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Intel zeigt neue RealSense-Kamera für AR und autonome Fahrzeuge

Intel hat eine neue RealSense-Kamera vorgestellt. Die Tracking Camera T265 beschreibt das Unternehmen als „neue Klasse von eigenständigen Inside-Out-Tracking-Geräten“. Sie sollen Entwicklern als Bausteine für autonome Geräte dienen, die leistungsstarke Führung und Navigation ermöglichen. Als Einsatzgebiet nennt Intel Applikationen, die „eine hochpräzise und latenzarme Tracking-Lösung erfordern“, wozu Intel Augmented Reality, Virtual Reality, Drohnen und Robotik zählt.

Für die Verarbeitung von Positionsdaten ist die Vision Processing Unit (VPU) Intel Movidius Myriad 2 zuständig. Sie soll die T265 zu einer Lösung mit geringem Platz und Energiebedarf machen, die Entwickler ohne viel Aufwand in vorhandene Designs integrieren oder zur Entwicklung neuer Applikationen nutzen können.

Die Tracking Camera T265 soll auch dort zum Einsatz kommen, wo keine GPS-Daten verfügbar sind. Sie nutzt laut Intel eine Kombination aus bekannten und nicht bekannten Daten, um beispielsweise in einem Lagerhaus oder auch im Freien präzise zu ihrem Ziel zu navigieren. Sie soll sich aber auch in kleine und leichte Roboter oder Drohnen sowie Smartphones und Augmented-Reality-Headsets integrieren lassen.

Als Beispiel nannte Intel eine robotergesteuerte landwirtschaftliche Maschine, die präzise ein vorgegebenes Muster abfährt und dabei Hindernisse und Menschen erkennt und ihnen ausweicht. Die Kamera soll es aber auch ermöglichen, Medikamente per Drohne in nicht erschlossene Gebiete zu bringen.

Unter Inside-Out-Tracking versteht Intel Geräte, die ihre Umgebung auch ohne externe Sensoren erfassen können. Im Gegensatz zu anderen Lösungen soll die T265 sechs Freiheitsgrade. Das wird durch zwei Fisheye-Kameras ermöglicht, die jeweils ein Blickfeld von 170 Grad bieten. Darüber hinaus soll das integrierte V-SLAM-System (Vision-based Simultaneous Localization and Map Building) kontinuierlich Karten von unbekannten Umgebungen aktualisieren und den Standort des Geräts ermitteln. „Da alle Positionsberechnungen direkt auf dem Gerät durchgeführt werden, ist das Tracking mit dem T265 plattformunabhängig und ermöglicht den Betrieb des T265 auf sehr rechenarmen Geräten“, heißt es weiter in einer Pressemitteilung von Intel

Die T265 kann laut Intel aber auch als Ergänzung zu Kameras der RealSense-D400 genutzt werden, um das 3D-Scanning zu verbessern und eine fortschrittliche Navigation zu verbessernd. Als Hardwarevoraussetzungen nennt Intel einen nicht flüchtigen Speicher, um das Gerät zu booten sowie eine USB -2.0- oder USB-3.0-Verbindung, die mindestens 1,5 Watt liefert.

Die Intel RealSense Tracking Camera T265 kann ab sofort vorbestellt werden. Sie kostet 199 Dollar. Die Auslieferung startet am 28 Februar.

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Stefan Beiersmann @beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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