VS-NfD: 1000 Galaxy S10 für die Bundespolizei

Als erste Sicherheitsbehörde in Deutschland nutzt die Bundespolizei Samsungs Galaxy S10 in der Enterprise Edition (EE). Der Roll-out der insgesamt etwa 1000 Smartphones wurde bereits im September abgeschlossen.

Samsung stattet die Bundespolizei mit 1000 Galaxy S10 in der Enterprise Edition (EE) aus. Zudem nutzt die deutsche Sicherheitsbehörde derzeit etwa 3500 Galaxy A8 EE, deren Anzahl in den kommenden zwei Jahren auf etwa 10.000 Stück anwachsen soll.

Mit den Galaxy-S10-Modellen kommen erstmals Samsung-Smartphones für die Übermittlung und Verarbeitung von Informationen mit der Einstufung „Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) bei der Bundespolizei zum Einsatz. Der Roll-out der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zugelassenen Geräte wurde im September 2019 erfolgreich abgeschlossen.

Die Galaxy-S10-Modell in der Enterprise Edition nutzen Führungskräfte für das Abrufen von Emails, den Zugriff auf Kontakte sowie das Aufbereiten und die digitale Übermittlung von Informationen. „Wir sehen uns als Pionier, wenn es um den Einsatz und die Etablierung moderner mobiler Kommunikationsanwendungen in Sicherheitsbehörden geht“, sagt Polizeidirektor Michael Jokisch, Referent im IT-Betrieb bei der Bundespolizei. „Wir müssen dabei den Spagat zwischen dem größtmöglichen Nutzen für die Beamten und das Sicherstellen der Geheimhaltungsstufen schaffen. Durch die gute Zusammenarbeit und die Bereitstellung einer entsprechenden technischen Plattform hilft uns Samsung enorm dabei, das zu erreichen.“

Samsung Galaxy S10 Enterprise Edition (Bild: Samsung)

Galaxy S10 mit Secusuite

Den Zugriff auf VS-NfD-Informationen ermöglicht die BSI-zugelassene Secusuite-Anwendung von Secusmart, Anbieter für sichere mobile Kommunikationslösungen, in Kombination mit Samsung Knox. Die Plattform für mobile Endgeräte sowie Mobile-Business-Produkte und -Lösungen bietet durch aufeinander aufbauende Verteidigungs- und Sicherheitsmechanismen Schutz vor Eindringlingen, Malware und anderen Bedrohungen. Darüber hinaus stellt Samsung für die Enterprise Edition regelmäßige Sicherheitsupdates über einen Zeitraum von vier Jahren ab Markteinführung des jeweiligen Produktes zur Verfügung. Im Service-Paket enthalten ist zudem Knox Configure und Knox E-FOTA, mit denen die mobile Geräteflotte vorkonfiguriert, gesteuert und aktualisiert werden kann. „Für uns ist nicht nur der Schutz beim Einsatz der Endgeräte im alltäglichen Dienst von größter Bedeutung, sondern auch eine geschützte, einheitliche und zentrale Konfiguration der Geräte über ein Mobile Device Management (MDM)“, sagt Jokisch. „Knox ermöglicht uns beides für unsere Smartphone-Flotte.“

Galaxy A8 mit spezieller NFC-Schnittstelle für Sicherheitsbehörden

Durch die für die Bundespolizei entwickelten Apps und einer für Sicherheitsbehörden freigegebenen NFC-Schnittstelle können Beamte über Galaxy-A8-Smartphones, das ebenfalls in der Enterprise Edition zum Einsatz kommt, die Echtheit verschiedener Dokumente prüfen. Dafür wird der Chip im Personalausweis oder dem Reisepass ausgelesen und die digital signierten Daten auf Echtheit geprüft. Neben dieser Prüfung der Echtheit des Identitätsnachweises findet zudem ein automatisierter Abgleich mit der Fahndungsliste statt.

„Wir bieten eine vom BSI freigegebene NFC-Schnittstelle für Smartphones“, sagt Tuncay Sandikci, Director Enterprise Business bei Samsung Electronics GmbH. „Die geschützte kontaktlose Übertragung von Daten unterstützt Beamte bei ihrer Arbeit und kann dabei helfen, Fehler zu vermeiden und Zeit einzusparen.“ In Zukunft sollen weitere Funktionen der Identitätsprüfung hinzukommen. Der Einsatz der mobilen Lösungen bei der Bundespolizei dient dabei als Blaupause. Einige Landespolizeien möchten in den kommenden Jahren ebenfalls ihre Beamten mit Smartphones und Tablets von Samsung ausstatten. Die Polizisten nutzen die Smartphones unter anderem für ihre Einsätze in grenznahen Gebieten und an Bahnhöfen.

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