Künstliche Intelligenz: Google beurlaubt DeepMind-Mitbegründer

Der Mitbegründer der britische KI-Schmiede DeepMind Mustafa Suleyman war für KI-Anwendungen in den Bereichen Gesundheit und Energie verantwortlich. 2017 geriet das Unternehmen wegen Datenschutzverletzungen in die Kritik.

Nach einem Bericht von Reuters hat Google den Mitbegründer der britischen KI-Schmiede DeepMind Mustafa Suleyman beurlaubt. Suleyman war für KI-Anwendungen in den Bereichen Gesundheit und Energie verantwortlich. Außerdem war er das Aushängeschild des Unternehmens und hatte mit Politikern, Aktivisten und Forschern über künstliche Intelligenz und die ethischen Leitplanken diskutiert. Google hatte das Unternehmen 2014 für 400 Millionen Dollar übernommen.

DeepMind (Bild: DeepMind)

Warum Suleyman genau beurlaubt wurde, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt. „Mustafa nimmt sich jetzt nach 10 hektischen Jahren eine Auszeit“, sagte eine DeepMind-Sprecherin. Laut Blomberg soll es zu Kontroversen über einige Projekte gekommen sein, die der Forscher leitete. Suleyman gründete das Unternehmen 2010 zusammen mit dessen derzeitigem Chef Demis Hassabis.

2017 geriet das Unternehmen wegen einer App, die im britischen Gesundheitssystem zum Einsatz kam, in Kritik. Die mobile App namens Streams hatte unerlaubterweise Zugriff zu 1,6 Millionen Patientendaten. Suleyman entschuldigte sich damals in einer Erklärung.

DeepMind entwickelt Algorithmen für selbstlernende Systeme. Seine Website spricht von innovativen Methoden, die „die besten Techniken aus den Bereichen Maschinelles Lernen und System-Neurowissenschaft kombinieren, um leistungsfähige Allzweck-Lernalgorithmen zu konzipieren.“ Die ersten kommerziellen Anwendungen waren demnach Simulationen, E-Commerce und Spiele. Bekannt wurde seine Tochter AlphaGo als deren KI-Software in einem historische Duell einen der weltweit stärksten Go-Spieler durch ein klares 4:1 besiegen konnte.

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