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Mi MIX 4: Technische Spezifikationen veröffentlicht

Der in China bekannte Leaker 科技Yu hat eigenen Angaben zufolge von Insidern die technische Daten des für den Herbst erwarteten Mi MIX 4 erfahren. Neben den schon in früheren Berichten geäußerten Vermutungen, dass das neue Xiaomi-Flaggschiff von einem Snapdragon 855+ angebtrieben wird und voraussichtlich mit dem von Xiaomi und Samsung entwickelten Isocell Bright HMX-Sensor mit 108 Megapixel ausgestattet ist, verrät 科技Yu weitere Details.

Mi MIX 4 (Bild: 科技Yu)

4500-mAh-Akku: Aufladen mit bis zu 45 Watt, kabellos mit bis zu 30 Watt

Demnach verfügt das Mi MIX 4 über einen 4500 mAh starken Akku. Bislang waren die Smartphones der MIX-Serie nicht für eine lange Batterielaufleistung bekannt. Der Energiespender im Mi MIX 3 verfügt beispielsweise nur über eine Kapazität von 3200 mAh. Neu ist auch, dass der Akku kabelgebunden mit bis zu 45 Watt aufgeladen werden kann. Auch das Samsung Galaxy Note 10 lässt sich mit 45 Watt „betanken“. Allerdings wird dafür ein geeignetes Netzteil benötigt, da das mitgelieferte nur 25 Watt bietet.

Beim kabellosen Aufladen sorgt das Mi MIX 4, sofern die Angaben zutreffend sind, mit 30 Watt für einen neuen Rekordwert, der den bisherigen vom Mi 9 mit 20 Watt um 50 Prozent übertrifft. Allgemein liegt die Leistung beim kabellosen Aufladen bei 10 Watt. Das iPhone beherrscht sogar nur 7,5 Watt. Man darf gespannt sein, ob Xiaomi wie beim Mi MIX 3 auch wieder ein Qi-Ladepad mit einem passenden Netzteil mitliefert. Das Mi MIX 4 soll außerdem in der Lage sein, andere Geräte kabellos aufzuladen. Auch das ist keine Neuerung: Schließlich unterstützen die Technik schon einige Smartphones von Samsung und Huawei. Auch das kommende iPhone 11 soll die Funktion beherrschen.

Mi MIX 4: 108-Megapixel-Sensor und 1 TByte Speicher

In Sachen Speicherausstattung soll das Mi MIX 4 mit bis zu 12 GByte RAM erhältlich sein und auf schnellen UFS-3.0-Speicher setzen, der auch im Galaxy Note 10 und im OnePlus 7 Pro zum Einsatz kommt. Optional soll das Smartphone auch mit einer Speicherkapazität von 1 TByte angeboten werden. Das scheint angesichts des 108-Megapixel-Sensors, der zwar in der Regel vier Pixel zu einem zusammenfasst und daher Bilder „nur“ mit 27 Megapixel aufnimmt, durchaus verständlich. Erst recht, wenn man bedenkt, dass der 108-Megapixel-Sensor auch eine verlustfreie Videoaufzeichnung mit bis zu 6K (6016 x 3384 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde (fps) unterstützt. Speicherplatz sollte in einem Smartphone mit einem derartigen Sensor also üppig vorhanden sein. Zumal die MIX-Serie einen Speicherausbau mangels microSD-Card-Slots bislang nicht unterstützt hat. Die Sensorgröße für Weitwinkel- und und Telekamera entspricht mit 16 und 12 MP den Modellen, die Xiaomi bereits im Mi 9 verwendet. Angeblich verwendet Xiaomi bei der Telekamera eine Persikoplinse, wie sie auch von Oppo und Huawei verwendet wird.

3,5-mm-Anschluss, Keramikgehäuse

Nachdem Xiaomi bei den meisten seiner Smartphones auf einen 3,5-mm-Anschluss für Kopfhörer verzichtet, wird das Mi MIX 4 überraschenderweise angeblich einen solchen Anschluss bieten. Das Gehäuse soll wie bisher wieder aus Keramik bestehen. Fraglich ist noch, ob Xiaomi für die Selfiekamera wieder über einen Slider-Mechanismus wie beim MIX 3 oder über eine Popup-Kamera wie beim Mi 9T realisiert. Oder überrascht uns der Hersteller mit der ersten Kamera unter dem Display?

Mi MIX 4: Darf Xiaomi den Namen „MIX“ noch verwenden?

Von einem anderen respektierten Insider stammt die Information, dass Xiaomi die Markenbezeichnung „MIX“ nicht mehr verwenden darf. Angeblich gibt es einen chinesischen Service mit diesem Namen, deren Inhaber vor Gericht verlangt haben, Xiaomi die Verwendung dieser Marke zu untersagen. Xiaomi legte in dieser Angelegenheit Berufung beim Beijing Intellectual Property Court ein, aber das Gericht wies den Antrag ab.

Kai Schmerer @KaiSchmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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