Galaxy S10+: Kosten für Hardware belaufen sich auf 420 Dollar

Das entspricht rund 40 Prozent des erwarteten Straßenpreises. Die Kosten für Forschung und Entwicklung sind darin nicht enthalten. Im kommenden Galaxy Fold wird erstmals der doppelt so schnelle UFS-3.0-Speicher verbaut.

Die Spezialisten von TechInsights haben ein Samsung Galaxy S10 zerlegt und eine erste Materialanalyse vorgenommen. Die Kosten für die Hardware des neuen Flaggschiff-Smartphones schätzen sie auf 420 Dollar.

Galaxy S10+ (Bild: ZDNet.de)

Gegenüber dem für die USA angenommenen Straßenpreis von 999 Dollar entsprechen die Hardwarekosten einem Anteil von 42 Prozent. Wie üblich handelt es sich dabei allerdings um die reinen Materialkosten – ohne die Kosten für Forschung und Entwicklung. In Deutschland soll das Galaxy S10+ zum Preis von 1249 Euro eingeführt werden, der sich bei der 1TByte-Variante auf 1599 Euro erhöht.

Beim neuen Prozessor Exynos 9820 verbucht Samsung sogar einen Preisvorteil von rund 10 Dollar gegenüber dem weniger leistungsstarken Vorgänger Exynos 9810, der im Galaxy S9+ zum Einsatz kam. TechInsights führt das auf die in den letzten zehn Monaten gesunkenen Waferpreise zurück. Beim Display hingegen musste Samsung rund 9 Dollar mehr ausgeben aufgrund der gewachsenen Größe, der Stanzlochung und dem randlosen Design.

Die weiter drastisch fallenden Speicherpreise erlaubten dem koreanischen Hersteller, den internen Speicher von 64 auf 128 GByte im Standardmodell zu erhöhen und auch noch zusätzliche 2 GByte RAM draufzulegen, ohne dass höhere Kosten anfielen. Für die 128-GByte-microSD-Karte im Lieferumfang fielen nur knapp 12 Dollar an.

(Tabelle: TechInsights)

Weder im Galaxy S10 noch im S10+ wurde der schnellere Flashspeicher nach der Norm UFS 3.0 verbaut, den Exynos 9820 bereits unterstützt und daher von manchen erwartet wurde. Es blieb vielmehr bei UFS 2.1 wie im Galaxy Note 9 und vielen anderen Smartphones. Die UFS-3.0-Premiere findet tatsächlich erst mit dem faltbaren Smartphone Galaxy Fold statt, das in den USA 1980 Dollar kosten und dort am 26. April in den Handel kommen soll.

Die offizielle Datentabelle für das Galaxy Fold stellt denn auch den darin verbauten UFS-3-Speicher heraus. Samsung hat bereits mit der Massenproduktion von eUFS-3.0-Speicher begonnen. Gegenüber bisher in Smartphones verbauten eUFS-2.1-Lösungen verdoppelt sich die Datenrate auf 2100 MByte/s.

HIGHLIGHT

Galaxy S10+ ausprobiert

Für das Galaxy S10+ ruft Samsung mit 1249 Euro einen stolzen Preis auf. Dafür erhält man ein spitzenmäßig verarbeitetes Smartphone mit 512 GByte Speicher und 8 GByte RAM. Das Display mit Kameraloch hinterlässt jedoch einen zwiespältigen Eindruck.

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Themenseiten: Galaxy, Hardware, Samsung, Smartphone, Speicher

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