Chrome: Integrierter Ad-Blocker startet am 9. Juli

Ab dem Termin ist er auch für Nutzer außerhalb der USA, Kanadas und Europas erhältlich. Chrome blockiert allerdings nur dann Werbung auf Websites, wenn mindestens eine Anzeige nicht den Better-Ads-Standards entspricht. Das gilt laut Google derzeit für ein Prozent aller Websites.

Der Google-Browser Chrome bietet ab 9. Juli allen Nutzern weltweit einen integrierten Werbeblocker an. Das hat Ben Galbraith, Senior Director of Product für Chrome, in einem Blogeintrag angekündigt. Derzeit ist die Funktion nur für Nutzer in den USA, Kanada und Europa verfügbar.

Allerdings unterscheidet sich Googles Werbeblocker von Angeboten von Dritten, die sich beispielsweise per Browsererweiterung nachrüsten lassen. Chrome blendet nämlich nicht jegliche Werbung aus, sondern nur solche Anzeigen, die nicht den Regeln der Coalition for Better Ads entsprechen. Chrome beschränkt sich also auf Anzeigen, die Google als störend einstuft und das Browsererlebnis negativ beeinflussen könnten.

Better Ads Standard (Bild: Google)Grundlage für den Werbeblocker sind die Better Ads Standards, die auf Rückmeldungen von 66.000 Nutzern weltweit basieren. Sie bewerten 12 verschiedene Werbeformen als negativ. Auf Desktop-Rechnern gehören dazu Pop-up-Werbung, Videoanzeigen, die automatisch mit Ton wiedergegeben werden, und große dauerhafte Anzeigen. Auf mobilen Geräten kommen noch Anzeigen mit animierten Blink-Effekten, vollformatige Anzeigen, die erst durch Scrollen verschwinden, und Anzeigen mit einem Countdown hinzu.

Allerdings filtert Chrome keine Anzeigen heraus. Der Werbeblocker wird stattdessen durch die Standards verletzende Anzeigen aktiviert und blockiert anschließend jegliche Werbung auf einer Website, die mindestens eine unerwünschte Anzeige enthält.

Website-Betreiber können mithilfe von Google Web-Tools prüfen, ob die Anzeigen auf ihren Seiten den Regeln der Better Coalition for Ads entsprechen. Der Bericht zur Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen bietet aber auch die Möglichkeit, sich von Googles schwarzer Werbeliste entfernen zu lassen, sobald die beanstandeten Anzeigen entfernt wurden.

„In den USA, Kanada und Europa waren Website-Besitzer in der Lage, erfolgreich Änderungen an den Anzeigen auf ihren Websites vorzunehmen. Seit dem 1. Januar 2019 sind zwei Drittel aller Betreiber, die einst nicht den Better-Ads-Standards entsprachen, nun gut aufgestellt“, schreibt Galbraith. Derzeit werde der Chrome-Werbeblocker nur bei rund ein Prozent aller Websites aktiv.

Ob Google Nutzer davon überzeugen kann, nur seinen Werbeblocker einzusetzen und bestimmte Anzeigen für die Finanzierung kostenloser Inhalte durchzulassen, bleibt abzuwarten. Ob in Europa, Kanada und den USA beispielsweise die Nutzung von Werbeblockern von Drittanbietern rückläufig war, teilte das Unternehmen nicht mit.

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