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iPhone-Party beendet: Apple-Aktie stürzt um 7,5 Prozent ab

Apple-Chef Tim Cook hat die zahlreichen Gerüchte der vergangenen Wochen um ein schwaches iPhone-Geschäft mit einem Brief an Investoren bestätigt. Die vor zwei Monaten bekanntgegebenen Umsatzprognose in Höhe von bis zu 93 Milliarden Dollar kann Apple nicht halten. Stattdessen erwartet es nur noch 84 Milliarden Dollar an Einnahmen für das zum 31. Dezember abgelaufenen Geschäftsquartals. Die Bruttomarge bleibt mit 38 Prozent sehr hoch. Aufgrund der schwachen Aussichten fiel Apples Aktienkurs nachbörslich um 7,5 Prozent. Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal will der Konzern am 29. Januar veröffentlichen.

Cook macht in erster Linie die schwache Nachfrage von iPhones in China für die geringeren Umsätze verantwortlich. Dies führt er auf makroökonomische Ursachen wie einer sich abschwächenden Konjunktur in China und der Dollar-Stärke zurück. Auch den Handelskonflikt zwischen USA und China macht er für den Umsatzeinbruch verantwortlich.

Doch nicht nur in China verlief das iPhone-Geschäft enttäuschend. Auch in anderen Ländern seien weniger iPhones verkauft worden als Apple erwartet hatte. Durch ein günstigeres Batterieaustauschprogramm hätten viele Anwender die Nutzungsdauer ihres iPhones verlängert. Dieses hatte Apple aufgelegt, nachdem bekannt wurde, dass es Geräte mit älteren Akkus drosselt. Zudem seien Lieferschwierigkeiten bei Apple Watch, iPad Pro, MacBook Air und AirPods für die niedrigeren Umsätze verantwortlich.

Cook macht das schwache China-Geschäft für den Umsatzeinbruch aus (Bild: Apple).

19 Prozent Wachstum in anderen Geschäftsbereichen

Es gibt aber auch positive Signale: In den Bereichen Services, Mac, iPad und Wearables/Home/Accessoires konnte Apple im Jahresvergleich den Umsatz um fast 19 Prozent steigern. „Services erwirtschaftete im Laufe des Quartals einen Umsatz von über 10,8 Milliarden US-Dollar und erreichte in jedem geografischen Segment einen neuen Quartalsrekord, und wir sind auf dem besten Weg, unser Ziel zu erreichen, die Größe dieses Geschäfts von 2016 bis 2020 zu verdoppeln.
Wearables wuchsen im Jahresvergleich um fast 50 Prozent, da Apple Watch und AirPods vor allem im Weihnachtsgeschäft sehr beliebt waren; die Einführung des MacBook Air und des Mac mini ermöglichte ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr, und die Einführung des neuen iPad Pro führte zu einem zweistelligen Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr.“, teilte Cook mit.

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Ausblick

Cook will das iPhone-Geschäft mit verschiedenen Maßnahmen ankurbeln. Eine dieser Initiativen ist es, neue Finanzierungsmodelle zu entwickeln und das Trade-In-Programm zu intensivieren. „Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Kunden, da sein vorhandenes Telefon als Subvention für sein neues Telefon dient“, sagte Cook. Von günstigeren iPhone-Preisen sprach der Apple-Chef hingegen nicht.

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Kai Schmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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