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Samsung verrät Details zu Galaxy S10

Samsung hat – mehr oder weniger versehentlich – weitere Einzelheiten zu den drei Galaxy-S10-Smartphones preisgegeben, deren offizielle Präsentation am 20. Februar ansteht. Tatsächliche Modellbezeichnungen und Spezifikationen wurden von Samsung Frankreich auf seiner Website vorzeitig veröffentlicht und von SamMobile festgehalten.

GSMArena wurde von einem Informanten mit Datenblättern versorgt, der angeblich im Vertrieb von Samsung tätig ist – mit allerdings leicht unterschiedlichen Angaben. XDA Developers wiederum konnte aus dem Code geleakter Firmware und der Kamera-App mehr zu den Kamerafunktionen der neuen Flaggschiff-Generation entnehmen.

Als bestätigt gelten darf damit die Bezeichnung Galaxy S10e für das Modell mit der geringeren Displaydiagonale von 5,8 Zoll und etwas abgespeckter Ausstattung. Das Galaxy S10 kommt demnach mit 6,1 Zoll, das Galaxy S10 Plus mit 6,4 Zoll (laut GSMArena 6,3 Zoll). Alle drei Geräte verfügen über Super-AMOLED-Displays mit einer maximalen Helligkeit von 800 Nits. Es handelt sich außerdem um die fast randlosen Infinity-Q-Displays, die die Frontkamera in der linken oberen Ecke integrieren. In allen drei Geräten sorgt außerdem der Achtkernprozessor Exynos 9820 für den Vortrieb, für den der Hersteller einen Leistungszuwachs von bis zu 20 Prozent gegenüber dem Vorgänger angibt.

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Mit einer Displayauflösung von 2280 mal 1080 Pixeln bleibt das S10e allerdings hinter den Spitzenmodellen zurück, die 2960 mal 1440 Pixel aufweisen. Das kleinere Modell muss auch ohne den Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display auskommen. Entsprechend den Gehäusegrößen fallen zudem die Akkukapazitäten mit 3000 mAh, 3500 mAh und 4000 mAh unterschiedlich aus. Je nach Modell sind 6 bis 12 GByte RAM verfügbar, an Flash-Speicher 128 GByte bis zu optional 1 TByte – wobei die höchsten Optionen nur beim Galaxy S10+ zu haben sind.

Bestätigung finden frühere Berichte über die verbauten Kameras. Wie erwartet geht Samsung noch einen Schritt weiter im Bestreben aller Hersteller von High-End-Smartphones, sich mit einer noch leistungsfähigeren Kameratechnik von der Konkurrenz abzuheben. Die beiden Spitzenmodelle erhalten rückseitig eine Dreifachkamera mit einer erheblich verbesserten Hauptkamera mit einer Sensorauflösung von 12 Megapixeln, kombiniert mit einer 12-Megapixel-Zoom-Kamera sowie einer 16-Megapixel-Weitwinkelkamera mit einem Blickfeld von 123 Grad. Das Galaxy S10+ erhält darüber hinaus auch eine Dualkamera auf der Vorderseite, während das S10 mit einer Selfie-Kamera auskommt. Das S10e bleibt auf eine Selfie-Kamera vorne und eine rückseitige Dualkamera beschränkt.

XDA Developers fasst eindrucksvoll zusammen, was die Kameraausstattung der kommenden Topmodelle zusammen mit neuen und optimierten Softwarefeatures möglich macht. So schlägt die Szenenoptimierung Aufnahmen mit der Ultra-Weitwinkelkamera vor, wenn das vorteilhaft erscheint. Die erweiterte Fehlererkennung soll nicht mehr nur verwischte Bilder und Aufnahmen mit Augenblinzeln verhindern, sondern schlägt passendere Kameramodi für eine bestimmte Szenerie vor. Der Kameramodus Best Shot ist offenbar für die automatische Aufnahme von Bildern gedacht, sobald das Kamerasystem ein perfektes Motiv erkennt. Dem Live-Fokus kommen verschiedene Bokeh-Effekte zugute. Die Kamera-App integriert Adobes Dokumentenscanner.

Videos können jetzt mit HDR10+ aufgenommen werden, Samsungs Alternative zu Dolby Vision. Eine Superstabilisierung soll die Bildstabilisierung bei Videoaufnahmen noch einmal erheblich verbessern. Während einer Videoaufnahme soll es möglich sein, übergangslos zwischen Zoom- und Weitwinkelobjektiv zu wechseln. Die Superzeitlupenfunktion erlaubt jetzt 0,4 Sekunden lange Aufnahmen mit 960 Bildern pro Sekunde in HD-Auflösung – oder 0,8 Sekunden in Standardqualität.

Noch keine Erwähnung findet in den jetzt veröffentlichten Datenblättern eine 5G-Variante von Galaxy S10, die vermutlich erst später auf den Markt kommt. Zu den Preisen waren ebenfalls keine Angaben enthalten. Nach einem früheren Bericht sollen die drei Varianten zwischen 779 und 1599 Euro kosten.

Bernd Kling

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