LG Display, Huawei und Lenovo entwickeln angeblich faltbare Smartphones

Das Gerät von Lenovo soll im aufgeklappten Zustand ein 13,3-Zoll-Display bieten. Der Marktstart ist für das vierte Quartal 2019 geplant. Huawei und LG arbeiten indes an einem 6-Zoll-Display, das die Außenseite eines faltbaren Geräts bedecken soll.

LG Display hat sich angeblich mit mehreren chinesischen Herstellern zusammengetan, um sie bei der Entwicklung von faltbaren Smartphones und Tablets zu unterstützen. Unter anderem sollen Huawei, Lenovo und Xiaomi zu diesem Zweck faltbare Display-Panels von der LG-Tochter beziehen, wie The Elec aus Südkorea berichtet.

Biegsames Display (Bild: LG)Biegsames Display (Bild: LG)Lenovo soll von LG Display ein 13,3 Zoll großes faltbares Panel mit einer Auflösung von 2560 mal 1600 Bildpunkten beziehen. Die Produktion soll im dritten Quartal 2019 beginnen. Im vierten Quartal soll Lenovo dann ein faltbares Tablet mit innenliegendem Display auf den Markt bringen.

Auf einen äußeres Display soll das Gerät indes verzichten. Samsung hatte auf seiner Entwicklerkonferenz Anfang des Monats ein aufklappbares Smartphone gezeigt, das innen ein faltbares und auf einer Außenseite ein herkömmliches Display hat. Allerdings hatte das Display im aufgeklappten Zustand auch nur eine Diagonale von 7,3 Zoll.

Zusammen mit Huawei soll LG indes ein nach außen gefaltetes 6-Zoll-Display entwickeln. Wird es zusammengefaltet, sollen beide Außenseiten des Geräts einen Teil des Displays zeigen. Ein ähnliches Projekt soll Huawei zudem mit dem chinesischen Displayhersteller BOE vorantreiben.

Als dritten Partner für ein faltbares Gerät soll LG Display Xiaomi gewonnen haben. Allerdings liegen The Elec keinerlei Details zu den Plänen vor. Für die eigene Mutter LG und deren Smartphone-Sparte soll LG Display indes nicht an einem faltbaren Display arbeiten.

Samsung will sein erstes Smartphone mit Infinity-Flex-Display – so nennt das koreanische Unternehmen seine faltbaren OLED-Screens – im ersten Halbjahr 2019 in den Handel bringen. Zum Marktstart sollen mindestens eine Million Einheiten zur Verfügung stehen. Mit Google arbeitet Samsung zudem an den notwendigen Änderungen und Erweiterungen der Bedienoberfläche, damit Android auf faltbaren Smartphones eingesetzt werden kann.

Optisch erinnert Samsungs Prototyp an Nokias legendären Communicator: Ein Gerät mit einem Scharnier an der Längsseite und einem Display auf der Vorderseite, das wie ein Buch geöffnet wird. Aufgeklappt gab das Gerät den Blick auf ein nahezu vollflächiges Display frei.

Um das Display faltbar zu machen, verwendet Samsung statt Glas einen flexiblen und zugleich widerstandsfähigen Polymerkunststoff als Abdeckung. Ein dehnbarer Klebstoff soll zudem dafür sorgen, dass das neue Display ausreichend flexibel und haltbar ist, um mehrere Hunderttausend Mal gefaltet zu werden. Zudem soll das Display dünner als alle anderen mobilen Screens von Samsung sein, vor allem aufgrund eines 45 Prozent dünneren Polarisators.

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