iOS 13.3.1: Apple behebt Fehler und schließt Sicherheitslücken

Bugs stecken unter anderem in der Mail-App, in FaceTime und CarPlay. Einige der insgesamt 23 Sicherheitslücken erlauben das Ausführen von Schadcode- mit Kernel- oder Root-Rechten. iOS 13 läuft inzwischen auf 70 Prozent aller iPhones.

Apple hat das erste iOS-Update des Jahres 2020 veröffentlicht. Die Version 13.3.1 behebt mehrere Fehler und erweitert das Mobilbetriebssystem um eine Funktion, mit der sich die Verwendung der Ortungsdienste besser verwalten lässt. Die Entwickler stopfen aber auch zahlreiche Sicherheitslöcher, die schlimmstenfalls das Ausführen von Schadcode mit Systemrechten erlauben.

iOS 13 (Bild: Apple)Neu ist ein Einstellung, mit der Nutzer die Verwendung der Ortungsdienste durch den Ultrabreitbandchip U1 steuern können. Diese Funktion betrifft allerdings nur Besitzer des iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max. Der Chip selbst soll wiederum helfen, andere iPhone 11 in der Nähe zu lokalisieren um beispielsweise einen Verbindungsaufbau per AirDrop zu beschleunigen.

Ein Fehler, der nun behoben wurde, führte laut Apple zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von Deep-Fusion-Fotos auf dem iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max. Zudem soll FaceTime nun nur noch die Weitwinkelkamera auf der Rückseite statt der Ultra-Weitwinkelkamera verwenden. Auch der Versand von Push-Mitteilungen über WLAN soll nicht mehr fehlschlagen.

Zwei Bugs steckten außerdem in der Mail App. Zum einen lud die Anwendung entfernte Bilder, obwohl diese Funktion in den Einstellungen deaktiviert war. Zudem sollen nun nicht mehr mehrere Dialogfenster zum Widerrufen angezeigt werden. Weitere Korrekturen betreffen Kommunikationslimits und Bildschirmzeit und die Sprachqualität bei Telefonaten über CarPlay.

In einem Security Advisory listet Apple zudem 23 Schwachstellen in seinen Mobilbetriebssystemen iOS und iPadOS. Sie stecken in Komponenten wie Audio, FaceTime, ImageIO, IPSec, Kernel, Mail, Messages, Telefon und Screenshots. Sie erlauben nicht nur eine Codeausführung mit System- oder gar Kernel-Rechten, sondern auch den Diebstahl vertraulicher Informationen sowie eine nicht autorisierte Ausweitung von Benutzerrechten.

Unter anderem können ohne das Update Personen mit einem physischen Zugang zu einem iPhone oder iPad die Bildschirmsperre umgehen und das Adressbuch einsehen. Der Browser Safari verschickte zuletzt zudem unter Umständen unverschlüsselte Passwörter über das Netzwerk.

Apple verteilt das Update wie immer Over-the-Air. Es steht für iPhone 6s und später, iPad Air 2 und später, iPad Mini 4 und später sowie den iPod Touch der siebten Generation zur Verfügung.

iOS 13 läuft nach Angaben des Unternehmens inzwischen auf 77 Prozent aller iPhones, die in den vergangenen vier Jahren eingeführt wurden. Bei den iPads der vergangenen vier Jahre kommt das aktuelle Betriebssystem sogar auf einen Anteil von 79 Prozent. Betrachtet man alle im Umlauf befindlichen iOS-Geräte, beträgt der Anteil von iOS 13 immerhin 70 Prozent

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