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Samsung zeigt Smartphone-Bildsensor mit 0,7 Mikrometer-Pixeln

Samsung hat unter der Bezeichnung Isocell Slim GH1 einen neuen Bildsensor für Smartphone-Kameras vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens ist es der branchenweit erste Sensor mit einer Pixelgröße von 0,7 Mikrometern. Kleinere Bildpunkte ermöglichen kleinere Sensoren mit einer zugleich höheren Auflösung.

Der GH1 löst 43,7 Millionen Pixel (7968 mal 5480 Pixel) auf. Trotz ihrer geringen Größe sollen die einzelnen Bildpunkte in der Lage sein, genug Licht für „helle und lebendige Fotos“ zu erfassen. Das ermöglicht Samsung durch seine Isocell-Plus-Technik. Sie soll für eine saubere Trennung der einzelnen Bildpunkte sorgen und somit optische Verluste und Störungen durch benachbarte Pixel reduzieren.

Während eine höhere Auflösung des Bildsensors für schärfere und detailliere Bilder sorgen kann, haben kleinere Pixel den Nachteil, dass sie weniger Licht aufnehmen können. Um bei schlechten Lichtverhältnissen trotzdem noch gute Fotos zu ermöglichen, bedient sich Samsung einer Tetracell genannten Technologie. Sie fasst vier 0,7 Mikrometer große Pixel zu einem 1,4 Mikrometer großen Bildpunkt zusammen – der deutlich lichtempfindlicher ist.

Die Tetracell-Technik kommt aber auch bei Videoaufnahmen zum Einsatz. Hier soll sie aber vor allem dafür sorgen, dass 4K-Videos mit annähernd demselben Blickwinkel aufgenommen werden wie Fotos. Normalerweise führt die 4K-Auflösung von 3840 mal 2160 Pixeln dazu, dass nur ein kleiner Bereich des deutlich höher auflösenden Sensors genutzt wird – was zugleich den Blickwinkel reduziert.

Zur weiteren Ausstattung des GH1 gehören eine elektronische Bildstabilisierung und ein Phasenerkennungs-Autofokus. Die HDR-Funktion soll zudem für eine ausgeglichene Belichtung und reichhaltigere Farben in Aufnahmesituation mit gemischten Lichtverhältnissen sorgen.

Die Massenfertigung des GH1 kündigte Samsung für das Jahresende an. Der Chip sollte also erst mit neuen Smartphone-Modellen im kommenden Jahr den Markt erreichen.

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Stefan Beiersmann @beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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