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Huawei stellt P30 Pro mit Leica Quad-Camera-System vor

Huawei hat zwei neue Flaggschiff-Smartphones vorgestellt. Wie schon bei den Vorgängermodellen P20 und P20 Pro haben die Entwickler auch beim P30 und P30 Pro besonders viel Wert auf eine leistungsstarke Hauptkamera gelegt. Das mit dem Leica-Label versehene Quad-Kamera-System des P30 Pro sichert sich im Benchmark DxOMark Mobile aus dem Stand die Spitzenposition. Mit 112 Punkten lässt es die mit je 109 Punkten bewerteten Mate 20 Pro, P20 Pro sowie das Samsung Galaxy S10+ hinter sich.

Die Leica 4-fach-Kamera setzt sich aus einem 40-Megapixel-Sensor mit Weitwinkelobjektiv und Blende F1.6, einem 20-Megapixel-Sensor mit Ultraweitwinkelobjektiv und Blende F2.2 sowie einem 8-Megapixl-Sensor mit Teleobjektiv und Blende F3.4 zusammen. Weitwinkel- und Teleobjektiv verfügen über einen optischen Bildstabilisator. Die vierte Kamera ist eine Time-of-Flight-Kamera (TOF). Sie misst über die Laufzeit des Lichts die Entfernung zu den zu fotografierenden Objekten und erlaubt es so, beispielsweise einen Bokeh-Effekt präziser zu berechnen.

Das Teleobjektiv soll zudem einen 10-fachen-Hybridzoom ermöglichen. Er erweitert mithilfe von künstlicher Intelligenz den 5-fachen optischen Zoom. Zudem nutzt Huawei statt eines RGB-Farbfilters einen RYB-Filter, bei dem die Farbe Grün durch Gelb ersetzt wird und später mit dem Image Signal Processor des Kirin 980 wieder in Grün umgerechnet wird. Das gelbe Licht soll vor allem für eine bessere Ausleuchtung sorgen – Huawei spricht von bis zu 40 Prozent mehr Licht. Zudem soll die Technik eine Empfindlichkeit von bis zu ISO 409.600 ermöglichen, was wiederum Aufnahmen selbst in extremer Dunkelheit erlauben soll.

Das Linsensystem des Teleobjektivs sowie den Sensor ordnet Huawei, um einen Kamerabuckel auf der Rückseite zu vermeiden, vertikal an. Das Licht leitet ein Prisma von der Kameraöffnung zum Objektiv und Sensor. Die Technik wurde bereits im vergangenen Jahr von Oppo vorgestellt.

„Im Vergleich zu früheren Huawei-Modellen wie dem P20 Pro und dem Mate 20 Pro liegen die deutlichsten Verbesserungen in den Bereichen Bokeh und Zoom, wo das P30 Pro dank seiner innovativen 5-fachen Telekamera mit gefalteter Optik und ToF-Sensor, der präzisere Tiefenkarten im Bokeh-Modus ermöglicht, neue Maßstäbe setzt“, lautet das Fazit von DxOMark. Schwächen soll die Kamera nur bei der Farbsättigung zeigen.

Zur weiteren Ausstattung des P30 Pro gehören ein 6,47-Zoll-OLED-Display mit FHD+-Auflösung, 8 GB RAM, 128 oder 256 GByte Massenspeicher, LTE, WLAN 802.11ac, USB Typ-C 3.1, NFC und GPS. Den Akku spezifiziert Huawei mit 4200 mAh. Außerdem ist das Smartphone nach IP68 vor Spritzwasser und Staub geschützt.

Beim P30 setzt Huawei auf ein ebenfalls nahezu rahmenloses 6,1-Zoll-Display. Der Arbeitsspeicher ist lediglich 6 GByte groß und es entfällt auch die 256-GByte-Option für den Massenspeicher. Außerdem müssen Käufer des P30 auf das leistungsfähigere Teleobjektiv des P30 Pro und die ToF-Kamera verzichten. Der RYB-Filter steht ihnen indes zur Verfügung, auch wenn er beim P30 nur eine Lichtempfindlichkeit von ISO 204.800 unterstützt.

Das P30 Pro kann hierzulande ab 999 Euro vorbestellt werden. Für das P30 verlangt Huawei 799 Euro. Vorbesteller erhalten bis zum 4. April einen Smart Speaker von Sonos als kostenlose Beigabe.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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