Categories: BrowserWorkspace

Nach Angriffen: Mozilla schließt Zero-Day-Lücke in Firefox

Mozilla hat nur einen Tag nach der Veröffentlichung von Firefox 72 ein weiteres Update für seinen Browser veröffentlicht, das eine kritische Zero-Day-Lücke schließt. Dem Security Advisory 2020-03 zufolge wird die Anfälligkeit bereits für zielgerichtete Angriffe ausgenutzt.

Die eigentliche Schwachstelle steckt im JavaScript JIT Compiler IonMonkey, der wiederum ein Bestandteil der JavaScript-Engine SpiderMonkey ist. Laut Mozilla handelt es sich um einen Type-Confusion-Bug. Er führt dazu, dass sich die Typzuordnung von Speichereingaben manipulieren lässt, was unabsehbare Folgen für die Datenverarbeitung haben kann.

Entdeckt wurde der Fehler vom chinesischen Sicherheitsanbieter Qihoo 360. Wie das Sicherheitsleck in der Praxis ausgenutzt wurde, ist bisher nicht bekannt. Möglicherweise werden diese Details zurückgehalten, weil auch andere Anwendungen betroffen sind.

Ein einem inzwischen gelöschten Tweet sprach Qihoo 360 nämlich von Angriffen mit Zero-Day-Lücken auf Firefox und Internet Explorer. Eine Sprecherin des Unternehmens wollte sich auf Nachfrage von ZDNet.com nicht dazu äußern. Von Microsoft liegt indes noch kein außerplanmäßiges Update für Internet Explorer vor.

Nutzer des Mozilla-Browsers sollten möglichst zeitnah auf die Version 72.0.1 umsteigen. Das Extended Support Release wurde zudem auf die Version 68.4.1 aktualisiert. Das Update verteilt Mozilla automatisch an seine Nutzer. Unter Umständen muss die Installation noch mit einem Neustart des Browsers abgeschlossen werden.

Im Juni hatte Mozilla auf zwei Zero-Day-Lücken in Firefox reagieren müssen. Sie wurden für zielgerichtete Angriffe auf Mitarbeiter von Coinbase benutzt.

WEBINAR

BlackBerry Intelligent Security - Flexible Sicherheitsrichtlinien für mobiles Arbeiten

Erfahren Sie in diesem Webinar, wie Sie die Vorteile von BlackBerry Intelligent Security in Ihrem Unternehmen voll ausschöpfen. Dazu zählen etwa eine höhere Endgerätesicherheit, ein verbesserter Bedienkomfort sowie eine erhöhte Produktivität bei reduzierten Kosten.

Stefan Beiersmann @beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

Recent Posts

Supercomputer Hawk mit 11.260 AMD-Prozessoren geht in Betrieb

Das Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart (HLRS) hat heute offiziell den Supercomputer Hawk in Betrieb genommen. Der Großrechner stammt von Hewlett Packard…

1 Tag ago

BlackBerry: Automobilindustrie und Einzelhandel sollten sich auf mehr Bedrohungen einstellen

Der Anstieg von Angriffen in der Automobilindustrie werde durch die fortschreitende Vernetzung der PKWs begünstigt. Das ist das Ergebnis des…

1 Tag ago

Telekom blickt auf ein Rekordjahr zurück

Der Konzern erzielt 2019 einen Umsatz von 80,5 Milliarden Euro, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 6.4 Prozent entspricht.…

1 Tag ago

Dell will RSA Security an Symphony Technology Group verkaufen

Dieser Schritt soll das Portfolio von Dell vereinfachen und der RSA ermöglichen, sich auf ihre Kernaufgabe im Bereich Sicherheit zu…

2 Tagen ago

Webinar: BlackBerry Intelligent Security – Flexible Sicherheitsrichtlinien für mobiles Arbeiten

Die meisten Unified Endpoint Management Produkte platzieren Richtlinien auf einem Gerät oder in einer Anwendung nach eng umrissenen Vorgaben. Entscheidend…

2 Tagen ago

Deutschland vor Hybrid-Cloud-Welle

Interessant sind die Ergebnisse des Enterprise Cloud Index 2019 für Deutschland. Denn die hiesigen Entwicklungen zeigen: Nicht jede App soll…

2 Tagen ago