Galaxy Note 9 erhält März-Sicherheitspatches

Für das freie Galaxy-Note-9-Modell in Deutschland stehen bereits die Android-Sicherheitspatches für März 2020 parat. Die restlichen Varianten sollten die Aktualisierung in den kommenden Tagen erhalten.

Samsung hat mit der Auslieferung der Android-Sichehreitspatches März 2020 für die Galaxy-Note-9-Smartphones begonnen. Die Aktualisierung steht derzeit jedoch nur für die freien Modelle in Deutschland mit Produktcode DBT zur Verfügung. Die restlichen Varianten (siehe Tabelle) sollten das Update in Kürze erhalten. Laut den Release Notes bringt das Update ansonsten keine Neuerungen.

Note 9: März-Update verfügbar (Screenshot: ZDNet.de)

Android Security Bulletin März 2020

Google hatte die März-Updates für Android Anfang der Woche veröffentlicht. Das mit 1.3.2020 bezeichnete Patchlevel enthält Fehlerbereinigungen für das Android-Framework, während der Patchlevel 5.3.2020 auch Schwachstellen im Kernel und und Herstellertreibern behebt. Die meisten Smartphonehersteller implementieren – vermutlich aus Zeitgründen – zunächst nur den ersten Patch-Level. Allerdings sind im ersten Patchlevel des Folgemonats auch die Fehlerbereinigungen des zweiten Patchlevels aus dem Vormonat enthalten.

Der erste Patchlevel schließt insgesamt 12 Sicherheitslücken, wovon eine (CVE-2020-0032) als „kritisch“ eingestuft ist. Als „kritisch“ werden Schwachstellen eingestuft, die ohne Warnungen oder Aufforderungen ausgenutzt werden können. Beispiele hierfür sind die Ausweitung von Nutzerrechten aus der Ferne, die es Angreifern erlaubt, in das Dateisystem zu schreiben oder beliebigen Code ohne Benutzerinteraktion auszuführen.

Mit dem zweiten Patchlevel werden insgesamt 60 Schwachstellen geschlossen. Darunter auch der bereits erwähnte Fehler in Mediatek-Prozessoren. Von diesen Sicherheitslücken sind 16 als „kritisch“ eingestuft. Sie stecken ausnahmslos in Komponenten von Qualcomm.

Neben den monatlichen Sicherheitsupdates von Google veröffentlichen auch Smartphonehersteller Details zu Lücken, die nur in Geräten des jeweiligen Herstellers zu finden sind. Samsung berichtet diesen Monat von 25 Schwachstellen. Details nennt das Unternehmen allerdings nur zu fünf Lücken, die allesamt nicht als „kritisch“ eingestuft sind. Man kann also davon ausgehen, dass die restlichen Schwachstellen so schwer sind, dass Samsung keine Details dazu nennt, um Cyberkriminelle nicht zu animieren, diese in betrügerischer Absicht auszunutzen.

Für einige Smartphones wie dem Galaxy S10 verteilt Samsung bereits die Sicherheitspatches März 2020. Der größte Smartphonehersteller der Welt liefert seit einigen Monaten Sicherheitsaktualisierungen genauso zügig aus wie Google.

Monatliche Sicherheitsupdates liefert Samsung für seine aktuellen Smartphones, die nicht älter als drei Jahre sind. Dazu zählen etwa die Reihen Galaxy S10, S9, S8 sowie Note 10, Note 9 und Note 8. Das über drei Jahre alte Galaxy S7 erhält Aktualisierungen nur noch quartalsweise. Zuletzt war das Anfang Februar der Fall.

Aktualisierung durchführen

Das OTA-Update (Over-the-Air) sollte unter Einstellungen – Software-Update auf dem Galaxy Note 9 zur Installation angeboten werden. Ist das nicht der Fall, kann man versuchen, die Aktualisierung mit Hilfe des Tools Smart Switch zu installieren. Oft stehen Aktualisierungen damit früher zur Verfügung als über OTA. Smart Switch liegt für Windows und macOS vor.

Wer sich nicht sicher ist, welche Firmwareversion auf seinem Samsung-Smartphone installiert ist, kann dies mit der App Phone INFO Samsung herausbekommen. Die App listet unter anderem den Produktcode auf, sodass man anhand der weiter unten aufgeführten Tabelle erfahren kann, ob ein Update zur Verfügung steht. Alternativ kann man an diese Informationen auch über die Eingabe von *#1234# in der Telefon-App. Unter CSC wird der entsprechende Provider-Code angegeben.

Samsung Galaxy Note 9 (SM-N960F): Aktuelle Firmware-Übersicht (Quelle: Sammobile, Stand 18.3.2020)

Android-Version Sicherheitspatch CSC (Providercode in Rot) Produktcode Provider
10.0 1. März 2019 N960FOXM5DTB6 DBT Freie Geräte (Deutschland)
10.0 1. März 2019 N960FOVF5DTB6 VD2 Vodafone (Deutschland
10.0 1. März 2019 N960FODX5DTB6 DTM T-Mobile (Deutschland)
10.0 1. März 2019 N960FOXM5DTB6 ATO Freie Geräte (Österreich)
10.0 1. März 2019 N960FCKH5DTB6 DRE Hutchison Drei (Österreich)
10.0 1. März 2019 N960FOVF5DTB6 MOB A1 (Österreich)
10.0 1. März 2019 N950FODX5DTB6 MAX T-Mobile (Österreich)
10.0 1. März 2019 N950FODX5DTB6 TRG Telering (Österreich)
10.0 1. März 2019 N950FOXM5DTB6 AUT Freie Geräte (Schweiz)
10.0 1. März 2019 N950FOVF5DTB6 SWC Swisscom (Schweiz)

Themenseiten: Android-Patchday, Galaxy, Samsung

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Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Galaxy Note 9 erhält März-Sicherheitspatches

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  • Am 16. Januar 2019 um 12:28 von Tom

    Bei meinem Note9 steht als CSC N960FOXM2ARK2. Ist das trotzdem ein normales freies deutsches Gerät? Ich habe nämlich das Pie Update noch immer nicht bekommen.

    • Am 16. Januar 2019 um 14:56 von Kai Schmerer

      Das müsste ein freies Gerät aus Österreich sein (Produktcode: ATO). Siehe auch: https://goo.gl/hp854U

  • Am 6. März 2019 um 17:22 von Mike

    Das letzte Update der Samsung Firmware für Galaxy Note9 habe ich auf samdb.org gefunden
    Diese Firmware kann durch eine Suche auf der Hauptseite der Website gefunden werden.

    MOB A1 (Österreich)
    PDA/AP VERSION N960FXXS2CSB4
    CSC VERSION N960FOVF2CSA3
    BUILD DATE 2019-02-12

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