Samsung investiert 22 Milliarden Dollar in 5G, AI und IoT

Der Konzern will Unternehmen dazu bewegen, den Ausbau der 5G-Infrastruktur stärker zu unterstützen und für eine bessere Integration von Beruf und Privatleben die dafür notwendigen technischen Grundlagen zu schaffen.

Neben 5G will Samsung künftig stark in KI und IoT investieren. In diese Bereiche sollen in den nächsten drei Jahren 22 Milliarden Dollar fließen, wie Thomas Riedel, Head of Samsung Networks Europe, jetzt auf dem Mobile Business Summit 2018 in Madrid, an dem über 250 Technologieführer und Entscheidungsträger von Unternehmen aus ganz Europa teilnehmen, erklärt hat.

Samsung: Thomas Riedel (Bild: ZDNet.de)

5G eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Unterhaltung, Verkehr und Navigation, für intelligente Städte und Fabriken sowie für die öffentliche Sicherheit. Samsung will Riedel zufolge Unternehmen dazu bewegen, den Ausbau der 5G-Infrastruktur stärker zu unterstützen, um einen leistungsstarken drahtlosen Informationsfluss weltweit zu realisieren.

„Technologie wird immer persönlicher und vorausschauender. Daher ist es besonders wichtig, die Daten der Anwender zu schützen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen“, so Riedel. Das Ergebnis der aktuellen Blurred World-Studie hat Samsung daher dazu veranlasst, einen Appell an die Unternehmen zu richten. Der Untersuchung zufolge sind 45 Prozent der Europäer bereit, auch außerhalb ihres Büros und ihrer regulären Arbeitszeiten zu arbeiten. Unternehmen sollten für eine bessere Integration von Beruf und Privatleben die dafür notwendigen technischen Grundlagen schaffen. Dazu gehören eine sichere technologische Infrastruktur sowie gute Konnektivität, die die Mitarbeiter überall und jederzeit bei ihrer Arbeit unterstützen.

Samsung investiert in den nächsten drei Jahren 22 Milliarden Dollar in 5G, AI und IoT (Bild: ZDNet.de)Samsung investiert in den nächsten drei Jahren 22 Milliarden Dollar in 5G, AI und IoT (Bild: ZDNet.de)

Die Studie untersuchte den Einfluss des mobilen Arbeitens auf europäische Arbeitskräfte. Von 5.000 Befragten in zehn europäischen Ländern sind mehr als die Hälfte der Meinung, dass sich der Einsatz von mobilen Technologien positiv auf ihre Effizienz (55 Prozent) und die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen (51 Prozent) auswirkt. Gleichzeitig verstehen jedoch nur wenige Unternehmen, welche potentiellen Auswirkungen die mobile Arbeitskultur auf Datensicherheit und Datenschutz in ihrer Organisation haben kann. So geben beispielsweise nur 39 Prozent der Befragten an, dass sie die neue DSGVO-Regulierung, die im Mai 2018 in Europa in Kraft getreten ist, gut verstehen.

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„Verbraucher und Arbeitnehmer wünschen sich heute sichere vernetzte Geräte, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Gleichzeitig sehen wir massive Fortschritte in den Bereichen Internet of Things (IoT), Künstliche Intelligenz (KI) und 5G. Samsung unterstützt Unternehmen dabei, von diesen Entwicklungen zu profitieren und ihre Produkte so weiterzuentwickeln, dass die den wachsenden Bedürfnissen dieser Menschen gerecht werden“, sagt Jeong Wook Tak, Vice President Samsung Enterprise Business. „Im Telekommunikationsgeschäft geht es nicht mehr nur um eine bessere Netzabdeckung oder um Effizienzsteigerungen in den Unternehmen. Das Ziel von Samsung ist es, in Zusammenarbeit mit Partnern ein automatisiertes, KI-gesteuertes Mobilfunknetz zu implementieren, das die Produktivität, Intelligenz und Sicherheit in Unternehmen erhöht.“

Nick Dawson, Director Samsung Knox Strategy and Business (Bild: ZDNet.de)Nick Dawson, Director Samsung Knox Strategy and Business: Knox macht da weiter, wo Android aufhört. (Bild: ZDNet.de).

“Die neuen Technologien ermöglichen es, Geräte nahtlos zu verbinden und zu integrieren. Und es ist unsere Verantwortung, Unternehmen dabei zu beraten, die neuen Systeme so zu nutzen, dass Mitarbeiter- und Unternehmensdaten geschützt werden. Um diesen Schutz der Privatsphäre jederzeit und überall zu gewährleisten, sind alle Samsung Geräte mit der Sicherheit von Knox ausgestattet. Die unterschiedlichen Funktionen von Knox ermöglichen die passgenaue Konfiguration und Verwaltung bei maximaler Sicherheit und voller Flexibilität“, kommentiert Nick Dawson, Director Samsung Knox Strategy and Business.

