Windows 10: Werbung ausschalten

Nach der Installation von Windows 10 ist das Startmenü mit zahlreichen Apps, für die Microsoft von den Herstellern vermutlich Geld kassiert, befüllt. Je nachdem, welche Version von Windows zum Einsatz kommt, unterscheiden sich diese in Fachkreisen mit Crapware bezeichneten Programme. In Windows 10 Home werden andere Anwendungen als in Windows 10 Enterprise installiert. Immerhin lassen sich diese vorinstallierten Apps relativ problemlos löschen.

App-Werbung im Startmenü ausschalten

Doch damit nicht genug. Hat man die unerwünschten Apps gelöscht, wird man nach kurzer Zeit feststellen, dass schon wieder unerwünschte Anwendungen auf dem System installiert sind, respektive zur Installation angeboten werden. Die entsprechende Funktion nennt Microsoft „Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen„. Sie befindet sich auch unter der neuesten Windows-Version 1903 alias Mai-2019-Update unter Einstellungen – Personalisierung – Start.

Hinweise im Sperrbildschirm

Auch unter der Funktion „Windows-Blickpunkt“ verbirgt sich eine Werbeschleuder. Das Feature sorgt nicht nur dafür dass automatisch Hintergrundbilder für den Sperrbildschirm von Bing heruntergeladen werden, sondern die Fläche wird auch für App-Werbung wie kommerzielle Spiele genutzt. Wer das nicht möchte, hat leider nur die Möglichkeit diese Funktion unter Einstellungen – Personalisierung – Sperrbildschirm komplett auszuschalten, indem man eine andere Option im Bereich Hintergrung wählt. Zur Auswahl stehen „Bild“ und „Diashow“. Hat man sich für eine entschieden, wird man feststellen, dass darunter plötzlich die Option „Unterhaltung, Tipps und mehr von Windows und Cortana auf dem Sperrbildschirm anzeigen“ auftaucht. Diese sollte man in jedem Fall ausgeschaltet lassen, sofern man nicht von Werbung und anderen Hinweisen genervt werden möchte.

Werbung im Explorer deaktivieren

Auch den Datei-Explorer nutzt Microsoft für Werbeeinblendung, etwa im OneDrive-Ordner. Diese lässt sich unterbinden mit der Deaktivierung der Option „Benachrichtigungen des Synchronisierungsanbieters anzeigen„. Zu dieser Option gelangt man über das Explorer-Menü „Ansicht“, dann im rechten Bereich auf „Optionen“ klicken, „Ansicht“ auswählen und o.a. Option deaktivieren. Zum Schluss noch auf „übernehmen“ klicken.

Werbung in der Taskbar und im Info-Center verhindern

Die Taskbar und das Info-Center sind ebenfalls nicht frei von unliebsamen Hinweisen. Diese schaltet man unter Einstellungen – System – Benachrichtigungen und Aktionen mit der Deaktivierung von „Windows-Willkommensseite nach Updates und gelegentlich bei der Anmeldung anzeigen, um Neuigkeiten und Vorschläge zu lesen“ und „Bei der Nutzung von Windows Tipps, Tricks und Vorschläge erhalten“ aus.

Kai Schmerer @KaiSchmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

Recent Posts

Vodafone senkt Gigabit-Tarif auf 40 Euro monatlich

Gegenüber dem bisherigen Tarif beträgt die Ersparnis pro Monat fünf Euro oder elf Prozent. Damit zählt das Angebot zu den…

4 Stunden ago

Malwarebytes löscht „unlöschbare“ Android-Malware xHelper

Sie übersteht einen Factory Reset. Malwarebytes findet jedoch eine Möglichkeit, die Routine für die Neuinstallation zu durchbrechen. Unklar ist weiterhin,…

12 Stunden ago

Microsoft zieht zwei Sicherheitspatches zurück – weiteres Update bereitet massive Probleme

Die Sicherheitsupdates sollen Schwachstellen in der Funktion Secure Boot schließen. Microsoft nennt keine Details zu mögliche Fehlersymptomen, rät Betroffenen aber…

13 Stunden ago

Nach Klage von Amazon: US-Bundesgericht stoppt Auftragsvergabe an Microsoft

Es entspricht einem Antrag von Amazon Web Services. Die Begründung seiner Entscheidung hält das Gericht derzeit unter Verschluss. Microsoft und…

3 Tagen ago

Niederlage für Apple: US-Gericht wertet Durchsuchung von Mitarbeitern als Arbeitszeit

Zwei Mitarbeiter klagen wegen der unbezahlten Durchsuchung ihrer Taschen. Die vorgeschriebene Kontrolle kostet sie täglich bis zu 30 Minuten. In…

3 Tagen ago

Schwachstellen in Bluetooth LE betreffen Hunderte Produkte wie Smart Home und Smartwachtes

Anfällig sind SoCs von Herstellern wie Texas Instruments, Dialog, NXP, STMicroelectronics. Sie finden sich in Produkten von FitBit, August und…

3 Tagen ago