Categories: Workspace

Android: 85 Adware-Apps aus Play Store entfernt

Wieder einmal hat Google Anwendungen aus dem Play Store entfernt, die durch das offenbar löchrige Sicherheitsnetz des offiziellen Android App Stores geschlüpft sind. Bei den 85 mit Adware verseuchten Programmen handelt es sich um Foto- und Spiele-Anwendungen, die insgesamt acht Millionen Mal heruntergeladen wurden.

Trend Micro: 85 Apps (PDF) mit Adware aus Play Store entfernt (Screenshot: ZDNet.de).

Sie enthalten laut Trend Micro eine mit AndroidOS_Hidenad.HRXH bezeichnete Adware, die 30 Minuten nachdem das Smartphone entsperrt wurde, aktiv wird und Werbung bis zu fünf Minuten lang anzeigt. Zudem versteckt sich die Anwendung im App Drawer.

Jedes Mal, wenn der Benutzer das Gerät freischaltet, prüft die App, ob sie länger als 30 Minuten installiert ist. Dann blendet sie ihr Symbol im App Drawer aus und erstellt eine Verknüpfung auf dem Startbildschirm des Geräts. Löscht der Nutzer diese Verknüpfung bleibt die App trotzdem auf dem Gerät installiert.

Die Anzeigen werden im Vollbildmodus dargestellt und verdecken damit die Benutzeroberfläche der eigentlichen App. Benutzer sind gezwungen, die gesamte Anzeigedauer der Werbung abzuwarten, bevor sie die Anwendung schließen oder zur App selbst zurückkehren können. Die Anzeigedauer und -häufigkeit der Werbung kann von den Cyberkriminellen aus der Ferne konfiguriert werden (Standard ist fünf Minuten).

HIGHLIGHT

Safer Internet Day: Identität und Privatsphäre schützen

Im Rahmen des Safer Internet Day erläutert ZDNet sechs Maßnahmen, wie man die Sicherheit im Internet erhöhen und den Schutz der Privatsphäre verbessern kann.

Adware ermöglicht Cyberkriminellen, betroffene Geräte zu monetarisieren. Laut Trend Micro sind mobile Vorfälle mit Betrug und Adware im vergangenen Jahr so heftig geworden, dass sie in Unternehmen erheblichen finanziellen Schaden verursachen.

Da sich die fraglichen Apps im App Drawer verstecken, können betroffene Nutzer sie dort nicht löschen. Eine Deinstallation ist aber über „Einstellungen – Apps“ möglich. Um sich vor derartigen Apps zu schützen, sollten Nutzer laut Trend Micro die Bewertungen im App Store aufmerksam lesen. Dort seien oft entsprechende Hinweise auf Adware enthalten. Auch würden aktuelle Android-Virenscanner die mit Adware verseuchten Apps erkennen.

Alternativ können Android-Nutzer die Open-Source-App Blokada installieren, die sämtliche Verbindungen zu bekannten Ad-Servern kappt.

Kai Schmerer @KaiSchmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

Recent Posts

Samsung stellt ausfallsichere PCIe-SSD vor

Eine Fail-in-place genannte Technik erkennt defekte Speicherchips. Sie verlagert die dort gespeicherten Daten in andere Chips. Der sonst notwendige Austausch…

3 Tagen ago

Windows Defender: Update legt Scan-Funktion lahm

Schnellüberprüfung und vollständiger Scan bearbeiten nur rund 40 Dateien. Offenbar funktioniert nur die Benutzerdefinierte Überprüfung korrekt. Auslöser ist ein fehlerhaftes…

3 Tagen ago

Huawei Mate 30 und Mate 30 Pro mit Android 10 aber ohne Google-Dienste

Das Mate 30 kostet mit 8 GByte RAM und 128 GByte Speicher 799 Euro. Das Mate 30 Pro für 1099…

3 Tagen ago

Hacking-Kampagne gegen IT-Provider bereitet Angriffe auf die Lieferkette vor

Derzeit sind überwiegend Unternehmen in Saudi-Arabien betroffen. Die Gruppe Tortoiseshell ist offenbar seit Juli 2018 aktiv. Aktuelle setzt sie auf…

4 Tagen ago

Neue Ransomware macht PCs mit „Overkill“-Verschlüsselung unbrauchbar

Nemty kombiniert verschiedene Verschlüsselungstechniken. Außerdem nutzt die Erpressersoftware ungewöhnlich lange RSA-Schlüssel mit 8192 Bits. Die Entwicklung eines kostenlosen Entschlüsselungstools halten…

4 Tagen ago

Amazon Music bietet ab sofort Hi-Res-Audio-Streaming

Amazon Music HD bietet verlustfreien Klang in zwei Qualitätsstufen: HD und Ultra HD. HD Songs verfügen über eine Bittiefe von…

4 Tagen ago