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Gartner: Anzahl ausgelieferter faltbarer Smartphones erreicht 30 Millionen im Jahr 2023

Die weltweite Auslieferung von PCs, Tablets und Mobiltelefonen, setzt laut Gartner ihr flaches Wachstum fort und erreicht 2,21 Milliarden Einheiten im Jahr 2019. Die Marktanalysten gehen außerdem davon aus, dass der Abwärtstrend im PC-Markt auch weiterhin anhält, während der Mobilfunkmarkt im Jahr 2020 wieder ein Wachstum erzielen wird.

„Zum achten Mal in Folge steht der PC-Markt still“, sagt Ranjit Atwal, Forschungsdirektor bei Gartner. „PC-Lieferungen werden 2019 258 Millionen Einheiten ausmachen, ein Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber 2018.“ Die Auslieferung von Standard-PCs sinkt sogar um drei Prozent auf 189 Millionen Einheiten.

Laut Gartner nutzen Verbraucher ihre PCs immer länger, statt sie zu ersetzen, sodass die Auslieferungen im Jahr 2019 um weitere 2,5 Millionen Einheiten zurückgehen. „Für Unternehmen geht die Migration von Windows 10 in die nächste Phase über. Während sich die USA nun in der Endphase befinden, hat China, das seine Migration verzögert hat, noch einige Jahre vor sich. Durch die Verschiebung der Migration von Windows 10 auf 2020 erhöhen Unternehmen das Risiko, auf einem nicht unterstützten Betriebssystem zu bleiben. Die Unterstützung von Windows 7 endet im Januar 2020″, sagte Atwal.

Windows 10 bis 2021 mit einem Anteil von 75 Prozent

Die Auslieferung von Mobiltelefonen schätzt Gartner für 2019 auf 1,8 Milliarden Einheiten, was einem Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Marktforscher sehen die sehr gute Qualität aktueller Geräte als Grund für das schwache Marktwachstum. „Sofern neue Modelle keinen signifikanten neuen Nutzen, keine signifikante Effizienz oder Erfahrung bieten, werden die Verbraucher nicht upgraden wollen oder müssen“, sagt Roberta Cozza, Research Director bei Gartner. „Infolgedessen gehen wir davon aus, dass der High-End-Handy-Markt im Jahr 2019 weiterhin einen Rückgang in den reifen Märkten verzeichnen wird.“

Im Jahr 2020 wird für den Mobilfunkmarkt eine Rückkehr zum Wachstum prognostiziert, mit einem Anstieg der ausgelieferten Menge um 1,2 Prozent. Dennoch müssen die Anbieter erkennen, dass die Verbraucher die Lebensdauer ihrer Telefone verlängern. Gartner erwartet, dass die durchschnittliche Lebensdauer von High-End-Smartphones von 2,6 Jahren auf 2,8 Jahre bis 2023 steigt.

Klappbare Telefone sollen bis 2023 fünf Prozent der High-End-Telefone ausmachen

Eine Reihe von Anbietern hat kürzlich auf dem Mobile World Congress in Barcelona faltbare Telefone vorgestellt, von denen viele voraussichtlich Ende 2019 auf den Markt kommen werden. Während Gartner-Analysten erwarten, dass faltbare Telefone möglicherweise die Innovation im Smartphone-Markt wieder in Gang setzen, sind sie bei ihrer kurzfristigen Akzeptanz vorsichtig. Gartner schätzt, dass faltbare Telefone bis 2023 etwa fünf Prozent der High-End-Handys ausmachen werden, was 30 Millionen Einheiten entspricht.

„In den nächsten fünf Jahren erwarten wir, dass faltbare Telefone aufgrund mehrerer Herausforderungen in der Fertigung ein Nischenprodukt bleiben. Zusätzlich zur Oberfläche des Bildschirms ist der Preis eine Barriere, obwohl wir erwarten, dass er mit der Zeit abnimmt. Gegenwärtig mit einem Preis von 2000 Dollar, bieten faltbare Telefone zu viele Kompromisse“, sagte Cozza.

Kurzfristig erwarten die Gartner-Analysten von den Herstellern, dass sie mehr Formfaktor-Experimente mit faltbaren Telefonen durchführen, da sie darauf abzielen, optimale Usability-Muster und Benutzerpräferenzen zu verstehen. „Eine Schlüsselüberlegung für Produktmanager ist es, die Benutzerfreundlichkeit in den Mittelpunkt ihrer Produktentwicklung zu stellen und sicherzustellen, dass die Benutzerfreundlichkeit über alle faltbaren Bildschirme hinweg kontinuierlich und nahtlos ist“, sagte Frau Cozza.

Einschätzung: Der Smartphone-Markt könnte ein ähnliches Schicksal erleiden wie der PC-Markt. Die Geräte sind inzwischen so gut, dass man – abgesehen von einer längeren Akku-Laufleistung – keine Wünsche mehr hat. Somit besteht wie bei den PCs, kein Grund mehr für ein Upgrade. Der technische Erfolg bedeutet gleichmaßen das Ende des Wachstums – zumindest in entwickelten Märkten, wo die Smartphone-Verbreitung bei nahe 100 Prozent liegt.

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Kai Schmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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