Facebook übertrifft die Erwartungen im dritten Quartal

Facebook hat seine Bilanz für das dritte Quartal 2018 (PDF) veröffentlicht. Das Social Network erwirtschaftete einen Nettogewinn von 5,14 Milliarden Dollar oder 1,76 Dollar pro Aktie. Das entspricht einem Wachstum von 9 Prozent. Die Einnahmen kletterten um 33 Prozent auf 13,73 Milliarden Dollar. Zumindest der Gewinn übertrifft die Erwartungen von Analysten deutlich.

Sie hatten 1,47 Dollar pro Anteilsschein sowie einen Umsatz von 13,78 Milliarden Dollar vorausgesagt. Das Ergebnis traf offenbar auf Zustimmung von Anlegern. Sie ließen den Preis der Facebook-Aktie im nachbörslichen Handel um 3,53 Prozent auf 151,38 Dollar steigen. Schon den Handelstag hatte das Papier mit einem Plus von 2,91 Prozent abgeschlossen. Vom 52-Wochen-Hoch von 218,62 Dollar ist der Kurs allerdings noch sehr weit entfernt.

Auch eine weitere Kennzahl sollte bei Facebooks Investoren für Zufriedenheit gesorgt haben. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer erhöhte sich im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 9 Prozent auf 1,49 Milliarden. Mindestens einmal pro Monat griffen zuletzt 2,27 Milliarden Menschen auf das Soziale Netzwerk zu, 10 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Allerdings entwickelten sich die Nutzerzahlen nicht weltweit positiv. In den USA stagnieren sie inzwischen seit einem Jahr. Außerdem sind sie seit zwei Quartalen in Europa rückläufig. Konstante Zuwächse erzielt Facebook derzeit nur im asiatisch-pazifischen Raum und dem „Rest der Welt“. Die Werbeeinnahmen pro Nutzer stiegen in den USA hingegen um mehr als sechs Dollar oder rund 30 Prozent auf 27,61 Dollar. Weltweit fiel das Wachstum deutlich geringer aus. Durchschnittlich spülte jeder Nutzer 6,09 Dollar in Facebooks Kasse, 20 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Entscheidend für den Erfolg von Facebook sind weiterhin die Werbeeinnahmen, die ebenfalls um 33 Prozent zulegten. Jedoch erhöhten sich auch die Kosten, und zwar um 53 Prozent auf 7,95 Milliarden Dollar. Als Folge schrumpfte die operative Gewinnmarge um immerhin acht Punkte auf 42 Prozent. Die höheren Kosten hat Facebook unter anderem einem Anstieg der Beschäftigtenzahl um 45 Prozent auf 33.606 zu verdanken.

Es setzte sich auch der Trend fort, dass immer mehr Werbeeinnahmen auf mobilen Geräten generiert werden. Ihr Anteil lag im dritten Quartal bei 92 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 88 Prozent.

„Unsere Community und unser Geschäft wachsen weiterhin schnell, und inzwischen nutzen mehr als 2 Milliarden Menschen täglich mindestens einen unserer Dienste“, sagte Mark Zuckerberg, Gründer und CEO von Facebook. „Wir bauen die besten Dienste für Private Messaging und Geschichten auf, und auch im Bereich Video und Handel gibt es große Chancen.“

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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