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Google stellt Pixel 4 am 15. Oktober vor

Google hat Pressevertreter für den 15. Oktober zu einer Veranstaltung in New York eingeladen. Sie beginnt um 10 Uhr Ortszeit. Wie üblich enthält die Einladung keine besonderen Details. Allgemein wird aber erwartet, dass Google seine neuen Smartphones Pixel 4 und Pixel 4 XL vorstellen wird. Die Veranstaltung wird live auf Youtube übertragen. Über die neuen Pixel-4-Smartphones sind schon einige Details bekannt. Selbst Google hat schon ein paar Informationen preisgegeben.

Eine Analyse von XDA Developers von einer durchgesickerten Installationsdatei der Google-Kamera-App für das Pixel 4 offenbart erste Einblicke in die Kamerafunktionen des kommenden Google-Smartphones, darunter Funktionen wie Audio Zoom, Live HDR und Verbesserungen für Nachtaufnahmen.

Sterne fotografieren

Der Nachtmodus soll dem Bericht zufolge dem Pixel 4 den Weg in den Bereich der Astrofotografie ebnen. Unter anderem enthält die APK-Datei von Google Kamera 7.0 einen String „ZSL_Night_Sight“, wobei ZSL für Zero Shutter Lag stehen soll, was Nachtaufnahmen beschleunigen soll. Zudem soll die GPU des Smartphones eine Technik unterstützen, die Sterne in Fotos erkennt und deren Darstellung optimiert. Sie könnte das Problem zu langer Belichtungszeiten lösen, das bei der Astrofotografie dazu führt, dass Sterne nicht als Punkte, sondern durch die Erdrotation als Ovale oder gar kurze Striche dargestellt werden.

Live HDR wiederum soll es erlauben, das Ergebnis eines High-Dynamic-Range-Fotos bereits im Sucher darzustellen, bevor der Auslöser betätigt wird. Zudem wird vermutet, dass die Funktion die Berechnung von HDR-Fotos generell auf wenige Millisekunden verkürzen wird. Die Funktion soll auf einem von Google-Mitarbeitern und Forschern des MIT entwickelten Algorithmus namens HDRNet basieren.

Eine weitere Neuerung wäre Mesh Warping. Ihre Aufgabe ist es laut XDA Developers, Verzerrungen bei Weitwinkelaufnahmen mit der Frontkamera zu korrigieren. Die Funktion soll zudem bestätigen, dass das Pixel 4 eine Weitwinkel-Frontkamera erhält. Die App soll aber auch das Dynamic Depth Format (DDF) unterstützen, das eine nachträgliche Bearbeitung der Bildschärfe erlaubt, ohne dabei das Originalfoto zu verändern.

Audio-Zoom schließlich soll Ton-Aufzeichnungen mit der Kamera bei Einsatz des Zooms auf das aufgenommene Objekt konzentrieren. Ähnliche Funktionen bieten derzeit LG und HTC für einige Smartphonemodelle sowie Samsung für das Galaxy Note 10 und Apple für das iPhone 11.

Ende Juli hatte Google selbst Einzelheiten zu zwei neuen Features veröffentlicht. Demnach integriert Google im Pixel 4 ein mit Soli bezeichnetes Bewegungsradar, an dem es eigenen Angaben zufolge bereits seit fünf Jahren arbeitet. Soli soll Bewegungen um das Telefon herum erkennen und erweiterte Möglichkeiten für eine Gestensteuerung bieten. Die sogenannten Motion-Sense-Funktionen soll Anwender dabei unterstützen, mit Handgesten Songs zu überspringen, den Wecker einzuschalten und Telefonate stummzuschalten. Allerdings soll Motion Sense nur in ausgewählten Ländern verfügbar sein.

Die von Google integrierte Gesichtsentsperrung soll anders als bei vergleichbaren Lösungen der Konkurrenz leistungsfähiger sein. „Wenn Sie nach dem Pixel 4 greifen, schaltet Soli proaktiv die Gesichtsfreigabesensoren ein und erkennt, dass Sie Ihr Handy möglicherweise freischalten möchten. Wenn die Sensoren und Algorithmen zum Entsperren des Gesichts Sie erkennen, wird das Telefon entsperrt, während Sie es in die Hand nehmen, alles in einer Bewegung. Noch besser, Face Unlock funktioniert in fast jeder Ausrichtung – auch wenn Sie es auf den Kopf stellen – und Sie können es auch für sichere Zahlungen und App-Authentifizierung verwenden“, schreibt Pixel-Produkmanager Brandon Barbello.

Google betont, dass die zur Gesichtsentsperrung des Pixel 4 anfallenden Daten auf dem Telefon verarbeitet und gespeichert werden. Hierfür ist der mit Titan M bezeichnete Sicherheits-Chip des Pixel verantwortlich. Er soll auch dafür sorgen, dass Soli-Sensordaten nicht das Smartphone verlassen.

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Kai Schmerer @KaiSchmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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