MIUI 10.3: Xiaomi integriert April-Android-Sicherheitspatches

Derzeit liegt MIUI 10.3 allerdings nur als Beta-Version vor. Damit kann auch ein systemweiter Dark Mode aktiviert werden.

Xiaomi hat in der jüngsten Beta-Version von MIUI 10.3 die von Google veröffentlichten Android-Sicherheitspatches April 2019 integriert. Zudem erlaubt die aktuelle Beta die Aktivierung eines systemweiten Dark Mode. Die Features sind auch in der von Xiaomi.eu bereitgestellten Custom Rom verfügbar.

Mi MIX 3 mit MIUI 10.3: Dark-Mode und April-Sicherheitspatches (Bild: ZDNet.de)

Mit der Integration des Sicherheitspatchlevel 1. April 2019, der insgesamt 19 Schwachstellen in Android schließt, ist Xiaomi einer der ersten Smartphonehersteller, die die Sichherheitsupdates bereitstellen. Sieben der 19 Sicherheitslücken stuft Google mit kritisch ein. Sie können ein Gerät aus der Ferne kompromittieren.

Neben den aktuellen Sicherheitspatches beinhaltet die neue Beta von MIUI 10.3 auch eine verbesserten Dark Mode, der unter der deutschen Benutzeroberfläche mit Nachtmodus bezeichnet wird. Er lässt sich bislang jedoch nur unter den Entwicklereinstellungen aktivieren. Neben Benachrichtigungszentrum und Einstellungen erscheinen auch einige Apps wie Galerie automatisch im dunklen Design, sofern der Nachtmodus aktiv ist. Der hauseigenen Browser muss hingegen manuell auf den augenschonenden Betriebsmodus umgeschaltet werden. Zudem funktioniert dieser noch nicht fehlerfrei. Die Darstellung ist viel zu dunkel. Alternativ lässt sich Samsung Internet 9.2 verwenden, der die dunkle Darstellung deutlich besser beherrscht.

MIUI 10.3 integriert die April-Sicherheitspatches und bietet einen sytemweiten Dark Mode (Screenshot: ZDNet.de)

Der Nachtmodus oder Dark Mode ist keine Reminiszenz an die Gothic-Szene, sondern eine Reaktion auf neueste medizinische Erkenntnisse. Das Lesen von Nachrichten soll in dunklen Umgebungen angenehmer sein, da die Augen weniger belastet werden. Wie Forscher der Universität Tübingen kürzlich herausgefunden haben, könnte die Umkehrung des Textkontrast auch im Hinblick auf Kurzsichtigkeit positive Auswirkungen haben.

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Wie die Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Augenheilkunde herausfanden, führt Lesen bereits nach einer halben Stunde zu einer Veränderung der Augenhaut, die sich hinter der Hornhaut befindet. Bei einem dunklen Text auf hellem Hintergrund wird sie dünner, was ein Längenwachstum des Augapfels auslöst und in der Folge zu Kurzsichtigkeit (Myopie) führt. Liest man einen Text auf dunklem Hintergrund, werde die Augenhaut dicker. Das Augenwachstum bleibt gehemmt, so die Tübinger Forscher.

Dies lässt erwarten, dass schwarzer Text auf hellem Hintergrund die Myopieentwicklung fördert, und heller Text auf dunklem Hintergrund die Myopie hemmt. Den Textkontrast umzukehren, wäre deshalb eine einfach umzusetzende Maßnahme, die Myopieentwicklung aufzuhalten, denn immer mehr Zeit wird beim Arbeiten und Lesen an Computerbildschirmen und Tablets verbracht.

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