Bitkom: 73 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen Cloud Computing

Damit steigt der Anteil der Unternehmen, die Cloud Computing nutzen, gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent. 54 Prozent der von Bitkom und KPMG untersuchten Firmen bestätigen eine Zunahme der Datensicherheit.

Der Branchenverband Bitkom und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG haben den Cloud-Monitor 2019 veröffentlicht. Er basiert auf einer repräsentativen Untersuchung, die seit 2011 jährlich durchgeführt wird. Die Stichprobe umfasst 553 Personen aus Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern in Deutschland. Bei den Befragten handelt es sich ausschließlich um Führungspersonen mit Aufgaben aus dem Organisationsbereich Informationstechnologie (IT) oder um Mitglieder der Geschäftsführung.

Cloud-Monitor 2019 (Bild: Bitkom, KPMG)

Die Nutzung von Cloud Computing ist der Untersuchung zufolge gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 73 Prozent gestiegen, nachdem sie 2017 stagnierte. Erstmals sagen weniger als 10 Prozent der Unternehmen, dass Cloud Computing für sie derzeit kein Thema sei. Vor fünf Jahren zeigte sich noch jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) skeptisch gegenüber der Cloud.

Beide grundlegenden Cloud-Modelle, die Private und die Public Cloud, verzeichnen jeweils ein Wachstum um 4 Prozentpunkte. Damit setzen weiterhin deutlich mehr Unternehmen auf Private Cloud Computing (55 Prozent) als auf Public Cloud Computing (35 Prozent). Dass es weiterhin Vorbehalte gerade gegenüber der Public Cloud gibt, zeigt sich in der zwar abnehmenden, aber immer noch relativ hohen Zahl der Unternehmen, für die eine Public-Cloud-Nutzung zurzeit kein Thema ist (37 Prozent). Laut Bitkom ist für das Jahr 2019 dennoch mit einem weiteren Wachstum im Cloud-Markt zu rechnen. Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) plant oder diskutiert zumindest, die Cloud in der einen oder anderen Variante im Unternehmen einzuführen.

Cloud-Monitor 2019: Cloud-Nutzung (Bild: Bitkom, KPMG)

Für die Nutzung von Cloud Computing machen die Unternehmen Vorteile bei der Digitalisierung aus. Deutliche Unterschiede zeigen sich allerdings in der Bewertung des Digitalisierungsbeitrags: Die Mehrheit der Unternehmen bestätigt, dass die Cloud-Nutzung einen sehr großen oder eher großen Beitrag zur Digitalisierung ihres Unternehmens leistet (57 Prozent), nahezu jeder Dritte (30 Prozent) sieht einen mittleren Beitrag und nur eine Minderheit einen eher geringen oder gar keinen Beitrag.

Skepsis gegenüber Public Cloud

Die Ergebnisse des Cloud-Monitors 2019 zeigen, dass 37 Prozent der Unternehmen der Nutzung von Public-Clouddiensten kritisch gegenüberstehen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Angst vor unberechtigtem Datenzugriff und vor Datenverlust bei den Nicht-Nutzern sogar deutlich zugenommen (jeweils plus 13 Prozent seit 2016). Daraus schlussfolgert der Bitkom: „Solange die Public-Cloud-Anbieter die Nicht-Nutzer nicht von der Sicherheit der Public Cloud überzeugen können, wird der Public-Cloud-Markt nur langsam wachsen.“

Dennoch seien die Aussichten für weiteres Wachstum beim Cloud Computing weiter positiv: Acht von zehn (80 Prozent) sehen durch die Nutzung von Cloud Computing eine schnellere Skalierbarkeit ihrer IT-Leistungen. Drei Viertel (76 Prozent) bestätigen eine Verbesserung beim ortsunabhängigen Zugriff auf ihre IT. Für mehr als die Hälfte (54 Prozent) hat die Public Cloud die eigene Datensicherheit verbessert.

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