Kommendes Funktionsupdate: Microsoft kündigt Windows 10 Version 2004 an

Microsoft hat eine neue Vorabversion des kommenden Funktionsupdates für Windows 10 veröffentlicht. Mit dem Build 19033 verrät der Softwarekonzern nun auch, welche Versionsnummer das derzeit nur als 20H1 bekannte Update erhalten wird: Version 2004.

Eigentlich gibt die Versionsnummer an, in welchem Jahr und Monat die Entwicklung des Updates abgeschlossen wurde – Version 2004 entspricht also April 2020. Bisher hatte Microsoft jedoch alle Frühjahrsupdates im März fertiggestellt. „Wir haben uns für 2004 als Version entschieden, um Verwechslungen mit jeglichen früheren Produkten zu verhindern (wie Windows Server 2003)“, erklärte Brandon LeBlanc, Senior Program Manager des Windows Insider Program, in einem Blogeintrag.

Die Vergabe der Versionsnummer deutet darauf hin, dass die Entwicklung des Updates schon weit fortgeschritten ist. Das lässt sich auch an zwei weiteren Details ablesen. Zum einen ist das Build 19033 nicht nur im Fast Ring, sondern auch im Slow Ring des Insider Program erhältlich – dort bietet Microsoft nur „relativ“ stabile Vorabversionen an. Zum anderen wird auf dem Desktop nicht mehr das Wasserzeichen der Preview angezeigt.

Darüber hinaus kündigte Microsoft an, schon in Kürze die erste Vorabversion des für Herbst geplanten übernächsten Funktionsupdates zu veröffentlichen. Von daher soll der Fast Ring auf den RS_PreRelease Branch umgestellt werden. Weitere Testversionen von Windows 10 Version 2004 stünden dann nur noch Nutzern im Slow Ring zur Verfügung.

Das Build 19033 behebt aber auch verschiedene Fehler. So soll die Einstellungen-App in bestimmten Situationen im Abgesicherten Modus nicht mehr abstürzen. Es wurde auch ein Bug beseitigt, der über das Tastaturkürzel Win+P zu einem Absturz des ShellExperienceHost führte. Auch das Startmenü stellte zuletzt unter Umständen den Dienst ein, und zwar sobald ein Windows-Update auf einen Neustart wartete.

Microsoft weist auch darauf hin, dass der bei der Installation des Builds 19025.1052 aufgetretene Fehler 80092004 auf dieses Build beschränkt ist. Beim Build 19033 soll er nicht auftreten. Eine vollständige Liste aller Fehlerkorrekturen findet sich wie immer im Windows Experience Blog.

Dort erwähnt LeBlanc auch bekannte Fehler. Unter anderem ist das aktuelle Build inkompatibel zu einer Anti-Cheat-Software von BattlEye. Nutzer der Software erhalten die Vorabversion von daher nicht. Ungeklärt ist auch, warum bei einigen Nutzern der Update-Vorgang bei der Installation eines neuen Builds über einen längeren Zeitraum pausiert. Außerdem wurde ein Fehler bei der Verwendung externer USB-3.0-Laufwerke noch nicht behoben.

WEBINAR

Webinar-Aufzeichnung: Zugangsdaten unter Kontrolle behalten

Sicherheit beginnt bei Identitäten, hört aber nicht dort auf. Wie Identity Management, Active Directory und Privileged Access Management (PAM) zusammenpassen, erfahren Sie in diesem Webinar.

Stefan Beiersmann @beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

Recent Posts

Supercomputer Hawk mit 11.260 AMD-Prozessoren geht in Betrieb

Das Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart (HLRS) hat heute offiziell den Supercomputer Hawk in Betrieb genommen. Der Großrechner stammt von Hewlett Packard…

4 Stunden ago

BlackBerry: Automobilindustrie und Einzelhandel sollten sich auf mehr Bedrohungen einstellen

Der Anstieg von Angriffen in der Automobilindustrie werde durch die fortschreitende Vernetzung der PKWs begünstigt. Das ist das Ergebnis des…

5 Stunden ago

Telekom blickt auf ein Rekordjahr zurück

Der Konzern erzielt 2019 einen Umsatz von 80,5 Milliarden Euro, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 6.4 Prozent entspricht.…

6 Stunden ago

Dell will RSA Security an Symphony Technology Group verkaufen

Dieser Schritt soll das Portfolio von Dell vereinfachen und der RSA ermöglichen, sich auf ihre Kernaufgabe im Bereich Sicherheit zu…

12 Stunden ago

Webinar: BlackBerry Intelligent Security – Flexible Sicherheitsrichtlinien für mobiles Arbeiten

Die meisten Unified Endpoint Management Produkte platzieren Richtlinien auf einem Gerät oder in einer Anwendung nach eng umrissenen Vorgaben. Entscheidend…

13 Stunden ago

Deutschland vor Hybrid-Cloud-Welle

Interessant sind die Ergebnisse des Enterprise Cloud Index 2019 für Deutschland. Denn die hiesigen Entwicklungen zeigen: Nicht jede App soll…

14 Stunden ago