Display vorstellen. Dessen Preis soll zwar deutlich unter den 2000 Euro liegen, die Samsung für das Galaxy Fold aufruft. Mit einem Preis klar jenseits der 1000-Euro-Marke wird es jedoch auch nicht in der Lage sein, den Massenmarkt zu erobern oder Foldables aus ihrer aktuellen Nische herauszuholen.

WEBINAR

Webinar-Aufzeichnung: Auf zu neuen Höhen mit SkySQL, der ultimativen MariaDB Cloud

In diesem Webinar stellen wir Ihnen SkySQL vor, erläutern die Architektur und gehen auf die Unterschiede zu anderen Systemen wie Amazon RDS ein. Darüber hinaus erhalten Sie einen Einblick in die Produkt-Roadmap, eine Live-Demo und erfahren, wie Sie SkySQL innerhalb von nur wenigen Minuten in Betrieb nehmen können.

Themenseiten: Displays, Flash, Quartalszahlen, Samsung, Smartphone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Samsung meldet Gewinneinbruch von 53 Prozent

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *