Samsung Internet 9.2 verbessert Datenschutz und unterstützt Fingerabdrucksensor zur Authentifizierung

Smart Tracking löscht Tracking Cookies nach dem Besuch von Webseiten. Darüber hinaus erscheint die Oberfläche nun im One UI-Design. Unter der Haube unterstützt der Browser die Android-9-Einstellung für Private DNS.

Samsung Internet 9.2 bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger zahlreiche Verbesserungen, die auch Nutzern zugutekommen, die den Browser auf einem Nicht-Samsung-Smartphone nutzen. Für letztere gibt es jetzt ein neues Featur, das Nutzer von Samsung-Telefonen schon länger kennen. Mit einem Samsung-Smartphone unterstützte der Browser bisher die Authentifizierung bei Webseiten über ein biometrisches Verfahren. Jetzt funktioniert das auch mit Smartphones anderer Hersteller, die über einen Fingerabdrucksensor verfügen, sodass die Anmeldung bei Webseiten oder anderen browserbasierten Diensten deutlich ergonomischer verläuft. Darüber dürften soch vor allem jene Nutzer freuen, die statt zahlreiche Apps zu verwenden, lieber einen Browser für die Nutzung von Internetdiensten einsetzen.

Samsung Internet 9.2: Anmeldung über Fingerabdrucksensor (Bild: ZDNet.de)

Samsung Internet 9.2 bietet zudem mit der Option „Smartes Anti-Tracking“ eine neue Datenschutzeinstellung. Sie findet sich unter Einstellungen – Datenschutz und Sicherheit im Abschnitt Blockieren von Tracking und sorgt dafür, dass Tracking-Cookies automatisch entfernt werden, sodass Webseiten das Verhalten von Anwendern nicht mehr aufzeichnen können. Standardmäßig ist die Funktion allerdings ausgeschaltet. Als zusätzliche Konfigurationsoption können Anwender die Funktion so einstellen, dass sie nur im „Geheimen Modus“ des Browsers verwendet wird.

Samsung Internet 9.2: Smartes Anti-Tracking (Bild: ZDNet.de)

Neu ist auch, dass Samsung Internet 9.2 die DNS-Einstellung „Private DNS“ von Android 9 Pie nutzt. Mit Private DNS unterstützt Androi 9 Pie die Nutzung von DNS-Servern, die entsprechende Anfragen verschlüsseln. Frühere Versionen von Samsung Internet ignorierten die deutlich sichere DNS-Konfigurationsmöglichkeit von Android 9 Pie und nutzten die Konfiguration in den Netzwerkeinstellungen. Wer beispielsweise einen DNS-basierten Adblockerdienst wie fdns1.dismail.de nutzt, konnte feststellen, dass mit früheren Versionen von Samsung Internet, Werbung weiter angezeigt wurde. Mit Samsung Internet 9.2 passiert das nicht mehr.

Samsung Internet 9.2 unter stützt die unter Android 9 Pie zur Verfügung stehenden Option Private DNS (Bild: ZDNet.de). Samsung Internet 9.2 unterstützt die unter Android 9 Pie zur Verfügung stehenden Option Private DNS. Damit kann man einen DNS-Dienst mit Adblockerfunktion nutzen, sodass Werbeanzeigen nicht mehr eingeblendet werden. Die Nutzung von Adblockern, die Samsung Internet ebenfalls unterstützt, ist somit nicht mehr nötig. Allerdings zeigen einige Dienste dann auch keine Informationen mehr an (Bild: ZDNet.de).

Samsung Internet One UI inklusive Dark Mode

Des Weiteren basiert Samsung Internet 9.2 nun auf der Engine von Chromium 67 und es ist die erste Version des Samsung-Browsers, der die OneUI-Designsprache unterstützt. OneUI wurde auf der letztjährigen Samsung Developer Conference angekündigt und ist eine neue Smartphone-Oberfläche, die den Fokus auf Benutzerfreundlichkeit legt. Im Rahmen der Umstellung auf OneUI aktualisiert Samsung Internet auch seine Marke und sein Symbol. Das neue Symbol passt zu den anderen Samsung OneUI App-Icons.

Samsung Internet 9.2: OneUI mit Nacht-Modus (Bild: ZDNet.de)Samsung Internet 9.2 erlaubt die Einstellung Dunkelmodus und Lichtmodus. Die beiden Darstellungsformen funktionieren auch im Lesemodus, der Informationen von Webseiten größer und damit lesefreundlicher darstellt (Bild: ZDNet.de)

Die neue Benutzeroberfläche verschiebt viele der benutzerzugänglichen Menüs und Funktionen an den unteren Bildschirmrand, was die Bedienung mit einer Hand erleichtert. Außerdem unterstützt Samsung Internet 9.2 die zusammen mit OneUI eingeführte dunkle Darstellung Nacht-Modus, der die Benutzeroberfläche der systemweiten Apps auf ein dunkles Thema einstellt.

Der Nacht-Modus oder Dark Mode ist keine Reminiszenz an die Gothic-Szene, sondern eine Reaktion auf neueste medizinische Erkenntnisse. Das Lesen von Nachrichten soll in dunklen Umgebungen angenehmer sein, da die Augen weniger belastet werden. Wie Forscher der Universität Tübingen kürzlich herausgefunden haben, könnte die Umkehrung des Textkontrast auch im Hinblick auf Kurzsichtigkeit positive Auswirkungen haben.

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Wie die Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Augenheilkunde herausfanden, führt Lesen bereits nach einer halben Stunde zu einer Veränderung der Augenhaut, die sich hinter der Hornhaut befindet. Bei einem dunklen Text auf hellem Hintergrund wird sie dünner, was ein Längenwachstum des Augapfels auslöst und in der Folge zu Kurzsichtigkeit (Myopie) führt. Liest man einen Text auf dunklem Hintergrund, werde die Augenhaut dicker. Das Augenwachstum bleibt gehemmt, so die Tübinger Forscher.

Dies lässt erwarten, dass schwarzer Text auf hellem Hintergrund die Myopieentwicklung fördert, und heller Text auf dunklem Hintergrund die Myopie hemmt. Den Textkontrast umzukehren, wäre deshalb eine einfach umzusetzende Maßnahme, die Myopieentwicklung aufzuhalten, denn immer mehr Zeit wird beim Arbeiten und Lesen an Computerbildschirmen und Tablets verbracht.

Progressive WebApps über WebAPK

Samsung Internet 9.2 unterstützt außerdem progressive Web-Apps über WebAPK. WebAPK bedeutet, dass der Browser, wenn die Webseite PWA unterstützt, eine App-APK erstellt und installiert, sodass sie im App Launcher erscheint und vom Betriebssystem als eine vollwertige Anwendung angesehen wird.

Noch steht Samsung Internet 9.2 als finale Version nicht im Play Store zur Verfügung. Das sollte sich in den nächsten Tagen ändern. Wer nicht so lange warten möchte, installiert die stabile Version von APKmirror.

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