Bericht: Android Q bietet neue Optionen für SIM-Sperren

Die Änderungen tauchen bereits im Code des Android Open Source Project auf. Provider können künftig gezielt SIM-Karten einzelner Anbieter erlauben oder sperren. In Dual-SIM-Geräten lässt sich zudem der zweite SIM-Slot sperren, solange im ersten Slot keine unterstützte Karte steckt.

Die nächste Version von Android wird Mobilfunkprovidern offenbar mehr Möglichkeiten eröffnen, die Nutzung beliebiger SIM-Karten anderer Anbieter zu sperren. Das berichtet 9to5Google unter Berufung mehrere öffentlich verfügbare Code-Änderungen des Android Open Source Project.

Logo Android (Bild: Google)Die insgesamt vier Eingaben tragen die Überschrift „Carrier Restriction Enhancements for Android Q“ und sollen dementsprechend Erweiterungen der Provider-Einschränkungen für Android Q darstellen. Dem Bericht zufolge sollen sie es Providern erlauben, detaillierter festzulegen, welche SIM-Karten in den über sie verkauften Smartphones genutzt werden können.

Zum einen wird Android Q eine Liste mit „erlaubten“ und „ausgeschlossenen“ Anbietern unterstützen. Darin kann festgelegt werden, welche SIM-Karten von welchem Provider genutzt werden können. Es soll sogar möglich sein, virtuelle Netze von Anbietern zu sperren, die sich Mobilfunkmasten mit dem Hauptprovider teilen.

Zum anderen zielen die Änderungen auf Dual-SIM-Geräte ab. Derzeit können Mobilfunkbetreiber unterschiedliche Einschränkungen für jeden SIM-Karten-Slot festlegen. Mit Android Q sollen sie in der Lage sein, den zweiten Slot generell zu sperren, solange im ersten Slot keine genehmigte SIM-Karte steckt. Wie alle SIM-Beschränkungen soll sich auch diese Sperre nicht mit einem Reset auf die Werkseinstellungen umgehen lassen.

Hierzulande werden Smartphones inzwischen oft unabhängig von Mobilfunkverträgen verkauft. Angebote mit stark subventionierter Hardware, die dann per SIM-Sperre an den jeweiligen Anbieter gekoppelt werden, sind eher selten. In anderen Ländern wie den USA sind indes frei verkäufliche Geräte eher eine Seltenheit – einige Hersteller bieten sogar spezielle Varianten ihrer Produkte nur über einzelne Mobilfunkprovider an.

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