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Microsoft übernimmt jClarity zur Optimierung von Java-Workloads auf Azure

Microsoft hat die Übernahme von jClarity zu einem nicht öffentlich genannten Betrag angekündigt. Dadurch will der Softwarehersteller eine Optimierung von Java-Workloads auf Azure realisieren. Die in London ansässige Firma wirbt für ihre kommerzielle Unterstützung von AdoptOpenJDK-Binarys als „der Drop-in-Ersatz für Oracle’s Java/JDK“.

JClarity ist ein wichtiger Unterstützer des AdoptOpenJDK-Projekt, das Binärdateien von OpenJDK für eine Vielzahl von Plattformen, einschließlich Linux und Windows, erstellt. JClarity bietet Softwareleistungsanalysen und -tuning, die eigenen Angaben zufolge, „durch maschinelles Lernen angetrieben werden“ und die darauf abzielen, Java-Leistungsprobleme auf dem Desktop und in der Cloud zu lösen.

„Unsere Vision geht über Java hinaus. Die maschinellen Lerntechniken, die wir heute in Java perfektionieren, werden morgen auf alle Sprachen mit verwalteten Laufzeiten anwendbar sein“, teilt das jClarity-Team auf seiner Website mit.

„Bei Microsoft sind wir fest davon überzeugt, dass wir mehr für unsere Kunden tun können, indem wir mit der Java-Community zusammenarbeiten“, sagte Corporate Vice President John Montgomery im heutigen Blogbeitrag. „Das jClarity-Team wird mit Unterstützung von Microsoft weiterhin mit der OpenJDK-Community und dem Java-Ökosystem zusammenarbeiten, um den Fortschritt der Plattform zu fördern.“

Microsofts eigene Nutzung von Java ist in den letzten Jahren mit Services wie Azure HDInsight und Minecraft gewachsen, so Montgomery. Darüber hinaus haben einige große Microsoft-Kunden wie Adobe, Daimler und Societe Generale ihre Java-Produktions-Workloads auf Azure portiert.

Laut Microsoft basieren mehr als die Hälfte der Computer-Workloads, die derzeit auf Azure laufen, auf Linux. Letztes Jahr bestätigte die Firma, dass Linux und nicht Windows Server, die dominierende Plattform auf Azure ist.

Kai Schmerer @KaiSchmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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