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Micron: SSDs mit QLC-NAND sollen Festplatten in Rechenzentren ersetzen

Micron hat eine neue Enterprise-SATA-SSD vorgestellt. Die Micron 5210 ION soll vor allem bei anspruchsvollen Arbeitslasten wie Machine Learning, Deep Learning und Artificial Intelligence zum Einsatz kommen. Micron sieht die 5210 ION zudem auch preislich als Ersatz für herkömmliche Festplatten an, vor allem durch den Einsatz von Quad-Level-Cell-NAND-Flash (QLC).

Zwar sind auch die QLC-SSDs von Micron immer noch teurer als vergleichbare magnetische Datenträger, legt man jedoch die Performance-Vorteile mit in die Waagschale, soll die Nadel in Richtung SSD ausschlagen. Im Vergleich zu einer 10.000-RPM-HDD mit einer Kapazität von 2,4 TByte soll die Micron 5210 ION, die 1,92 TByte fasst, eine um Faktor 12,4 höhere Performance bei 10 Prozent höheren Kosten bieten.

Vor allem beim Preis pro Gigabyte sollen die 5210-SSD mit 10K-RPM-Fesplatten gleichziehen. Zufällige Lese- und Schreibvorgänge soll sie indes 175- und 30-mal schneller ausführen. Außerdem soll sie dreimal weniger Strom verbrauchen und sequentielle Lesevorgänger doppelt so schnell ausführen.

Wichtigster Vorteil ist die durch die QLC-Technik höhere Speicherdichte. Pro Speicherzelle nimmt die 5210 ION vier Bits auf, 33 Prozent mehr als beim bisher verwendeten Triple-Level-Cell-NAND-Flash (TLC).

Micron bietet die 5210 ION in Kapazitäten von 1,92, 3,84 und 7,68 TByte an. Die Speichermenge packt das Unternehmen jeweils in ein herkömmliches 2,5-Zoll-Gehäuse mit einer Dicke von 7 Millimetern. Zur weiteren Ausstattung gehört eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall gibt Micron mit 2 Millionen Stunden an.

Die neuen SSDs sollen sich vor allem für den Einsatz in Rechenzentren eignen. Sie sollen Arbeitslasten wie Analytics, Big Data, Machine Learning, Deep Learning, SQL-Datenbanken, Business Intelligence, NoSQL-Datenbanken, Content Delivery und Nutzer-Authentifizierung beschleunigen. Generell positioniert Micron die SSD für Lese-Intensive-Arbeitslasten.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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