US-Smartphonemarkt: Apple verliert, Samsung legt leicht zu

Nach einem Rekordumsatz im letzten Jahr fielen in die Smartphoneverkäufe in Nordamerika im ersten Quartal 2019 auf ein Fünf-Jahres-Tief. Dazu trägt vor allem das schwache Abschneiden des iPhone-Herstellers bei, während Samsung den Abstand zu Apple verringern kann.

Im ersten Quartal 2019 sind die Smartphoneverkäufe in Nordamerika im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent zurückgegangen. Sie fielen auf ein Fünf-Jahres-Tief von 36,4 Millionen Stück, nachdem im ersten Quartal 2018 ein Rekordumsatz von 44,4 Millionen Geräten erreicht wurde. Das meldet Canalys und führt es auf das schwache Abschneiden Apples sowie die Abwesenheit von ZTE im amerikanischen Markt zurück.

Apple konnte sich trotz des regionalen Rückgangs von 19 Prozent als klarer Marktführer halten mit 14,6 Millionen verkauften iPhones und einem Marktanteil von 40 Prozent in Nordamerika. Dazu trugen Preisnachlässe von Mobilfunkanbietern und Handel für ältere Modelle sowie die von Apple offensiv beworbene Inzahlungname älterer Geräte bei.

(Bild: Canalys)

Dabei brachte Apple über 4,5 Millionen Einheiten seines Volumenmodells iPhone XR in den Verkauf, während Samsung jeweils über zwei Millionen der Galaxy-Modelle S10+ sowie S10e absetzen konnte. Allein diese drei Top-Modelle sorgten im ersten Quartal für 25 Prozent aller Smartphoneverkäufe in Nordamerika.

„Apples Absturz im ersten Quartal folgte besonders hohen Stückzahlen von Flaggschiff-iPhones im vorhergehenden Quartal“, merkt Canalys-Research-Analyst Vincent Thielke an. Die entscheidende Herausforderung in den kommenden Jahren aber bleibe für den iPhone-Hersteller, dass seine zuletzt vorgestellten iPhones sich zu wenig unterschieden. „Um 2020 besser abzuschneiden, wird Apple radikal neue Features herausstellen müssen, die am meisten geeignet sind, die Verbraucher zu beeindrucken.“

(Bild: Canalys)

Samsung gelang es im ersten Quartal, den Abstand zu Apple zu verringern. Der koreanische Hersteller steigerte seine Verkäufe leicht von 10,3 auf 10,7 Millionen Smartphones, konnte damit aber aufgrund des allgemeinen Rückgangs in Nordamerika seinen Marktanteil von 23 auf 29 Prozent steigern. „Samsung hat mit seinen Galaxy-S10-Geräten eine echte Differenzierung erreicht“, so Canalys-Analyst Thielke. „Sowohl seine Triple-Kamera, das Ultra-Weitwinkelobjektiv, das Displayloch-Design als auch Wireless PowerShare haben das Interesse der Verbraucher geweckt. Obwohl diese Technologien nicht neu sind, ist Samung unter den Ersten, die sie mit einem Smartphone für den Massenmarkt in die USA bringen. Die Attraktivität solcher neuen Features wird auch bei anderen Markteinführungen in diesem Jahr eine große Rolle spielen.“

Themenseiten: Apple, Canalys, Marktforschung, Samsung, Smartphone, Smartphonemarkt

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