Samsung gehört weltweit zu den größten Investoren in der Forschung und Entwicklung von 5G und leitet zudem eine weltweite Initiative zur Festlegung von Industriestandards. Die Chancen, die Technologie für Unternehmen bereithält, sind auch zentrale Themen auf der Veranstaltung von Samsung in Madrid. Mit den Teilnehmern diskutiert Samsung, wie mit Hilfe neuer und bereits existierender mobiler Technologien neue Arbeitsabläufe erschlossen und eine zufriedenstellende Work-Life Integration für Mitarbeiter möglich wird.

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5 Kommentare zu Samsung investiert 22 Milliarden Dollar in 5G, AI und IoT

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  • Am 21. November 2018 um 19:08 von SamXiaomi

    Sie sollten besser ein paar Milliarden in bessere Smartphones investieren, sonst sind sie gegen Huawei und Xiaomi komplett weg vom Fenster. Es kommt nicht auf die Menge an, sondern auf die Ideen, die man hat.

    • Am 22. November 2018 um 10:48 von smartdata

      Genau, deshalb führt Samsung auch regelmäßig alle Smartphone-Bestenlisten an. Huawei baut zwar aktuell absolute Top Hardware, verlangt aber eben auch Preise auf dem Niveau. Der Rest von Huawei und gerade auch von Xiaomi ist halt mittelmäßige Hardware und vor allem noch mangelnder langfristiger Support. Samsung muss also sicher nicht in „bessere“ Smartphones investieren, eher in noch besseren Support für ihre Geräte und die Chinesen werden schnell lernen, dass nur eine langfristige Unterstützung der Geräte auch eine langfristige Bindung bedeutet, wenn man hochpreisige Devices verkaufen will.

      • Am 22. November 2018 um 13:51 von Illusion

        Ich sehe da ebenfalls Probleme bei Samsung, und zwar sehr geoße. Xiaomi und Huawei sind in der Mittelklasse sehr stark, und da ist der Gewinn durch die hohen Stückzahlen sehr groß. Und weil die Technik solide ist, verkaufen sich Huawei und Xiaomi immer besser, und Samsung verliert in allen Märkten, insbesondere in China. Im Hochpreis Segment hingegen hat Samsung wegen Apple schlechte Chancen, und wird daher von beiden Seiten zerrieben.

        Das aktuelle Spitzenmodell flopt gewaltig, und dürfte der eigentliche Grund sein, warum bestimmte Zulieferer in arge Probleme gelaufen sind.

        Schon mal auf die Unternehmenszahlen geschaut? Das Smartphone Segment kriselt von Quartal zu Quartal stärker, und würde Samsung nicht mit Speicher große Gewinne machen, würde es böse aussehen.

        • Am 25. November 2018 um 0:21 von smartdata

          Das ändert aber doch nichts daran, dass die Top-Smartphones von Samsung regelmäßig das Maß der Dinge sind? Ob Samsung damit genug verdient, ob die Geschäftsmodelle von Samsung gut oder schlecht sind, stand doch überhaupt nicht zur Debatte. Die Aussage war, dass Samsung lieber in „bessere“ Smartphones investieren sollte… Das widerspricht eben den Ergebnissen.
          PS: und auch mit Masse lässt sich im Mittelfeld kaum was verdienen, schließlich sind die Margen da so gering, dass da nicht viel hängen bleibt, egal wie viel man davon verkauft. Frag mal Nokia.

          @Antiappler
          Du widersprichst mir doch gar nicht :-)
          A1 & Co. sind doch gar nicht im Hochpreissegment. Aktuelle Geräte müssen doch sowieso 2 Jahre lang regelmäßige Googlepatches bekommen, wenn sie Googledienste nutzen wollen. Was der Markt – im Hochpreissegment – aber verlangt, sind Majorupgrades. Mir persönlich ist sowas völlig wumpe, aber das Gros glaubt, es müsse so sein.

  • Am 23. November 2018 um 13:00 von Antiappler

    @smartdata,

    heute ist das erste mal wo ich Dir widersprechen muss. ;-)

    Ich habe seit einigen Wochen ein Xiaomi Mi A1. Es ist wirklich erstklassig verarbeitet. Dazu kam gleich nach dem einschalten des Geräts ein erstes Update mit den aktuellen Sicherheitspatches. Und ich könnte sogar schon seit über 3 Wochen Pie auf dem Gerät haben, wenn ich nicht wie sonst auch erst mal warten würde, bis eventuelle Fehler gefixt werden.

    Dazu hat das Mi 2 noch nach 5 Jahren ein Update bekommen. Auch wenn es nur in der Version MIUI war, was meiner Erinnerung nach Lollipop entsprach. Aber für eine solch junge Firma ist das schon sehr bemerkenswert. Und ich interessiere mich schon fast von Anfang an für diese Firma, deren Geräte ich das erste mal in Singapur gesehen habe. Daher kann ich zumindest für die Geräte, welche mich bisher interessiert haben, sagen, dass der Support erstklassig und langfristig war/ist.

    Und ich habe das schon länger behauptet, wenn Xiaomi es auch nach außerhalb von Asien schafft, dann müssen sich die etablierten Hersteller warm anziehen. Denn von Xiaomi gibt es erstklassige Hardware zu erstklassigen Preisen.

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