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Intel stellt neue „moderne“ Grafiktreiber für Windows 10 vor

Intel hat eine neue Generation von Grafiktreibern für Windows 10 angekündigt. Ab der Treiberversion 25.x stellt Intel für aktuelle Grafikchips nun Modern Windows Driver zur Verfügung, die auch Universal Windows Driver (UWD) genannt werden, da sie auf die Universal Windows Platform (UWP) von Windows 10 ausgerichtet sind.

Ab dem Oktober-2018-Update für Windows 10, also ab OS-Version 1809, schreibt Intel nun die neuen Treiber vor. Die Änderung gilt auch für Windows Server 2019 und neuer.

Nutzer sollen zwar die Möglichkeit haben, manuell zu einem älteren Treiber zurückzukehren, Intel rät jedoch von diesem Schritt ab. Die älteren Treiber können demnach zu Systemabstürzen führen. Die neuen Treiber stehen allerdings nur für aktuelle Prozessorgenerationen zur Verfügung, darunter Coffee Lake (achte Core-Generation), Gemini Lake, Kaby Lake (siebte Core-Generation), Skylake (sechste Core-Generation) und Apollo Lake.

Mit der Einführung der neuen Treiber weist Intel auf eine wichtige Änderung in. Sie sollten nur mithilfe des von Intel bereitgestellten Installers eingerichtet werden und nicht über eine INF-Datei. Sie umgehe den Intel-Installer, was zu „katastrophalen Ergebnissen für System und Systemstabilität“ führen könne.

Wie Neowin berichtet, stehen die ersten neuen Treiber auch als 64-Bit-Version bereits zum Download bereit. Sie sollen den Speicherbedarf bei Nutzung von OpenGL reduzieren und die Effektivität von Intels Stromspartechnik Display Refresh Rate Switching (DRRS) verbessern. Intel verspricht aber auch mehr Stabilität für den Vulkan-Treiber.

Unklar ist derzeit, ob die neuen Treiber die Upgrade-Sperre aufheben, die Microsoft für das Oktober-2018-Update bei der Nutzung bestimmter Intel-Grafiktreiber verhängt hat. Laut Microsoft soll Intel versehentlich Treiber der Versionen 24.x für Windows freigegeben haben, die „nicht unterstützte“ Funktionen freischalteten. Eigentlich sollte man annehmen, dass der neue Treiber mit der höheren Versionsnummer 25.x dieses Problem löst – laut Windows-10-Updateverlauf ist die Sperre allerdings immer noch aktiv und es wird dort auch nicht auf den neuen UWD-Treiber verwiesen.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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