Categories: KomponentenWorkspace

Nvidia stellt neue GPU-Architektur Turing vor

Nvidia hat eine neue GPU-Architektur enthüllt. Sie soll neue reichhaltige und kinoähnliche interaktive Erlebnisse ermöglichen. Die sogenannte Turing-GPU ist laut Nvidia der erste Grafikprozessor, der speziell für Ray Tracing entwickelt wurde und besonders realistische Beleuchtungseffekte erlauben soll.

Nach Herstellerangaben bietet die Turing-Architektur eine dedizierte Hardwarebeschleunigung für künstliche Intelligenz, Ray Tracing, Programmable Shading und Simulation. Die neuen Ray-Tracing-Kerne beschleunigen die Berechnung von Lichteffekten in 3D-Umgebungen. Gegenüber der Vorgänger-Generation Pascal soll Turing Ray Tracing um Faktor 25 beschleunigen – und erstmals Ray Tracing in Echtzeit ermöglichen.

Die neuen Tensor-Kerne wiederum sollen bis zu 500 Millionen-Tensor-Operationen pro Sekunde ermöglichen das AI-Interfencing verbessern, das wiederum ein zuvor angelerntes Deep-Learning-Modell zur Performance-Steigerung nutzt. Die Kombination von RT- und Tensor-Kernen soll laut Nvidia zudem das Ray Tracing in Echtzeit überhaupt erst ermöglichen.

„Das ändert grundlegend die Art und Weise, wie Computergrafik gemacht wird, es ist ein Schritt in Richtung Realismus“, sagte Nvidia-Gründer und CEO Jensen Huang bei der Vorstellung der Turing-Architektur auf der Konferenz Siggraph im kanadischen Vancouver. „Turing ist NVIDIAs wichtigste Innovation im Bereich Computergrafik seit mehr als zehn Jahren. Die Ankunft von Echtzeit-Ray-Tracing ist der Heilige Gral unserer Branche.“

Darüber hinaus kündigte Nvidia die ersten Produkte an, die auf der neuen Turing-Architektur basieren. Dazu gehört das Spitzenmodell Quadro RTX 8000, das über 48 GByte Grafikspeicher verfügt, der per NVLink auf 96 GByte erhöht werden kann. Angetrieben wird die Grafikkarte von 4608 Cuda-Kernen und 576 Tensor-Kernen. Sie erreicht zudem eine Ray-Tracing-Leistung von 10 Giga Rays pro Sekunden.

Das Modell Quadro RTX 6000 muss sich mit 24 GByte Grafikspeicher begnügen und bietet darüber hinaus dieselben Spezifikationen wie die Quadro RTX 8000. Nach unten wird das neue Trio durch die Quadro RTX 5000 abgerundet. Ihr stehen 3072 Cuda-Kerne, 384 Tensor-Kerne und 16 GByte Grafikspeicher zur Verfügung.

Zu Preisen machte Nvidia bisher keine Angaben. Die neuen Grafikkarten sollen jedoch ab dem vierten Quartal erhältlich sein.

HIGHLIGHT

Report: State of Digital Transformation EMEA 2019

Zu den größten Hürden der digitalen Transformation zählen der mobile Zugriff auf Unternehmensdaten und Anwendungen, die Nutzung unsicherer Netzwerke und nicht verwalteter Geräte. Das geht aus dem Report „State of Digital Transformation EMEA 2019“ von Zscaler hervor. Jetzt den vollständigen Report herunterladen!

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

Recent Posts

Chief Digital Officer an Bord

Es gibt einen Wandel in der Verantwortlichkeit für Informationstechnologie in Unternehmen. Zunehmend treten Chief Digital…

1 Tag ago

Digitale OT-Supply-Chain gefährdet

Operational Technology (OT) oder auf Deutsch die Steuerung von Produktionsanlagen gerät immer mehr ins Visier…

1 Tag ago

FBI warnt vor Diebstahl von Passwörtern per QR-Code

Cyberkriminelle haben es auch auf Finanzdaten abgesehen. Sie machen sich den Umstand zunutze, dass QR-Codes…

2 Tagen ago

Project: Opera stellt Browser für Krypto-Dienste vor

Im Mittelpunkt steckt die Web3-Integration. Project unterstützt Bitcoin, Celo, Ethereum und Nervos. Weitere Kryptowährungen sollen…

2 Tagen ago

Cybersicherheit ohne menschliches Zutun

Solid-State Drives (SSD) mit integrierter künstlicher Intelligenz (KI) bieten Hardware-Schutz vor Cyberangriffen. Jetzt gibt es…

2 Tagen ago

Netzwerkadministration wird zu Strategy First

Netzwerkadministratoren stehen dieses Jahr vor neuen Herausforderungen wie Zero Trust, Forderungen nach höherer Konnektivität und…

2 Tagen ago