Galaxy Note 9: November-Update wird ausgeliefert

Samsungs aktuelles Flaggschiff Galaxy Note 9 erhält die November-Sicherheitspatches. Sie schließen mehrere kritische Sicherheitslücken.

Samsung verteilt die November-Sicherheitsupdates für das Galaxy Note 9. Neben den aktuellen Android-Securitypatches enthält das Update laut Changelog keine Verbesserungen. Die Aktualisierung wird derzeit an die freien Modelle in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeliefert (Produktcode: DBT, ATO, AUT). Auch das von der Telekom (DTM) vertriebene Note-9-Modell erhält das Update. In Österreich dürfen sich Kunden von T-Mobile (Max) und Telering (TRG) über die Aktualisierung freuen.

Galaxy Note 9 (Bild: OSCH)

Google hatte die November-Updates Anfang des Monats veröffentlicht und damit 39 Schwachstellen behoben. Sie steckten in den Komponenten Framework, Media Framework und System sowie in Komponenten von Qualcomm und erlauben das Einschleusen von Schadcode aus der Ferne, die nicht autorisierte Ausweitung von Benutzerrechten, den Diebstahl vertraulicher Daten und unter Umständen auch Denial-of-Service-Angriffe.

Davon betroffen sind alle unterstützten Android-Versionen von 7.x bis 9. Darüber hinaus entfernt Google die Bibliothek Libxaac aus allen Android-Builds für den produktiven Einsatz. Grund dafür sind insgesamt 18 Sicherheitslöcher in der Bibliothek, die nun als experimentell eingestuft ist.

Die meisten Smartphone-Hersteller, wie auch Samsung, implementieren grundsätzlich den ersten Patch-Level. Die im zweiten Patch-Level aufgeführten Schwachstellen werden allerdings mit dem ersten Patch-Level des Folgemonats geschlossen. Die Android-Sicherheitsebene 1. November schließt also die Schwachstellen, die im zweiten Patch-Level des Monats Oktober enthalten waren, ein.

Zusätzlich zu den von Google bereitgestellten Sicherheitsupdates für Android veröffentlichen auch einige Smartphonehersteller für ihre Geräte sicherheitsrelevante Patches. Samsung schließt diesen Monat 29 Sicherheitslücken, von denen es mindestens 11 als kritisch einstuft. Zusätzlich werden vier Anfälligkeiten beseitigt, die es unter anderem erlauben, während der Ersteinrichtung eines Geräts eine schädliche Anwendung einzuschleusen oder im DeX-Modus selbst bei gesperrtem Gerät auf Benachrichtigungen zuzugreifen. Wie üblich verrät Samsung zu einigen Schwachstellen aus Sicherheitsgründen keine Details. Dabei dürfte es sich ebenfalls um Lücken der höchsten Gefahrenstufe handeln.

Aktualisierung durchführen

Das OTA-Update (Over-the-Air) sollte unter Einstellungen – Software-Update auf dem Galaxy Note 9 zur Installation angeboten werden. Ist das nicht der Fall, kann man versuchen, die Aktualisierung mit Hilfe des Tools Smart Switch zu installieren. Oft stehen Aktualisierungen damit früher zur Verfügung als über OTA. Smart Switch liegt für Windows und macOS vor.

Wer sich nicht sicher ist, welche Firmwareversion auf seinem Samsung-Smartphone installiert ist, kann dies mit der App Phone INFO Samsung herausbekommen. Die App listet unter anderem den Produktcode auf, sodass man anhand weiter unten aufgeführter Tabelle erfahren kann, ob ein Update zur Verfügung steht. Alternativ kann man an diese Informationen auch über die Eingabe von *#1234# in der Telefon-App. Unter CSC wird der entsprechende Provider-Code angegeben.

Samsung Galaxy Note 9 (SM-N960F): Aktuelle Firmware-Übersicht (Quelle: Sammobile, Samsung-Updates, Stand 5.12.2018)

Android-Version Sicherheitspatch CSC (Providercode in Rot) Produktcode Provider
8.1 1. November 2018 N960FOXM2ARK2 DBT Freie Geräte (Deutschland)
8.1 1. Oktober 2018 N960FOVF2ARI4 VD2 Vodafone (Deutschland
8.1 1. November 2018 N960FODX2ARI4 DTM T-Mobile (Deutschland)
8.1 1. November 2018 N960FOXM2ARK2 ATO Freie Geräte (Österreich)
8.1 1. November 2018 N960FCKH2ARI4 DRE Hutchison Drei (Österreich)
8.1 1. Oktober 2018 N960FOVF2ARI4 MOB A1 (Österreich)
8.1 1. November 2018 N950FODX2ARI4 MAX T-Mobile (Österreich)
8.1 1. November 2018 N950FODX2ARI4 TRG Telering (Österreich)
8.1 1. November 2018 N950FOXM2ARK2 AUT Freie Geräte (Schweiz)
8.1 1. Oktober 2018 N950FOVF2ARI4 SWC Swisscom (Schweiz)
HIGHLIGHT

Smartphone mit Stifteingabe: Samsung Galaxy Note 8 im Test

Das erste, was die meisten Menschen denken, wenn vom Samsung Galaxy Note die Rede ist, sind explodierende Batterien. Das Fiasko aus dem vergangenen Jahr scheint Samsung gut überstanden zu haben. Die Note-Line hat scheinbar so treue Fans, dass Samsung auch für das diesjährige Modell mit Stifteingabemöglichkeit den Namen beibehält.

Themenseiten: Android-Patchday, Galaxy, Samsung

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