Google legt Obergrenze für Displayaussparungen bei Android-Geräten fest

Erlaubt sind maximal zwei Aussparungen. Sie dürfen zudem nur in die kurzen Bildschirmseiten integriert werden. Android P stellt Entwicklern auch Programmierschnittstellen für die Anpassung ihrer Apps zur Verfügung.

Google hat sich in die Diskussion um Displayaussparungen bei Smartphones eingeschaltet. Den vor allem vom iPhone X losgetretenen und seitdem kontrovers diskutierten Trend, rahmenlose Displays mit einer Notch genannten Aussparung für Lautsprecher, Frontkamera und Sensoren zu versehen, will Google nicht aufhalten. Ab Android P sind allerdings nur Geräte mit maximal zwei Aussparungen zulässig.

Laut einer Zählung von Google sind derzeit 16 Android-Smartphones von 11 Herstellern mit Notch erhältlich. Die Aussparung – vor allem am oberen Displayrand – erlaubt es, den Displayrahmen immer weiter zu verkleinern. Die dort sonst untergebrachten Komponenten wandern in die meist mittig angebrachte Aussparung. Rechts und links davon reicht das Display dann bis an den Gehäuserahmen heran.

Android P Cutouts (Bild: Google)Entwickler können die Cutouts in ihre Apps einbeziehen (links und mitte) oder den Bereich der Aussparung frei lassen (rechts) (Bild: Google).Google reglementiert aber nicht nur die Zahl, sondern auch die Ausgestaltung der Aussparungen, die es selbst als Cutouts bezeichnet. Sie dürfen nur am oberen oder unteren Displayrand integriert werden. Aussparungen an der linken oder rechten Seite des Bildschirms sind indes tabu. Zudem darf es an einem Displayrand nicht mehr als einen Cutout geben.

Unklar ist, ob Hersteller überhaupt Geräte mit Cutouts an den langen Bildschirmseiten geplant haben. Google schließt sie dort aus, um die Konsistenz und Kompatibilität von Apps mit Geräten mit Displayaussparung zu gewährleisten. App-Entwickler müssen nämlich ihre Anwendungen in der Regel an die Aussparung anpassen, damit diese keine App-Inhalte überlagert. Das der dafür benötigte Aufwand nicht unerheblich ist, weiß Google aus eigener Erfahrung. Eine an das iPhone X angepasste Version von Google Street View liegt beispielsweise erst seit Ende Juli vor.

Entwicklern gibt Google indes die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie sie ihre Apps an die Aussparungen anpassen. Sie können den Bereich der Aussparung auch frei lassen, solange sie sicherstellen, dass ihre App nicht die Navigationsleiste und die Statusleiste überlappt. Alternativ können sie per Programmierschnittstelle ihre App in den Bereich der Aussparung hinein rendern.

Android P ist die erste Version des Mobilbetriebssystems, die Displayaussparungen offiziell unterstützt. Google geht davon aus, dass künftig mehr Hersteller auf dieses Design-Element setzen werden. Unter anderem haben das Essential Phone PH-1, das Huawei P20, das OnePlus 6, das Asus ZenFone 5 und Xiaomis Redmi 6 Pro eine Displayaussparung.

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