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Google geht gegen bezahlte App-Bewertungen und –Kritiken vor

Google geht gegen App-Entwickler vor, die Bewertungen und Kritiken einkaufen, um Nutzer zu täuschen oder gar den Ruf von Wettbewerbern zu schädigen. Die Maßnahmen richten sich auch gegen Anbieter, die Nutzer innerhalb einer App für positive Kritiken und Bewertungen belohnen, indem beispielsweise zusätzliche Funktionen freigeschaltet oder Prämien gezahlt werden.

Darüber hinaus löscht Google nun auch gezielt Bewertungen von Nutzern, die in ihren Rezensionen abwertende Formulierungen benutzen oder gar Hass-Kommentare hinterlassen. Außerdem will Google Besprechungen von Apps entfernen, die inhaltlich nichts mit der Anwendung zu tun.

Bei der Bereinigung bittet Google auch Nutzer des Play Store um Hilfe. Sie können Kritiken melden, die ihrer Meinung nach Googles Regeln verletzen. Ziel sei es, eine Umgebung zu schaffen, in der Nutzer konstruktive Rückmeldung anstatt Spam veröffentlichten.

Anbieter, die positive App-Bewertungen gegen Bezahlung anbieten, sind ohne großen Aufwand im Internet zu finden. Oftmals stecken hinter den Angeboten jedoch keine Firmen, deren Mitarbeiter Rezensionen im Play Store veröffentlichen, sondern Cyberkriminelle, die mithilfe von Botnetzen automatisiert Bewertungen erzeugen. Mit Malware infizierte Android-Geräte werden auch der Ferne gesteuert, um App zu bewerten oder gar Apps herunterzuladen, um deren Installationsbasis zu vergrößern.

Bezahlte Bewertungen scheinen zudem ein lukratives Geschäft zu sein. Google will nach eigenen Angaben allein in der vergangenen Woche mehrere Millionen Bewertungen und Besprechungen aus dem Play Store gelöscht haben. Zudem wurden mehrere Tausend Apps entfernt, die verdächtige Bewertungen erhalten haben sollen.

In einem Blogbeitrag warnte Google nun Entwickler, die weiterhin solche Dienste nutzen. Ein neues System, das „menschliche Intelligenz mit maschinellem Lernen kombiniere“, werde künftig Verstöße gegen Googles Richtlinien aufdecken. App-Entwickler sollten sich an die Regeln halten, andernfalls würden sie aus dem Play Store ausgeschlossen.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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